Gerwyn Price hat das Finale des
World Grand Prix erreicht, doch nach seinem souveränen Sieg gegen
Nathan Aspinall ging es vor allem um die Spannungen zwischen beiden Spielern. „The Iceman“ gewann das Halbfinale mit 5:2 und äußerte sich anschließend kritisch über das Verhalten seines guten Freundes.
Laut Price beschwerte sich Aspinall während des Matches über das Publikum. Das verstand der Waliser kaum, weil die Zuschauer seiner Meinung nach klar hinter „The Asp“ standen.
„Nathan hat sich über das Publikum beschwert, aber sie waren doch auf seiner Seite“, sagte Price hinterher auf der Bühne. „Ich lag 3:0 vorne und sagte zu Nathan: ‚Sie sind auf deiner Seite, Kumpel. Komm schon.‘ Hör auf mit der Show auf der Bühne und spiel einfach Darts.“
Price ärgerte sich sichtbar über die Haltung seines Gegners. „Ich war ein bisschen sauer auf ihn. So gut das Publikum auch zu mir war, sie waren alle für ihn. Er hat da oben ein bisschen eine Show abgezogen, und ich habe ihm gesagt, dass mir das nicht gefällt.“
„Manchmal musst du einfach deine Pfeile werfen“
Trotz des verbalen Schlagabtauschs betonte Price, dass sein Verhältnis zu Aspinall gut sei. Der Waliser findet jedoch, dass Aspinall in schwierigen Momenten seine Frustration besser ablegen muss.
„Ich bin sehr gut mit Nathan befreundet, aber manchmal musst du einfach deine Pfeile werfen. Wenn du hinten liegst, dann liegst du eben hinten. Ich war in 90 Prozent dieses Matches frustriert, und das ist nicht gut.“
Aspinall machte im Verlauf der Partie immer deutlicher, dass er mit seinem Spiel unzufrieden war. Zwischenzeitlich war sogar ein Kraftausdruck des Engländers zu hören, woraufhin sich das britische Fernsehen für die Wortwahl entschuldigte.
Price ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und feierte mit 5:2 einen überzeugenden Sieg. Damit steht er zum vierten Mal im Finale des
World Grand Prix. Dort trifft er auf Luke Humphries oder James Wade.