„Ich war wütend und er schnappte sich den Titel“ – Luke Littler spricht über die größte Enttäuschung seiner Karriere
PDC
Er ist erst 18 Jahre alt, doch Luke Littler hat bereits zahlreiche Highlights auf der internationalen Dartsbühne gefeiert. Trotzdem gibt es einen Moment, der ihn bis heute verfolgt: das verlorene Premier-League-Finale gegen Luke Humphries im Mai dieses Jahres.
„The Nuke“ war in der O2 Arena scheinbar auf dem besten Weg zu seinem ersten Premier-League-Titel. Mit einer 5:2-Führung schien Littler alles im Griff zu haben – doch das Momentum kippte. Humphries kämpfte sich zurück und drehte das Match, das am Ende mit 11:8 an ihn ging. Für Littler bleibt es die schmerzhafteste Niederlage seiner noch jungen, aber rasanten Karriere.
„Ich glaube, das Premier-League-Finale gegen Luke war meine größte Enttäuschung“, gesteht die aktuelle Nummer zwei der Welt. „Ich lag 5:2 vorne und wusste, dass wir nach zehn Legs eine Pause haben würden. Ich dachte: Wenn ich mit 6:4 oder 7:3 in die Pause gehe, ist das ein gutes Zeichen.“
Doch es kam anders: „Ich ging mit einem 5:5 in die Pause – und war richtig sauer. Danach ist er einfach davongezogen und hat sich den Titel geholt.“
Littler erinnert sich, wie sein Gegner direkt nach der Pause aufdrehte: „Er kam zurück, holte sich zwei schnelle Legs und führte plötzlich 7:5. Ich stand da und dachte: Was passiert hier gerade?“
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Trotz des bitteren Rückschlags hat sich Littler seither zum globalen Aushängeschild des Dartsports entwickelt. Bei allem Hype genießt er noch immer die magischen Momente auf der Bühne – etwa, wenn sein Kindheitsidol Michael van Gerwen einläuft.
„Einer der Walk-ons, die ich immer noch liebe, ist der von Michael van Gerwen“, schwärmt Littler. „Letztes Jahr war er in der Rangliste vor mir, also bin ich zuerst eingelaufen. Dann kam er – und plötzlich war das ganze Stadion grün. Ich bekomme heute noch Gänsehaut.“
Mit einem Schmunzeln fügt er hinzu: „Aber jetzt bin ich im Ranking vor ihm. Also kommt er zuerst raus – und wartet auf mich.“

Franco PerezRedakteur
Franco unterstützt das Team von Dartsnews.de gelegentlich mit Artikeln und Beiträgen rund um den Dartsport.
Er interessiert sich seit einigen Jahren für die PDC-Turniere und bringt seine Beobachtungen und seinen Schreibstil punktuell in unsere Berichterstattung ein. Auch wenn er nicht täglich im Einsatz ist, schätzen wir seinen frischen Blick und seine zuverlässige Mitarbeit.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









