Cam Crabtree hat im
Weekly Dartscast eine bemerkenswerte Anekdote über den kenianischen Dartsprofi David Munyua erzählt. Bei der vergangenen Darts-WM sorgte Munyua mit Crabtrees Darts für eine der größten Überraschungen des Sports und besiegte in der ersten Runde den Belgier Mike De Decker. Der Engländer staunte nicht schlecht. Der Erstrundensieg brachte ihm nicht nur einige Lacher, sondern auch zahlreiche neue Follower und dankbare Nachrichten aus Afrika ein.
Munyua hatte während seines Aufenthalts in Großbritannien einen Dartshop besucht und dort einen Satz Darts von Crabtree gekauft. Die Optik überzeugte den Kenianer, also entschied er sich, mit ihnen zu spielen. Als er auf der Bühne für Aufsehen sorgte, entging das auch Crabtree nicht. Der Engländer saß an diesem Tag selbst beim Turnier, um seinen guten Freund Owen Bates anzufeuern. Hinter der Bühne verfolgte er die Übertragung im Fernsehen, als ihm etwas auffiel. „Ich war an dem Tag dort, weil Owen Bates spielen musste, und wollte ihn sehen. Alle saßen in einem Raum hinter der Bühne, und ich saß direkt vor dem Fernseher. Ich dachte: Das sind doch meine Darts“, erzählte Crabtree lachend.
„Meine Darts waren da, ich aber nicht“
Wenig später bestätigte sich Crabtrees Vermutung. In den sozialen Medien sprachen die Fans über Munyuas Sieg und das Material, mit dem der Kenianer spielte.
„Dann schaute ich auf Twitter nach, und alle sprachen darüber, dass er gewonnen und meine Darts benutzt hatte. Meine Darts waren also auf der Bühne, ich selbst aber nicht. Das ist natürlich nicht ideal, aber ich fand es ziemlich lustig.“
Die Geschichte nahm eine weitere überraschende Wendung. Crabtree registrierte einen deutlichen Anstieg seiner Followerzahl aus Afrika und erhielt zahlreiche persönliche Dankesnachrichten. „Auf einmal hatte ich sehr viele afrikanische Follower, und sie schickten mir alle Nachrichten. Sie schrieben Dinge wie: ‚Danke, dass du unserem Bruder deine Darts überlassen hast. David ist jetzt das Licht Afrikas in der Dartswelt, und du hast ihm geholfen. Also vielen Dank.‘“
Besonders amüsierte den Engländer, dass er mit dem Kauf überhaupt nichts zu tun hatte. „Ich fand es ziemlich lustig, denn ich hatte gar nichts gemacht. Er hatte die Darts einfach selbst gekauft. Es war ja nicht so, als hätte ich sie ihm geschenkt oder so. Aber all diese Leute waren mir unglaublich dankbar. Das war natürlich sehr nett und zugleich ziemlich komisch“, schloss Crabtree.