Baltic Sea Darts Open: Max Hopp unterliegt bei Euro-Tour-Comeback in Kiel – Ryan Joyce begeistert mit 150er-Kunststück samt 3x Bullseye
PDC
Die Baltic Sea Darts Open 2026 wurden am Freitagnachmittag in der Kieler Merkur Ostseehalle eröffnet. Aus deutscher Sicht verlief der Auftakt in der ersten von insgesamt zwei Erstrundensessions dabei durchwachsen: Während Jason Riedtke bei seinem European-Tour-Debüt einen kämpferischen Eindruck hinterließ und Max Hopp bei seiner Rückkehr auf die große Bühne mit einzelnen Highlights überzeugte, schafften weder die beiden Deutschen noch Landsmann Daniel Klose den Sprung in die zweite Runde.
Für das größte Highlight der Session sorgte dahingegen Ryan Joyce. Der Engländer zog nicht nur mit einem 6:3-Erfolg gegen Christian Kist in Runde zwei ein, sondern begeisterte die Zuschauer auch mit einem der spektakulärsten Finishes des Dartsports. Bei 150 Restpunkten versenkte „Relentless“ alle drei Darts im Bullseye und sorgte damit für einen der seltensten Checkouts überhaupt.
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Riedtke feiert Euro-Tour-Debüt
Den Auftakt des Nachmittags machte Ricky Evans, der sich souverän mit 6:1 gegen Teemu Harju durchsetzte. Zwar gelang dem Finnen zwischenzeitlich ein starker 11-Darter, doch Rapid Ricky ließ sich davon nicht beeindrucken und sicherte sich das erste Ticket für die zweite Runde.
Anschließend feierte Jason Riedtke sein Debüt auf der European Tour. Der Berliner verlangte Karel Sedlacek alles ab, glich nach einem späten Re-Break sogar zum 5:5 aus und erzwang einen Decider. Dort behielt jedoch der erfahrene Tscheche die Nerven und setzte sich mit 6:5 durch.
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Im dritten Match der Session bezwang Ryan Joyce den Niederländer Christian Kist mit 6:3, ehe Jimmy van Schie bei seinem European-Tour-Debüt für einen echten Paukenschlag sorgte. Der amtierende WDF-Weltmeister ließ Ian White beim 6:0 keine Chance, spielte eine Doppelquote von 100 Prozent und glänzte unter anderem mit einem 126er-Bullfinish.
Aus deutscher Sicht richteten sich die Hoffnungen danach auf Daniel Klose. Gegen den formstarken Krzysztof Ratajski geriet der Deutsche jedoch früh deutlich ins Hintertreffen. Zwar verkürzte Klose nach einem 114er-Finish noch einmal auf 3:5, doch der Pole brachte seinen 6:3-Erfolg letztlich sicher über die Ziellinie.
Für eine weitere bemerkenswerte Geschichte sorgte Dimitri Van den Bergh. Der Belgier feierte gegen Alan Soutar seinen ersten Sieg auf der European Tour seit April 2025 und setzte sich nach zwischenzeitlichem Rückstand mit 6:2 durch.
Hopp zurück auf der Euro-Tour-Bühne
Besonders gespannt blickten die deutschen Fans anschließend auf Max Hopp, der erstmals seit einem Jahr wieder auf der European Tour antrat. Gegen WM-Überraschung Justin Hood geriet der Maximiser schnell mit 1:4 in Rückstand, kämpfte sich mit einem starken 122er-Finish und mehreren Breaks jedoch zurück ins Match. Hood ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und machte seinen starken Auftritt schließlich mit einem 127er-Finish zum 6:4-Erfolg perfekt.
Unterlag am Freitagnachmittag trotz einzelner Highlights einem Weltklasse-Hood: Der „Maximiser“ Max Hopp
Das letzte Ticket der Nachmittagssession sicherte sich Andrew Gilding. Der jüngste Players-Championship-Sieger profitierte von zahlreichen vergebenen Doppeln seines Gegners Jeffrey de Zwaan und setzte sich mit 6:4 durch.
Damit stehen Ricky Evans, Karel Sedlacek, Ryan Joyce, Jimmy van Schie, Krzysztof Ratajski, Dimitri Van den Bergh, Justin Hood und Andrew Gilding in der zweiten Runde der Baltic Sea Darts Open 2026. Am Abend wird die erste Runde in Kiel mit weiteren acht Partien komplettiert, ehe am Samstag die gesetzten Spieler in das Turnier eingreifen.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










