„Das hätte ich sofort unterschrieben“ – Fallon Sherrock blickt trotz Finaldrama optimistisch nach vorn
PDC
Fallon Sherrock hat ihren zweiten Titel beim Women's World Matchplay nur hauchdünn verpasst. Die Engländerin stand am Sonntag zum dritten Mal in Folge im Finale in Blackpool, musste sich dort jedoch Beau Greaves nach einem dramatischen Entscheidungsleg mit 5:6 geschlagen geben. Trotz der bitteren Niederlage überwog bei Sherrock nach dem Endspiel die Zufriedenheit über ihre eigene Leistung.
Für Greaves war es bereits der dritte Titelgewinn in den Winter Gardens. Damit baute sie ihren Rekord beim Women's World Matchplay weiter aus. Sherrock hingegen verlor zum zweiten Mal in Folge ein Finale in Blackpool erst im entscheidenden Leg. „Ich nehme hier definitiv die positiven Aspekte mit“, sagte sie nach der Partie. „Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass ich das Finale erreiche, hätte ich sofort unterschrieben.“
Sherrock kämpft sich bis ins Finale
Die Siegerin des Women's World Matchplay 2022 hatte auf dem Weg ins Endspiel einen starken Eindruck hinterlassen. Im Viertelfinale setzte sich Sherrock souverän mit 5:0 gegen Deta Hedman durch und ließ ihrer Gegnerin während der gesamten Partie keinen einzigen Dart auf ein Doppel.
Der Moment des Triumphs: Beau Greaves gewinnt das Women's World Matchplay 2026
Auch Titelverteidigerin Lisa Ashton konnte Sherrocks Lauf nicht stoppen. Die an Nummer drei gesetzte Engländerin gewann das Halbfinale deutlich mit 5:1 und vergab während der gesamten Begegnung lediglich drei Darts auf die Doppel. Damit zog sie zum dritten Mal in Folge ins Finale ein. Dort wartete mit Beau Greaves die Titelverteidigerin, die zuvor Kirsi Viinikainen mit 5:1 sowie Gemma Hayter mit 5:4 bezwungen hatte.
Im Endspiel erwischte Sherrock den besseren Start. Mit einem starken 87er-Finish nahm sie Greaves den Anwurf ab und ging mit 2:1 in Führung. Die Antwort der Titelverteidigerin ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Ein spektakuläres 120er-Finish brachte Greaves umgehend zurück ins Match. Als Sherrock im weiteren Verlauf mehrere Chancen auf die Doppel ungenutzt ließ, nutzte Greaves ihre Gelegenheit und zog auf 5:3 davon.
Doch Sherrock gab sich noch lange nicht geschlagen. Mit einem starken 11-Darter und einem anschließenden 70er-Finish kämpfte sie sich eindrucksvoll zum 5:5-Ausgleich zurück und erzwang damit ein entscheidendes elftes Leg.
Dort behielt Greaves schließlich die Nerven. Mit einem 15-Darter machte sie den 6:5-Erfolg perfekt und sicherte sich ihren dritten Titel beim Women's World Matchplay. Sherrock zeigte sich anschließend als faire Verliererin. „Beau hat den Sieg verdient. Sie war die bessere Spielerin, also alle Komplimente an sie.“
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Fokus liegt auf der Weltmeisterschaft
Auch wenn der zweite Titelgewinn in Blackpool denkbar knapp verpasst wurde, blickt Sherrock optimistisch auf die kommenden Monate. Die starke Vorstellung in den Winter Gardens soll der Auftakt für eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte sein.
„Hoffentlich ist das der Startschuss für meine Saison“, erklärte Sherrock. „Mein Hauptziel ist es, die WM zu erreichen. Wenn ich mein Spiel wieder auf Kurs bringe, weiß man nie. Vielleicht kann ich erneut eine gute Serie starten.“
GREAVES SEALS THE HAT-TRICK! 🏆
— PDC Darts (@OfficialPDC) July 26, 2026
Beau Greaves wins her third Women's World Matchplay title!
The 22-year-old wins a deciding-leg thriller against Fallon Sherrock to triumph at the Winter Gardens!
📺 https://t.co/YyBPPwoMK8#WomensMatchplay pic.twitter.com/hP40qEXCQZ

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








