„Das ist der Bereich, in dem ich mich verbessern muss“ – Niels Zonneveld reagiert überrascht auf starke Doppelquote

PDC
durch Nic Gayer
Niels Zonneveld (1)
Niels Zonneveld hat bei der Dutch Darts Championship 2026 in Maastricht einen überzeugenden Auftakt hingelegt. Der Niederländer setzte sich am Freitagabend in einem hart umkämpften Duell mit 6:4 gegen den Belgier Mike De Decker durch und sicherte sich damit seinen Platz in der zweiten Runde. Besonders in den entscheidenden Phasen der Begegnung bewies Zonneveld seine Klasse: Mit starken Scores und bemerkenswerter Präzision auf die Doppelfelder behielt er in den wichtigen Momenten die Oberhand.
Im anschließenden Interview mit Viaplay zeigte sich Zonneveld entsprechend zufrieden, betonte allerdings, wie eng die Partie tatsächlich gewesen sei. Aus seiner Sicht gaben letztlich nur Nuancen den Ausschlag. „Ich denke, es waren ganz kleine Dinge. Vielleicht ein paar gute Aufnahmen in der Schlussphase. Wie du sagst, es war wirklich sehr ausgeglichen. Bei manchen Aufnahmen am Ende war ich vielleicht etwas besser, sodass ich früher checken konnte.“

Vier 180er in entscheidenden Momenten – Zonneveld beweist seine Scoring-Qualitäten

Wie gefährlich Zonneveld insbesondere in den entscheidenden Situationen sein kann, stellte er beim Zwischenstand von 3:3 eindrucksvoll unter Beweis. Gleich zwei 180er ebneten ihm den Weg zu einem starken 12-Darter. Auch im letzten Leg ließ der Niederländer seine Scoring-Stärke aufblitzen, erzielte erneut zwei Maximums und brachte seinen 6:4-Erfolg damit unter Dach und Fach.
Niels Zonneveld jubelt.
Niels Zonneveld überzeugt bei der Dutch Darts Championship in Maastricht mit starkem Scoring und einer Doppelquote von 75 Prozent beim 6:4-Sieg gegen Mike De Decker.
Dass er zu solchen Leistungen fähig ist, überrascht Zonneveld selbst nicht. Vielmehr freut er sich darüber, sein vorhandenes Potenzial inzwischen auch unter Wettkampfbedingungen zuverlässig abrufen zu können. „Im Moment weiß ich einfach, dass ich das kann“, erklärte er selbstbewusst. „Ich bin sehr froh, dass es jetzt auch im Spiel klappt, denn im Training gelingt mir das sehr oft. Das bin ich von mir selbst nicht gewohnt.“
Interessanterweise scheint Zonneveld gerade unter Turnierbedingungen regelmäßig über sich hinauszuwachsen. Während viele Profis Schwierigkeiten haben, ihre Trainingsleistungen auf die Bühne zu übertragen, erlebt der Niederländer nach eigener Aussage häufig das genaue Gegenteil. „Normalerweise kann ich auf der Bühne zehn Punkte auf meinen Trainingsschnitt drauflegen, wenn ich zu einem Turnier fahre. Im Training bin ich also meist schlechter als auf der Bühne – anders als andere Spieler.“

75 Prozent auf die Doppel: Zonneveld überrascht von eigener Treffsicherheit

Trotz seines derzeitigen Selbstvertrauens ging Zonneveld keineswegs völlig entspannt in die Begegnung mit De Decker. Insbesondere die Atmosphäre vor heimischem Publikum sorgte beim Niederländer für eine gewisse Anspannung. „Ich wusste, dass es drin war. Wegen des Publikums war ich aber ein bisschen nervös. Man will einfach weiterkommen, und das ist mir jetzt gelungen. Darüber bin ich sehr froh.“
Neben seinen starken Scores lieferte Zonneveld auch auf die Doppelfelder eine nahezu makellose Vorstellung ab. Von insgesamt acht Versuchen auf die Doppel verwandelte er sechs und erreichte damit eine herausragende Checkout-Quote von 75 Prozent. Wie außergewöhnlich dieser Wert war, wurde dem Niederländer allerdings erst im Interview nach der Partie bewusst.
„Das war mir gar nicht bewusst. Das erfahre ich jetzt von dir. Darüber bin ich natürlich sehr froh“, reagierte Zonneveld überrascht. Gleichzeitig weiß er, dass ausgerechnet die Doppel in der Vergangenheit nicht immer zu seinen größten Stärken zählten. „Das ist meiner Meinung nach auch der Bereich, in dem ich mich verbessern muss. Es gibt Spiele, in denen ich auf die Doppelfelder wirklich gut bin, aber in anderen lasse ich dort Punkte liegen.“
Für den weiteren Verlauf seiner Entwicklung sieht Zonneveld deshalb vor allem bei den Finishes noch Verbesserungspotenzial. An seiner Fähigkeit, mit hohen Aufnahmen Druck auf die Konkurrenz auszuüben, hegt er dagegen kaum Zweifel. „Beim Scoring kann ich mit der Weltspitze mithalten. Und heute treffe ich offenbar auch meine Doppelfelder. Das bestätigt die Arbeit, die man investiert.“
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