„Er hat ein Vermögen verdient. Er muss nicht mehr spielen“ - Peter Wright wird nach weiterem Tiefpunkt geraten, eine Pause vom Dartsport einzulegen
PDCDie sportliche Talfahrt von Peter Wright setzt sich fort. Bei Players Championship 6 kassierte der Schotte am Mittwoch in der zweiten Runde eine deutliche 0:6-Niederlage gegen Landsmann David Sharp. Mit einem Average von 70,77 spielte „Snakebite“ eines der schwächsten Matches seiner gesamten Profikarriere.
Es ist der nächste Rückschlag in einer bislang enttäuschenden Saison. Auf der Pro Tour scheiterte Wright bei den bisherigen Floor-Turnieren bereits viermal in der ersten Runde. Für die ersten beiden Events der European Tour konnte er sich nicht einmal qualifizieren.
Mason bringt Pause ins Spiel
Ex-Profi Chris Mason beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Für ihn stellt sich die Frage, ob ein vorübergehender Rückzug helfen könnte. „Peter Wright muss im Training noch immer ein gewisses Niveau erreichen, sonst würde man sich das nicht antun“, sagte Mason. „Er hat ein Vermögen verdient. Er muss nicht mehr spielen, das sei vorweg gesagt.“

Zählt zu den größten Sorgenkindern des PDC-Circuits: Peter „Snakebite“ Wright
Mason zollt Wright Respekt für dessen Durchhaltewillen, zweifelt jedoch am aktuellen Ansatz. „Alle Achtung vor ihm, viele Spieler hätten längst gesagt: ‚Weißt du was, ich nehme mir etwas Zeit für mich.‘ Vielleicht ist das die Lösung. Einfach ein paar Wochen auf Kreuzfahrt gehen, alles loslassen und danach neu anfangen.“
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Wright selbst denkt nicht ans Aufhören. Die aktuelle Nummer 33 der Welt kennt seine Probleme, glaubt aber, dass die geringere Aufmerksamkeit auch Vorteile mit sich bringt.
„Ich spiele das ganze Jahr schon schlecht“, erklärte Wright im Vorlauf der Darts WM 2026 gegenüber The Sun. „Alle Augen sind auf die zwei Lukes und auf Gezzy gerichtet, das ist in Ordnung. Ich bin überrascht, dass überhaupt jemand mit Wrighty sprechen will.“
Hoffnung unter dem Radar
Die veränderte Wahrnehmung sieht er als Chance. „Eigentlich gefällt mir das sogar. Weil ich nicht liefere, sehen die großen Namen mich nicht mehr wirklich als Gefahr. Vielleicht kann ich unter dem Radar bleiben und ein paar überraschen.“
Dennoch belasten ihn die Leistungen. „Ich fühle mich schlecht für meine Fans, so wie ich gespielt habe. Das ist vielen nicht immer bewusst. Im Training spiele ich fantastisch, aber auf der Bühne kommt es nicht raus.“
Ein grundlegendes Problem erkennt Wright bislang nicht. „Wenn ich im Training auch schlecht spielen würde, dann würde ich vielleicht denken: Lass es langsam ausklingen. Aber das ist nicht der Fall.“
Fest steht: Die Diskrepanz zwischen Trainingsform und Bühnenleistung bleibt das zentrale Rätsel. Und solange sich daran nichts ändert, werden die Sorgen um Peter Wright weiter wachsen.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026







