Nathan Aspinall traut sich beim
World Grand Prix in Leicester den Titel zu. Der 35-jährige Engländer steht im Viertelfinale und sieht seine Ruhe in den Schlüsselmomenten als größte Stärke. Am Freitagabend trifft er auf Ryan Joyce.
Zum Auftakt musste Aspinall gegen Kevin Doets zittern. Der Niederländer vergab drei Matchdarts, „The Asp“ nutzte die Gelegenheit und drehte die Partie. In Runde zwei bezwang er Luke Woodhouse in drei Sätzen.
Aspinall bleibt in den großen Momenten gelassen
„Ich habe sehr hart daran gearbeitet, in den wichtigen Momenten ruhig zu bleiben“, erklärte Aspinall
im Gespräch mit pdc.tv. „Am Montagabend hat sich das ausgezahlt. Deshalb wollte ich gegen Luke dort weitermachen, wo ich in Runde eins aufgehört hatte. Mein Double-In war gegen Luke auch deutlich besser.“
Nathan Aspinall erreichte das Viertelfinale des World Grand Prix mit Siegen über Kevin Doets und Luke Woodhouse
Auch mit seinem Scoring zeigte sich der Engländer zufrieden. „Ich habe so viele 180er geworfen und insgesamt fand ich es ein großartiges Match“, sagte er. Während der Partie bemerkte Aspinall außerdem, dass Woodhouse zunehmend mit sich haderte. „Luke ist ein Spieler, der fantastisch darten kann, aber er kann sich auch ziemlich runterziehen. In bestimmten Momenten habe ich gesehen, dass es in seinem Kopf zu arbeiten begann.“
Erstes TV-Viertelfinale 2026
Für Aspinall ist es das erste Viertelfinale bei einem TV-Turnier in diesem Jahr. Sowohl beim World Matchplay im Juli als auch zuletzt bei den World Series of Darts Finals stoppte ihn Luke Littler. Auch in Leicester deutete vieles auf ein weiteres Duell mit der Nummer eins der Welt hin. Woodhouse warf Littler jedoch bereits in Runde eins raus und sorgte für eine Überraschung. Aspinall will die entstandene Lücke im Tableau nun nutzen und jagt seinen dritten Ranglistentitel im TV.
„Wir sind alle hier, um zu gewinnen“, sagt der frühere Sieger der UK Open und des World Matchplay. „Ich weiß, dass ich so gut scoren kann wie jeder in diesem Sport. Darauf trainiere ich auch. Ich fokussiere mich auf das Scoring.“
Die größte Hürde sieht Aspinall im Umgang mit dem Druck. „Solange ich mit dem Druck klarkomme – und ich denke, in diesen zwei Matches habe ich in den großen Momenten bereits gezeigt, dass ich das kann – bin ich diese Woche sehr schwer zu schlagen.“ Auch an Selbstvertrauen mangelt es ihm nicht: „Wenn alles zusammenpasst, bin ich einer der besten Spieler der Welt. Jeder weiß das, aber man muss es beweisen. Hoffentlich kann ich diese Woche eine starke Serie hinlegen.“
Revanche-Gelüste
Zunächst muss Aspinall am Freitag an Joyce vorbei. „Relentless“ steht ebenfalls unter den letzten Acht und besitzt laut Aspinall eine wichtige Waffe für das Format mit Double-In und Double-Out. „Jetzt bekomme ich Joycey. Er ist auf Doppel 16 lächerlich gut, und ich muss stark spielen, denn er hat mich hier vor ein paar Jahren geschlagen.“
Aspinall hat die damalige Niederlage nicht vergessen. Mit einem Lächeln kündigte er an: „Also ist am Freitag Zeit für Revanche!“