Gary Anderson fehlt zum zweiten Mal in 20 Jahren beim Grand Slam of Darts: Der Schotte verzichtet auf das Qualifikationsturnier
PDC
Gary Anderson fehlt in diesem Jahr beim Grand Slam of Darts. Der zweimalige Weltmeister hat sich nicht direkt für das prestigeträchtige TV-Turnier qualifiziert und beschlossen, nicht am letzten Qualifikationsturnier teilzunehmen. Damit verpasst der 55-jährige Schotte den Grand Slam of Darts zum zweiten Mal in der Turniergeschichte.
Anderson gehörte über viele Jahre zum festen Teilnehmerfeld des Grand Slam of Darts. Der Schotte gab 2007 bei der ersten Ausgabe sein Debüt und fehlte seitdem nur einmal. Das war 2022. Nun kommt eine zweite Abwesenheit hinzu, nachdem seine Saisonergebnisse für eine direkte Qualifikation nicht ausreichten.
Der aktuelle Weltranglisten-14. hätte am Freitag in Leicester noch einen letzten Anlauf nehmen können. In der Mattioli Arena wurde das Qualifikationsturnier für PDC-Tour-Card-Inhaber ausgetragen, bei dem die verbleibenden Startplätze für den Grand Slam of Darts vergeben wurden.
Anderson hatte jedoch entschieden, nicht anzutreten. Der Schotte hat in der Vergangenheit mehrfach erklärt, dass er angesichts seines Status und seiner Erfolge nicht an einem letzten Qualifikationsturnier teilnehmen möchte, wenn er sich nicht direkt qualifiziert hat.
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Zwei verlorene Endspiele für Anderson
Auch wenn Anderson den Grand Slam of Darts noch nie gewinnen konnte, kann er auf eine beeindruckende Bilanz bei diesem Turnier zurückblicken. Der Schotte erreichte zweimal das Finale und stand zudem fünfmal im Halbfinale. Sein erstes Endspiel bestritt er 2011 gegen Phil Taylor. „The Power“ war damals deutlich überlegen und besiegte Anderson mit 16:4.
Sieben Jahre später erhielt Anderson eine neue Chance auf den Titel. 2018 traf er im Finale auf Gerwyn Price. Das Endspiel sorgte nicht nur wegen des Darts für große Aufmerksamkeit.

Gary Anderson fehlt in diesem Jahr beim Grand Slam of Darts
Der Waliser gewann schließlich mit 16:13. Für Aufsehen sorgten jedoch vor allem die Auseinandersetzungen der beiden Spieler auf der Bühne. Während des Spiels kam es zwischen Anderson und Price mehrfach zu hitzigen Momenten.
Das Verhalten von „The Iceman“ blieb nicht ohne Folgen. Price erhielt zunächst eine Geldstrafe von 21.500 Pfund, damals eine Rekordsumme im Dartsport. Nach einem Einspruch wurde die Strafe auf 11.500 Pfund reduziert.
Für Anderson blieb es bei seiner zweiten verlorenen Grand-Slam-Finale. Seitdem erreichte er das Finale des Turniers nicht mehr.
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Eine Million Pfund Preisgeld
Der Grand Slam of Darts findet in diesem Jahr vom 14. bis 22. November im WV Active Aldersley in Wolverhampton statt. 48 Spieler kämpfen um ein Gesamtpreisgeld von einer Million Pfund. Der Sieger erhält 200.000 Pfund und damit mehr als bei früheren Ausgaben.
Das Teilnehmerfeld setzt sich unter anderem aus Finalisten von TV-Turnieren, Siegern von PDC-ProTour-Events und Spielern zusammen, die sich über zusätzliche Qualifikationsturniere einen Startplatz gesichert haben.
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Teilnahme an den Players Championship Finals
Sein Fehlen beim Grand Slam of Darts bedeutet nicht, dass Anderson in diesem Monat gar nicht im Fernsehen zu sehen sein wird.
Der Schotte hat sich für die Players Championship Finals qualifiziert, die vom 27. bis 29. November im Butlin's Minehead Resort ausgetragen werden.
Für Anderson hat das Turnier außerdem einen praktischen Vorteil. Der ehemalige Weltmeister lebt in der englischen Grafschaft Somerset und kann während des Turniers in Minehead zu Hause übernachten.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026







