„Ich habe so viel Kampfgeist, Charakter und Eier gezeigt“ – Nathan Aspinall überglücklich nach dem Ende seiner Negativserie gegen Kevin Doets
PDCNathan Aspinall hat sich mit Mühe für die zweite Runde des World Grand Prix qualifiziert. Der Engländer lag gegen Kevin Doets zurück, kämpfte sich jedoch heran und drehte das Match schließlich mit 2:1 in Sätzen. Danach überwog bei „The Asp“ vor allem Erleichterung.
„Ich bin wirklich überglücklich“, sagte Aspinall bei der PDC. „Gegen Kevin zu spielen ist immer schwierig. Er schlägt mich ständig, und er sprach immer noch über Den Bosch. Ich wollte ihn so gern besiegen.“
Aspinall startete jedoch wenig überzeugend. Das besondere Double-in/Double-out-Format spielte dabei eine Rolle, während das Publikum in Leicester zunächst auffallend ruhig blieb. Nachdem Doets den ersten Satz gewonnen hatte, wusste Aspinall, dass er mental stark bleiben musste. „Als ich 0:1 zurücklag, war ich enttäuscht, weil ich fand, dass ich eigentlich ganz ordentlich spielte. Danach dachte ich nur: Jetzt nicht einbrechen.“
Was folgte, fand Aspinall typisch für seine Karriere. „Wenn man mich als Dartspieler in einem Match zusammenfassen müsste, dann war es dieses“, sagte er. „Ich habe so viel Kampfgeist, Charakter, Mut und Siegeswillen gezeigt. Ich habe niemals, wirklich niemals aufgegeben.“
„Ich kann nicht spielen, wenn es still ist“
Je länger die Partie lief, desto stärker mischte sich auch das Publikum ein. Genau so, wie es Aspinall liebt. „Ich kann nicht spielen, wenn es still ist. Deshalb tue ich mich auch auf der ProTour so schwer. Ich hasse diese Stille. Der erste Satz war sehr ruhig. Aber es ist Montagabend in Leicester, da kann man nicht erwarten, dass alle völlig ausrasten.“
Aspinall versuchte anschließend, die Halle selbst mitzunehmen. „Du spielst hier nicht nur für dich, sondern auch für die Leute, die ein Ticket gekauft haben. Ich will eine Show bieten. Als ich besser spielte, die Finishes traf und mehr Emotionen zeigte, kam das Publikum auch. Dafür zahlen die Leute.“
Vor allem seine Haltung in der Schlussphase stimmte ihn zufrieden. Aspinall betonte, dass er vor ein paar Jahren nach einem Schlüsselmoment wohl ausgelassen gesprungen wäre und dadurch die Konzentration verloren hätte. Dieses Mal blieb er ruhig und machte den Sack zu.
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Der Sieg fühlte sich zudem besonders gut an wegen seiner jüngsten Bilanz gegen Doets. „Kevin hatte sieben unserer letzten neun Spiele gewonnen. Deshalb habe ich das Ende so ausgelassen gefeiert. Nicht, weil ich in der nächsten Runde stehe, sondern weil diese Last gegen Kevin endlich von meinen Schultern ist.“
Aspinall gab zugleich ehrlich zu, dass Doets für ihn der bessere Spieler gewesen sei. „Er hätte gewinnen müssen. Er hat seine Chancen verpasst, und ich habe meine unter Druck genutzt.“ Nach einem emotionalen Abend will Aspinall nun erst einmal regenerieren. „Ich werde schön entspannen, morgen wahrscheinlich eine Runde Golf spielen und mich dann auf einen der Lukes vorbereiten.“
Mats Leering ist seit 2024 Co-Chefredakteur von Dartsnieuws.com, der niederländischen Schwesterwebsite von Dartsnews.de. Dort ist er für die tägliche redaktionelle Leitung, die Schlussredaktion und die Liveberichterstattung über internationale Dartturniere verantwortlich. Darüber hinaus veröffentlicht er Beiträge auf Dartsnews.de und bringt dort seine Erfahrung in der professionellen Dartsberichterstattung ein.
Innerhalb der Redaktion erstellt er Liveblogs und Spielberichte zu großen PDC-Veranstaltungen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Dabei verbindet er die Echtzeitberichterstattung mit Analysen des Spielverlaufs, relevanten Statistiken und historischen Hintergründen.
Seine Berichterstattung basiert auf offiziellen Turnierinformationen, Interviews und spezialisierten Datenquellen. Dadurch kann er Ergebnisse, Statistiken und Entwicklungen im professionellen Dartsport präzise einordnen.
Im Jahr 2018 schloss er seine Ausbildung zum Medienredakteur am Mediacollege Amsterdam ab. Seitdem ist er im Sportjournalismus tätig und konzentriert sich auf die schnelle und zuverlässige Berichterstattung über internationale Dartwettbewerbe.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









