„Jetzt eine schöne freie Woche“ – Luke Littler reagiert auf Grand-Prix-Aus und zollt Luke Woodhouse Respekt
PDCLuke Littler hat Luke Woodhouse zu dessen überraschendem Erfolg gratuliert und blickt nun einer „schönen freien Woche“ entgegen. Die Titelverteidigung des Engländers beim World Grand Prix 2026 endete bereits am Eröffnungsabend in Leicester.
Obwohl Littler den ersten Satz für sich entschieden hatte, musste sich der Titelverteidiger mit 1:2 geschlagen geben. Damit ereilte ihn an einem dramatischen Montagabend dasselbe Schicksal wie Michael van Gerwen. Woodhouse kämpfte sich nach dem verlorenen Auftaktsatz zurück, erzwang den Decider und vollendete die Überraschung mit einem 75er-Finish auf der Doppel-12. In der zweiten Runde trifft er nun auf Nathan Aspinall.
Littler gratuliert Woodhouse: „Luke hat seine Chance genutzt“
Dabei erreichte keiner der beiden Spieler konstant sein bestes Niveau. Littler beendete die Partie mit einem Average von 82,41 Punkten und lag damit knapp hinter Woodhouse, der auf 82,51 Punkte kam. Während Littler aus seinem frühen Vorsprung kein Kapital schlagen konnte, steckte sein Herausforderer die vergebenen Möglichkeiten aus dem ersten Satz erfolgreich weg.
Luke Littlers Titelverteidigung beim World Grand Prix endet bereits in der ersten Runde gegen Luke Woodhouse.
Kurz nach seinem Ausscheiden meldete sich Littler in seiner Instagram-Story zu Wort. Dort markierte er Woodhouse, zollte seinem Gegner Anerkennung und wünschte ihm für den weiteren Turnierverlauf alles Gute. „Gut gespielt, @lukewoody180, war ein gutes Match, schön, dabei gewesen zu sein“, schrieb Littler. „Beide getroffen, beide verpasst, aber Luke hat seine Chance genutzt.“
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Anschließend fügte der Titelverteidiger hinzu: „Jetzt eine schöne freie Woche, alles Gute an Luke für den Rest des Turniers.“
Für Littler ist es bereits die zweite Turnierniederlage in Folge. Zuvor war er bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam an Jonny Clayton gescheitert. In Leicester platzte nun auch der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung – und das nach einem Auftaktsatz, in dem sich Woodhouse angesichts seiner ausgelassenen Möglichkeiten noch mächtig geärgert hatte.
Woodhouse verwandelt Frust in einen Paukenschlag zum Auftakt
Nach seinem Coup räumte Woodhouse ein, dass Littler ihm trotz des zwischenzeitlichen Rückstands die Tür offengelassen habe. „Ich hatte Chancen, den ersten Satz in ein Entscheidungsleg zu bringen, und als ich das nicht geschafft habe, war ich stinksauer auf mich“, sagte er im Rahmen der Pressekonferenz unter anderem gegenüber Dartsnews. „Ich bin überglücklich, jemanden wie Luke auf einer Hauptbühne zu schlagen.“
Auf die Bedeutung seines Erfolgs gegen Littler angesprochen, verwies Woodhouse umgehend auf die besonderen Tücken des kurzen Double-Start-Formats. Den Gedanken an den ganz großen Triumph in Leicester verlor er dennoch nicht aus den Augen.
„Turniere zu gewinnen ist für mich das Größte. Ich bin hier, um Turniere zu gewinnen.“
Die nächste Gelegenheit, seinem großen Ziel einen Schritt näherzukommen, bietet sich Woodhouse am Mittwoch gegen Aspinall. Durch Littlers Ausscheiden befindet sich der Titelverteidiger nicht mehr in diesem Ast der Auslosung. Zudem ist mit Michael van Gerwen bereits ein weiterer großer Name aus dem Turnier ausgeschieden: Ryan Joyce bezwang den sechsmaligen World-Grand-Prix-Champion nach einem Comeback, sodass auch der Niederländer vor Beginn der zweiten Hälfte der ersten Runde am Dienstag nicht mehr im Teilnehmerfeld steht.

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








