Titelverteidigung geplatzt: Schwacher Luke Littler verliert Auftaktduell beim World Grand Prix 2026 – Niko Springer ebenfalls früh ausgeschieden

PDC
Dienstag, 29 September 2026 um 1:20
Luke Littler
Die erste Runde des World Grand Prix in Leicester hat gleich mehrere hochkarätige Opfer gefordert. Titelverteidiger Luke Littler musste sich überraschend Luke Woodhouse mit 1:2 nach Sätzen geschlagen geben. Auch Michael van Gerwen erwischte einen rabenschwarzen Abend und schied gegen Ryan Joyce aus. Gerwyn Price hingegen präsentierte sich in beeindruckender Form und zog souverän in die zweite Runde ein.
Auch Niko Springer musste sich zum Auftakt geschlagen geben. Der Deutsche kämpfte sich gegen Danny Noppert nach einem zwischenzeitlichen Rückstand eindrucksvoll in einen entscheidenden dritten Satz zurück, konnte dort jedoch nicht mehr nachlegen. Noppert gewann den Decider klar und verhinderte damit eine erfolgreiche zweite World-Grand-Prix-Teilnahme des Mainzers.

Woodhouse schockt Titelverteidiger Littler

Für Littler endete die Titelverteidigung bereits nach seinem Auftaktmatch. Der Weltmeister fand über weite Strecken nicht zu seinem gewohnten Niveau und ließ Woodhouse die Chance auf einen der größten Erfolge seiner Karriere.
Luke Woodhouse & Luke Littler
Nach dem Sieg in Leicester liegt Woodhouse im direkten Vergleich mit Littler mit 2:1 vorne
Dabei verlief der Auftaktsatz zunächst zugunsten von Littler. Woodhouse hatte sich mit einem starken 13-Darter zwischenzeitlich zurückgekämpft, vergab jedoch in der entscheidenden Phase mehrere Chancen auf die Doppel. Fehlwürfe auf die Doppel 20, Doppel 10 und Doppel 5 bestraften ihn umgehend. Littler nutzte die Einladung, schnappte sich das Break und gewann den Satz mit 3:1.
Woodhouse zeigte jedoch eine starke Reaktion. Im zweiten Satz brachte er konsequent seine Anwurflegs nach Hause und glich durch einen Treffer in die Doppel 16 im Decider zum 1:1 nach Sätzen aus.
Zu Beginn des dritten Satzes setzte der Engländer direkt das nächste Ausrufezeichen. Mit einem 60er-Checkout nahm er Littler sofort das Anwurfleg ab. Der Weltranglistenerste erhielt anschließend mehrere Gelegenheiten zum direkten Re-Break, verfehlte jedoch erneut wichtige Doppel. Woodhouse nutzte die Schwächephase seines Gegners konsequent aus und rückte bis auf ein Leg an die Sensation heran.
Littler stemmte sich noch einmal gegen das Aus und verkürzte mit einem sehenswerten 98er-Checkout. Wenig später sorgte Woodhouse jedoch für die Entscheidung. Ein 75er-Finish über die Doppel 12 besiegelte den 2:1-Erfolg und einen der bedeutendsten Siege seiner Laufbahn. Beide Akteure bewegten sich statistisch nahezu auf Augenhöhe. Woodhouse spielte einen Average von 82,51 Punkten, Littler kam auf 82,41 Zähler. Für den Weltmeister war es bereits die zweite frühe Enttäuschung innerhalb kurzer Zeit nach seinem Aus bei den World Series Finals.

Van Gerwen folgt Littler aus dem Turnier

Auch Michael van Gerwen konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Der Niederländer gewann zwar den ersten Satz gegen Ryan Joyce im Entscheidungsleg, obwohl sein Gegner mit Checkouts von 92 und 110 Punkten immer wieder Druck ausübte.
Im weiteren Verlauf machte sich jedoch Van Gerwens größte Schwäche des Abends bemerkbar: die Chancenverwertung auf die Doppel. Joyce eröffnete den zweiten Satz mit einem starken 118er-Finish. Zwar gelang Van Gerwen noch einmal der Ausgleich, doch der Engländer sicherte sich die nächsten beiden Legs und erzwang damit den Entscheidungssatz.
Dort setzte Joyce sein Momentum fort und breakte direkt zum Auftakt. Van Gerwen antwortete zwar umgehend mit dem Re-Break, ließ anschließend aber erneut wichtige Chancen liegen. Besonders schmerzhaft waren zwei verfehlte Darts auf die Doppel 8, die Joyce mit einem 65er-Checkout über die Doppel 18 konsequent bestrafte.
Als Van Gerwen später das Bullseye für ein mögliches 86er-Finish nur knapp verfehlte, schlug Joyce endgültig zu. Mit einem Treffer in die Doppel 9 vollendete er sein Comeback und gewann mit 2:1 nach Sätzen. Van Gerwen brachte lediglich vier seiner 22 Doppelversuche ins Ziel und verabschiedete sich mit einem Average von 87,10 Punkten aus dem Turnier. Joyce reichten 85,21 Punkte im Schnitt für den Einzug in Runde zwei. Dort trifft er auf Danny Noppert, während Woodhouse gegen Nathan Aspinall antritt.

Price marschiert souverän weiter

Gerwyn Price unterstrich eindrucksvoll seine Ambitionen auf den Titel. Der Waliser spielte den höchsten Average des Abends und bezwang Sebastian Bialecki klar mit 2:0.
Price startete mit einem 12-Darter und einem 104er-Checkout in die Partie. Im zweiten Satz setzte er seine dominante Vorstellung fort und checkte gleich zweimal 120 Punkte. Selbst drei verpasste Darts auf ein Startdoppel brachten ihn nicht aus dem Konzept. Stattdessen antwortete er mit Aufnahmen von 160 und 180 Punkten und kontrollierte das Match bis zum Schluss.
In der zweiten Runde kommt es nun zum Wiedersehen mit Ross Smith. Der World-Series-Champion musste deutlich härter arbeiten, um Cameron Menzies niederzuringen. Menzies gewann den ersten Satz ohne Legverlust und glänzte unter anderem mit einem 158er-Finish.
Smith kämpfte sich jedoch zurück, überstand zwei Matchdarts seines Gegners im zweiten Satz und erzwang den Decider. Dort zeigte der Engländer seine Klasse mit Legs in 13 und 12 Darts. Nachdem Menzies drei weitere Chancen auf das Überleben im Match ungenutzt ließ, verwandelte Smith schließlich die Doppel 20 zum 2:1-Erfolg. Sein Average von 99,54 Punkten bestätigte die starke Form der vergangenen Wochen.
Nathan Aspinall und Jonny Clayton benötigten ebenfalls die volle Distanz, um ihre Auftaktaufgaben zu lösen. Wessel Nijman setzte sich mit 2:0 gegen Rob Cross durch, während Danny Noppert einen umkämpften 2:1-Sieg gegen Niko Springer feierte und damit das Zweitrundenduell mit Ryan Joyce perfekt machte. Insgesamt bot der Auftaktabend in Leicester alles, was den World Grand Prix auszeichnet: Dramatik, Überraschungen und mehrere spektakuläre Wendungen.
Klatscht 6Besucher 3
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare

Loading