„Ich möchte meiner Tochter eine gute Zukunft bieten“ – Junger Vater erhält einzigartige Chance, gegen Luke Littler 501.000 Pfund zu gewinnen

PDC
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Für Zac Griffiths steht am Freitagabend weit mehr auf dem Spiel als nur ein Sieg gegen Luke Littler. Der 25-jährige Engländer gehört zu den 24 Teilnehmern des Netflix-Events „Beat Luke Littler“, bei dem ein Hauptpreis von stolzen 501.000 Pfund winkt. Griffiths hofft, mit diesem Geld vor allem die Zukunft seiner kleinen Tochter absichern zu können.
Am Freitag, dem 30.10., erhält Griffiths im Manchester Central Convention Complex die Chance, gegen den zweifachen Weltmeister anzutreten. Das Konzept ist einfach: Jeder Teilnehmer spielt ein Leg über 501 Punkte gegen Littler. Wer das englische Dartstalent besiegt, gewinnt 501.000 Pfund. In diesem Moment ist das Event sofort beendet.
Für Griffiths aus Hereford würde der Gewinn des Hauptpreises sein Leben grundlegend verändern. Der Engländer ist Vater der 20 Monate alten Raya und sieht das Preisgeld vor allem als Möglichkeit, ihr eine sorgenfreie Zukunft zu ermöglichen. „Mein wichtigstes Ziel ist, meiner Tochter eine gute Zukunft bieten zu können. Wenn ich das am Freitag schaffe, wäre das eine großartige Leistung.“
Auch seine Familie könnte laut Griffiths von einem möglichen Sieg profitieren. „Ich würde sehr gern den Rest meines Lebens ohne Hypothek verbringen. Außerdem möchte ich den Menschen in meinem Umfeld etwas zurückgeben, etwa meiner Mutter, meinem Stiefvater und meinem Bruder. Sie alle haben mir geholfen, dorthin zu kommen, wo ich heute stehe.“
Seine Tochter kann noch kaum verstehen, was ihrem Vater am Freitag bevorsteht. „Meine Tochter ist erst 20 Monate alt und versteht deshalb noch nicht genau, was los ist“, erzählt Griffiths der BBC. Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: „Ich bin sicher, wenn sie schon etwas sagen könnte, würde sie sich auch wünschen, dass Papa etwas mehr Geld auf dem Konto hat.“

Griffiths traf bereits früher auf Littler

Obwohl Griffiths als Amateur am Event teilnimmt, ist er in der Dartswelt kein Unbekannter. 2023 traf er auf der PDC Development Tour bereits einmal auf Littler. Damals verlor er mit 2:4, konnte dem späteren Weltmeister aber durchaus Paroli bieten. „Ich verlor mit 2:4, aber es stand zwischenzeitlich 2:2. Ich glaube, ich ging sogar mit 1:0 in Führung. Eigentlich müssen wir also nur daran anknüpfen“, erinnert er sich an die Begegnung.
Griffiths ist sich bewusst, dass Littler sich seitdem enorm weiterentwickelt hat, weist aber darauf hin, dass auch er selbst nicht stehen geblieben ist. „Natürlich war Luke damals ein ganz anderer Spieler, aber das galt auch für mich.“ An Selbstvertrauen mangelt es dem Engländer jedenfalls nicht. „Ich glaube an meine Chancen, genau wie zweifellos auch die anderen 23 Teilnehmer.“
Die Vorbereitung auf das Event verlief allerdings nicht ideal. Griffiths arbeitet Vollzeit als Elektroingenieur und hat außerdem eine kleine Tochter. Deshalb konnte er weniger Zeit am Dartboard verbringen, als er sich gewünscht hätte.
„Ich spiele schon so lange Darts, dass es meiner Meinung nach vor allem auf natürliches Talent und Muskelgedächtnis ankommt“, erklärt er. In den vergangenen Wochen versuchte er dennoch, sein Trainingspensum zu erhöhen. „Ich habe in den letzten Wochen auf jeden Fall versucht, zusätzliche Stunden am Dartboard zu verbringen und mich ganz auf dieses Spiel zu konzentrieren.“

Der Druck auf der großen Bühne wird zum entscheidenden Faktor

Griffiths weiß, dass ihn am Freitag eine besondere Herausforderung erwartet. Er muss nicht nur Littler besiegen, sondern auch mit dem Druck einer großen Bühne und den Fernsehkameras umgehen. Für den zweifachen Weltmeister ist das inzwischen vertrautes Terrain, für seinen Herausforderer wird es eine neue Erfahrung.
„Das wird etwas völlig Neues für mich sein, etwas, das ich noch nie erlebt habe. Luke kennt das natürlich“, räumt Griffiths ein. „Hoffentlich können wir den Druck in Konzentration umwandeln und ein gutes Ergebnis erzielen.“
Trotzdem versucht er, sich nicht zu sehr mit den möglichen Folgen eines Sieges zu beschäftigen. Da nur ein Leg gespielt wird, kann ein starker Start bereits ausreichen, um Littler in Schwierigkeiten zu bringen. Laut Griffiths wird es letztlich vor allem darauf ankommen, den richtigen Moment zu nutzen.
„An so einem Abend muss einfach alles zusammenpassen. Wenn es dein Moment ist, dann ist es dein Moment“, sagt er. „Wenn es passieren soll, dann passiert es.“
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