„Ich war eigentlich ziemlich ängstlich“ – Zonneveld überwindet seine Format-Sorgen und schlägt Josh Rock beim World Grand Prix

PDC
Niels Zonneveld (1)
Niels Zonneveld hat bei seinem Debüt beim World Grand Prix in Leicester für die erste Überraschung gesorgt. Der Niederländer schlug in Runde eins Josh Rock, die Nummer sieben der Weltrangliste, mit 2:1. Nach dem Match überwog bei ihm die Erleichterung. Zugleich betonte er, dass er den Sieg verdient hatte.
Zonneveld ging mit viel Selbstvertrauen in seinen ersten Auftritt bei dem besonderen Double-In-Double-Out-Turnier. Dieses Gefühl hatte er sich in der Vorbereitung auf das Duell mit Rock erarbeitet.

„Ich hatte großes Vertrauen in mein Spiel“

„Es war wirklich hart, aber ich fühlte mich von Anfang bis Ende gut“, sagte Zonneveld im Anschluss bei DartsNews.de. „Ich hatte großes Vertrauen in mein Spiel. Vor allem beim Einwerfen lief es sehr gut. Aber dann spielst du natürlich gegen Josh Rock, die Nummer sieben der Welt. Er ist ein großartiger Spieler.“
Im Verlauf der Partie hatte Zonneveld trotzdem das Gefühl, die Oberhand zu besitzen. „Am Ende denke ich, dass ich den Sieg verdient habe. Nur hat er es mir mit dem 151er-Finish noch unglaublich schwer gemacht.“
Rock checkte die 151 in einem Moment, in dem Zonneveld dem Sieg schon nahe war. Sofort kehrten beim Niederländer die Erinnerungen an eine frühere, schmerzhafte Niederlage zurück. „Als die 151 fiel, dachte ich: bitte, nicht wieder. Ich spielte gut und fand, dass ich heute der bessere Spieler war. Deshalb war es am Ende vor allem eine riesige Erleichterung, dass ich ihn doch noch über die Ziellinie gebracht habe.“
Den Erfolg zählt Zonneveld zu den größten seiner Laufbahn. „Auf jeden Fall, das ist definitiv eines davon. Neben der WM ist das, gerade mit Blick auf die Rangliste, wohl der größte Sieg meiner Karriere.“
Der Niederländer spielt ohnehin eine starke Saison. Zweimal erreichte er in diesem Jahr die Halbfinals auf der European Tour, auch auf der Pro Tour stand er unter den letzten Vier. Dennoch ließen seine Ergebnisse zwischenzeitlich nach, und dafür gab es einen besonderen Grund. „Am Anfang des Jahres lief es sehr gut. Im April oder Mai bekam ich zum ersten Mal eine Tochter. Danach ging meine Form etwas runter, weil ich nicht mehr so viel Zeit investierte wie zuvor. Aber jetzt habe ich das Gefühl, dass es immer besser und besser wird. Das ist das Wichtigste, gerade mit der WM, die in zweieinhalb bis drei Monaten auf uns wartet.“
Vor seinem Debüt in Leicester machte Zonneveld vor allem das Format nervös. Deshalb trainierte er gezielt ein bestimmtes Doppelfeld. „Ich war eigentlich ziemlich ängstlich. Der einzige Gedanke war: Was, wenn ich nicht aufmache? Aber auf der Bühne hatte ich viel Vertrauen in Doppel 14. Ich habe ungefähr zwei Stunden darauf trainiert, und das lief sehr gut.“
Den World Grand Prix bezeichnet er darum als besonderes Turnier. „Es ist wirklich ein seltsames Format und sehr schwer. Gleichzeitig ist es hier vielleicht etwas üblicher, einen Topspieler zu schlagen, wie wir auch gestern gesehen haben. Man muss sich wirklich speziell darauf vorbereiten.“
In Runde zwei wartet nun Gary Anderson, der zuvor Damon Heta besiegte. Vor dem Schotten hat Zonneveld großen Respekt und machte das schon im Vorfeld deutlich. „Wenn Gary findet, was er braucht, ist er fast nicht zu schlagen. Wenn Anderson richtig ins Rollen kommt, spiele ich lieber nicht gegen ihn. Aber auf diesem Niveau bekommst du ohnehin ein sehr schweres Match. Ich muss einfach selbst gut weiterspielen, und dann sehen wir, was passiert.“
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