Luke Humphries ist World-Grand-Prix-Champion! „Cool Hand“ dreht denkwürdiges Finale nach 0:3-Rückstand gegen Gerwyn Price

PDC
durch Nic Gayer
Luke Humphries (2)
Luke Humphries ist der Champion des World Grand Prix 2026! In einem denkwürdigen Finale in Leicester bezwang „Cool Hand Luke“ Gerwyn Price mit 6:4 in Sätzen und beendete damit seine lange Durststrecke bei den großen PDC-Turnieren. Dabei sah zunächst alles nach einem Triumph des Walisers aus: Price eröffnete das Endspiel mit dem besten Satz der Grand-Prix-Geschichte, führte wenig später mit 3:0 und stand im vierten Durchgang unmittelbar vor dem 4:0. Doch Humphries rettete sich mit einem sensationellen 105er-Highfinish in die Partie – und leitete damit eine spektakuläre Wende ein.
Vier Sätze in Folge gewann der Engländer anschließend und verwandelte den 0:3-Rückstand in eine 4:3-Führung. Price stemmte sich noch einmal gegen die Niederlage und stellte auf 4:4, doch in der entscheidenden Phase war Humphries nicht mehr zu stoppen. „Cool Hand Luke“ holte sich Satz neun im Decider und spielte anschließend einen überragenden letzten Durchgang. Mit einem 76er-Finish in zwei Darts setzte er den Championship-Dart zum 6:4 und krönte sich zum zweiten Mal zum World-Grand-Prix-Champion.

Price eröffnet das Finale mit einem Satz für die Geschichtsbücher

Was Gerwyn Price zum Auftakt dieses Endspiels spielte, war schlicht Weltklasse. „The Iceman“ eröffnete das Finale mit einem 12-Darter, startete anschließend mit sechs perfekten Darts in das zweite Leg und vollendete dieses sogar in nur zehn Würfen. Ein weiterer 12-Darter machte den 3:0-Satz perfekt.
Gerwyn Price jubelt.
Gerwyn Price erwischte einen historischen Start ins Finale: Mit zwei 12-Dartern und einem 10-Darter spielte „The Iceman“ den besten Satz der World-Grand-Prix-Geschichte.
Nach diesem furiosen Auftakt stand Price bei einem Average von mehr als 132 Punkten. Humphries blieb praktisch nur die Rolle des Zuschauers – und zunächst änderte sich daran wenig.
Auch im zweiten Satz schlug der Waliser in den entscheidenden Momenten zu. Humphries hatte zwar sein erstes Leg gewonnen, ließ anschließend jedoch drei Möglichkeiten auf der Doppel-16 zum Break ungenutzt. Price glich aus und setzte wenig später mit einem 101er-Finish selbst das Break. Als Humphries im nächsten Leg ein 167er-Checkout auf dem Bullseye verpasste, räumte Price 82 Punkte mit seinem letzten Dart auf Tops aus dem Board. 2:0 in Sätzen.
Der dritte Durchgang begann nach demselben Muster. Price ging auf der Doppel-10 in Führung und legte anschließend sein zweites 101er-Finish zum Break nach. Doch erstmals zeigte Humphries eine deutliche Reaktion: Mit 109 Punkten gelang ihm das direkte Re-Break, ein 72er-Checkout brachte ihn anschließend in den Decider. Price blieb allerdings eiskalt. Mit einem 91er-Finish in zwei Darts sicherte sich der Waliser auch diesen Satz – 3:0.

105er-Highfinish wird zum Wendepunkt des Endspiels

Der vierte Satz sollte schließlich das gesamte Finale verändern. Humphries eröffnete ihn mit einem 100er-Finish und ging später mit einem herausragend geretteten 90er-Checkout über Single-1, Triple-19 und Doppel-16 mit 2:1 in Führung. Price antwortete standesgemäß: Ein 130er-Bullfinish erzwang den Decider.
Dort schien der Waliser unmittelbar vor dem 4:0 zu stehen. Price wartete bereits bei 40 Restpunkten, doch Humphries bekam bei 105 seine Chance – und nutzte sie auf Weltklasse-Niveau. Unter maximalem Druck räumte „Cool Hand Luke“ das Highfinish aus dem Board und sicherte sich seinen ersten Satz. Selbst Price würdigte den Moment anschließend mit einem Handschlag.
Es war der Wendepunkt des Finales.
Humphries hatte plötzlich seinen Rhythmus gefunden. Im fünften Satz brachte ihm ein nervenstarkes 73er-Finish das entscheidende Break, wenig später stand es nur noch 2:3.
Und der Engländer ließ nicht nach. Mit einem 100er-Finish eröffnete er Satz sechs. Price antwortete zunächst stark, checkte 94 Punkte und setzte mit einem sehenswerten 99er-Finish über Tops, Tops das Break zur 2:1-Führung. Doch wieder behielt Humphries unter Druck die Nerven. Ein eiskaltes 74er-Checkout in zwei Darts brachte das Re-Break – und auf Tops machte er anschließend den 3:3-Satzausgleich perfekt.

Vier Sätze in Folge – Humphries dreht das Finale komplett

Spätestens jetzt war aus Prices Traumstart ein völlig offenes Endspiel geworden. Der Waliser eröffnete Satz sieben zwar erneut auf seiner Doppel-10, doch Humphries ließ sich nicht mehr aufhalten. Nach dem Ausgleich auf der Doppel-16 schnappte er sich das Break zum 2:1 und machte anschließend den vierten Satzgewinn in Folge perfekt.
Aus 0:3 war 4:3 geworden. Erstmals an diesem Abend führte Luke Humphries.
Luke Humphries jubelt.
Luke Humphries ist World-Grand-Prix-Champion 2026! „Cool Hand Luke“ drehte gegen Gerwyn Price einen 0:3-Satzrückstand und krönte seine spektakuläre Aufholjagd mit einem 76er-Finish zum 6:4-Triumph.
Price bewies jedoch, dass er noch längst nicht geschlagen war. Nachdem beide Spieler zu Beginn des achten Durchgangs Probleme auf den abschließenden Doppeln gehabt hatten, setzte sich „The Iceman“ auf der Doppel-10 durch. Ein starkes 84er-Finish brachte ihm das 2:0, mit 72 Punkten beendete er schließlich Humphries' Serie von vier Satzgewinnen und stellte auf 4:4.
Das Finale war endgültig zum Krimi geworden.

Humphries gewinnt den Schlüssel-Satz – und startet den Zielsprint

Satz neun entwickelte sich zum vielleicht wichtigsten Durchgang des Abends. Price ging mit einem 56er-Checkout in Führung, Humphries antwortete auf der Doppel-16. Anschließend sorgte „The Iceman“ erstmals wieder lautstark für Emotionen: Mit seinem letzten Dart auf der Doppel-8 checkte er 92 Punkte zum 2:1 und verhinderte damit einen Breakversuch von Humphries bei 60 Rest.
Doch „Cool Hand Luke“ blieb seinem Namen treu. Auf der Doppel-8 erzwang er das Entscheidungsleg und dominierte dieses anschließend. Das Break zum Satzgewinn bedeutete die 5:4-Führung – Humphries fehlte nur noch ein Durchgang zum Titel.
Und dieser letzte Satz wurde zur Demonstration.
Humphries eröffnete auf der Doppel-10 und war nur noch zwei Legs vom Triumph entfernt. Im nächsten Leg bot sich Price bei 92 Restpunkten die Chance zur Antwort, doch der Waliser ließ zwei Möglichkeiten auf Doppel ungenutzt. Humphries bestrafte ihn spektakulär: Bullseye, Doppel-16 – ein herausragendes 82er-Finish zum 2:0.
Nur noch ein Leg.
Den Championship-Dart ließ Humphries nicht lange auf sich warten. Mit einem 76er-Finish in lediglich zwei Darts vollendete der Engländer einen überragenden 3:0-Satz und setzte den Schlusspunkt unter eines der denkwürdigsten Endspiele der jüngeren Grand-Prix-Geschichte.
Nach einem 0:3-Rückstand, einem Weltklasse-Start seines Gegners und mehreren hochklassigen Wendepunkten hieß der Sieger am Ende Luke Humphries. „Cool Hand Luke“ bezwang Gerwyn Price mit 6:4 und krönte sich zum World-Grand-Prix-Champion 2026.
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