Ärger nach World-Grand-Prix-Aus: Nathan Aspinall droht Geldstrafe nach Wutausbruch

PDC
durch Nic Gayer
na180
Nathan Aspinall droht nach seinem Halbfinal-Aus beim World Grand Prix 2026 möglicherweise noch ein Nachspiel. Der Engländer unterlag in Leicester mit 2:5 gegen Gerwyn Price und ließ seinem Frust insbesondere in den letzten Sets freien Lauf. Eine deutlich hörbare Kraftäußerung in Richtung Board ging sogar so weit, dass sich Sky Sports während der Live-Übertragung für Aspinalls Wortwahl entschuldigen musste.
Dabei hatte „The Asp“ ohnehin einen äußerst schwierigen Start in das Halbfinale erwischt. Price sicherte sich die ersten drei Sets und schien früh auf einen souveränen Sieg zuzusteuern. Aspinall stemmte sich allerdings gegen das drohende Aus, kämpfte sich zurück in die Partie und entschied anschließend zwei Sets in Folge für sich.

Aspinall verliert die Nerven – Geldstrafe könnte drohen

Das Comeback konnte der frühere World-Matchplay-Champion jedoch nicht vollenden. Price stabilisierte sich rechtzeitig und brachte seinen 5:2-Erfolg schließlich über die Ziellinie. Damit platzte für Aspinall die Hoffnung auf seinen ersten Major-Titel seit drei Jahren.
Nathan Aspinall blickt genervt.
Nathan Aspinall scheiterte im Halbfinale des World Grand Prix 2026 an Gerwyn Price und könnte nach seinem Wutausbruch nun mit einer Geldstrafe belegt werden.
Im letzten Set entlud sich schließlich der Frust des Weltranglistenfünfzehnten. Aspinall schrie ein deutlich hörbares „f*** off“ in Richtung Board. Der Ausbruch war während der TV-Übertragung klar zu vernehmen, sodass sich die Kommentatoren von Sky Sports anschließend für die Wortwahl entschuldigen mussten. Aspinall könnte deshalb nun eine Geldstrafe der Darts Regulation Authority (DRA) erwarten.

Price teilt gegen Aspinall aus

Auch Price zeigte sich nach dem Halbfinale alles andere als begeistert vom Verhalten seines Gegners. Nach Ansicht des Walisers beschwerte sich Aspinall über das Publikum, obwohl die Zuschauer aus Sicht von Price mehrheitlich hinter dem Engländer standen.
„Nathan hat sich über das Publikum beschwert, aber sie standen eigentlich auf seiner Seite“, erklärte Price nach der Partie.
Als „The Iceman“ bereits mit 3:0 führte, sprach er seinen guten Freund sogar direkt auf dessen Verhalten an. „Ich führte 3:0 und sagte zu Nathan: ‚Sie sind auf deiner Seite, Kumpel. Komm, hör mit der Show in Richtung Board auf und spiel einfach Darts.‘“
Price betonte zwar, dass er und Aspinall abseits der Bühne ein sehr gutes Verhältnis pflegen, zeigte für dessen Auftreten in diesem Moment jedoch nur wenig Verständnis. „Ich war nicht glücklich damit. Ich bin sehr gut mit Nathan befreundet, aber manchmal musst du einfach deine Pfeile werfen. Wenn du hinten liegst, dann liegst du hinten.“
Die angespannte Atmosphäre ging allerdings auch an Price selbst nicht spurlos vorbei. „Ich war in neunzig Prozent dieses Spiels frustriert, und das ist nicht gut.“
Dennoch bewahrte der Waliser genügend Ruhe, um die Partie für sich zu entscheiden. Mit dem 5:2-Erfolg zog Price ins Finale des World Grand Prix ein, wo Luke Humphries auf ihn wartet. Für Aspinall ist das Turnier dagegen beendet – und sein frustrierender Abend in Leicester könnte mit einer möglichen Geldstrafe nun auch noch ein finanzielles Nachspiel haben.
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