Wayne Mardle erwartet, dass
Luke Humphries mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in das Finale des
World Grand Prix 2026 gegen
Gerwyn Price gehen wird. Der Sky-Sports-Experte zeigte sich vor allem davon beeindruckt, wie souverän „Cool Hand Luke“ seine Halbfinalaufgabe gegen James Wade löste. Price konnte Mardle bei dessen Erfolg über Nathan Aspinall dagegen deutlich weniger überzeugen.
Humphries setzte sich mit 5:3 gegen Wade durch und verbuchte dabei einen Average von rund 96 Punkten. Für Mardle war insbesondere bemerkenswert, mit welcher Konstanz der Engländer sein Niveau über die gesamte Partie hinweg aufrechterhielt.
„Das war einfach gnadenlos“ – Mardle beeindruckt von Humphries
„Er hatte eigentlich überhaupt keinen Einbruch“,
analysierte Mardle bei Sky Sports. „Vom allerersten Moment an lag er im ersten Set bei rund 96 bis 97 im Average und am Ende stand er bei 96 im Average. Das war einfach gnadenlos.“
Wayne Mardle sieht Luke Humphries nach dessen überzeugendem Halbfinalauftritt mit viel Selbstvertrauen in das World-Grand-Prix-Finale gegen Gerwyn Price gehen.
Zwar entschied Wade drei Sets für sich, doch Mardle hatte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass „The Machine“ die Kontrolle über das Match tatsächlich übernehmen würde. „James Wade machte es eigentlich gut, im Match zu bleiben, aber ich hatte das Gefühl, er klammerte sich an Lukes Jacke fest. Am Ende musste er doch passen.“
„Price war überhaupt nicht beeindruckend“
Ein weiterer wichtiger Faktor ist aus Mardles Sicht, dass Humphries selbst mit seiner Leistung zufrieden war. „Er hat das Gefühl, dass das nahe an seinem besten Niveau war, und das gibt Vertrauen.“
Genau darin erkennt der ehemalige Profi einen deutlichen Unterschied zum Halbfinalauftritt von Price. Zwar setzte sich der Waliser mit 5:2 gegen Aspinall durch, bei Mardle hinterließ seine Vorstellung jedoch wesentlich weniger Eindruck. „Price war heute Abend überhaupt nicht beeindruckend. Ich weiß, dass er gewonnen hat, aber ich habe einfach das Gefühl, dass Luke sich für dieses Finale jetzt natürlich gute Chancen ausrechnen wird.“
Abschreiben möchte Mardle den Waliser deshalb allerdings keineswegs. Der Sky-Sports-Experte verweist darauf, dass beide Finalisten im bisherigen Turnierverlauf Phasen erlebt haben, in denen sie nicht ihr bestes Niveau abrufen konnten. „Es ist leicht, zurückzublicken und zu sagen, dass Luke inkonstant war, aber das galt in gewissem Maße auch für Gezzy.“
In der ersten Runde war Price für Mardle sogar der herausragende Spieler des gesamten Feldes. „Wer war der Star der ersten Runde? Das war Price. Er spielte fantastisch, aber dieses Niveau hat er danach nicht mehr erreicht. Das heißt natürlich nicht, dass er es nicht wieder abrufen kann.“
Bei Humphries erkennt Mardle hingegen eine positive Entwicklung im Verlauf des Turniers. Immer dann, wenn der Engländer ein höheres Leistungsniveau benötigte, war er in der Lage, noch einmal zuzulegen. „Ich finde es wirklich beeindruckend, dass er in zwei Partien besser spielen musste und das dann auch getan hat. Gegen Chizzy reichte es völlig. Es war nicht beeindruckend, aber auch solche schwächeren Leistungen abzuschütteln und sich danach nicht verrückt zu machen, ist ein Zeichen von Reife.“
Für das Endspiel am Sonntagabend hofft Mardle nun vor allem darauf, dass beide Spieler gleichzeitig ihr höchstes Niveau erreichen. „Was wir beide wollen, was wir alle wollen, ist, dass sie von Beginn an voll draufgehen. Dann können wir ein fantastisches Finale bekommen. Ich hoffe nur, dass es auch genau so kommt.“