Qualifikationsrennen für den World Grand Prix 2026: Niko Springer und Martin Schindler kämpfen um die letzten Startplätze
PDC
Der Kampf um die Teilnahme am World Grand Prix 2026 geht in die entscheidende Phase. Mit noch zwei Turnieren auf der European Tour, bevor der Qualifikationszeitraum endet, haben mehrere Spieler ihren Platz noch nicht sicher. Vor allem rund um die letzten Startplätze kann sich in den kommenden anderthalb Wochen noch einiges verschieben.
Der World Grand Prix wird vom 28.09. bis 04.10. ausgetragen und ist wegen seines besonderen Formats eines der markantesten Turniere im PDC-Kalender. Es ist das einzige große Event, bei dem jedes Leg nicht nur mit einem Doppel beendet, sondern auch mit einem Doppel begonnen werden muss.
Insgesamt gehen 32 Spieler an den Start. Die Top 16 der PDC Order of Merit erhalten eine Einladung, ergänzt durch die 16 bestplatzierten noch nicht qualifizierten Spieler der ProTour Order of Merit.
Der Cut-off liegt am 14.09. Bis dahin stehen noch zwei European Tour-Turniere an, bei denen wichtiges Preisgeld zu holen ist. Vom 04. bis 06.09. finden die Czech Darts Open in Prag statt. Eine Woche später, vom 11. bis 13.09., bietet die Flanders Darts Trophy in Antwerpen die letzte Chance, die Kräfteverhältnisse zu verschieben.
Van Veen jagt Humphries
Titelverteidiger Luke Littler führt das Feld an. Der Engländer sicherte sich im Vorjahr den Titel und bezwang Luke Humphries im Finale deutlich mit 6:1 in Sets.
Wer als Nummer zwei gesetzt ins Turnier geht, steht noch nicht fest. Aktuell belegt Humphries diese Position, doch Gian van Veen liegt ihm dicht auf den Fersen. Die kommenden beiden Euro Tours entscheiden womöglich, wer hinter Littler an zwei gesetzt wird.
Auch für zwei deutsche Spieler geht es in den letzten Wochen der Qualifikation um viel: Niko Springer und Martin Schindler kämpfen beide um ein Ticket für den World Grand Prix. Springer steht aktuell auf Platz 14 der Pro Tour Order of Merit und würde damit derzeit einziehen – sein Vorsprung auf den ersten nicht qualifizierten Spieler, Sebastian Bialecki, beträgt allerdings nur 3.000 Pfund. Springer tritt bei beiden verbleibenden European-Tour-Turnieren in Prag und Antwerpen an und kann dort weiteres Preisgeld für die Rangliste sammeln. Schindler nimmt ebenfalls an beiden Turnieren teil, hat jedoch mehr aufzuholen: Er liegt aktuell auf Platz 20 und damit 10.000 Pfund hinter dem auf Rang 16 platzierten Cristo Reyes.
Neben van Veen sichern sich auch weitere Niederländer über die Weltrangliste einen gesetzten Platz: Michael van Gerwen steht aktuell auf Rang acht, Danny Noppert auf Rang zehn und Wessel Nijman auf Rang zwölf. Ihre genauen Positionen können sich noch verschieben, aktuell befinden sich aber alle drei sicher in den Top 16.
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Jermaine Wattimena hofft ebenfalls noch auf den Sprung über die PDC Order of Merit. Für „The Machine Gun" wird die Aufgabe allerdings schwer: Er muss rund 20.000 Pfund auf Spieler wie Chris Dobey, Ross Smith und Nathan Aspinall aufholen.
Neben Wattimena kann nur noch Luke Woodhouse von außerhalb der Top 16 den Sprung ins Feld schaffen. Der Engländer belegt momentan Rang 18.
Doets und Zonneveld auf dem Weg zum Debüt
Für Wattimena und Woodhouse bleibt die Teilnahme an der World Grand Prix dennoch wahrscheinlich. Schaffen sie es nicht über die Weltrangliste, dürfen sie sich voraussichtlich über die ProTour Order of Merit qualifizieren.
Woodhouse führt diese Qualifikationsrangliste sogar an. Kevin Doets folgt auf Platz zwei und steuert damit auf sein Debüt bei der World Grand Prix zu.
Auch Dirk van Duijvenbode und Niels Zonneveld bringen sich über die ProTour-Rangliste in eine gute Ausgangsposition für das Double-in, Double-out-Turnier. Für Zonneveld wäre es, genau wie für Doets, die erste Teilnahme an der World Grand Prix. Beide zählen aktuell zu den einzigen Debütanten im virtuellen Teilnehmerfeld.
William O'Connor belegt ebenfalls einen Qualifikationsplatz. Für den Iren bedeutet das kein Debüt, aber eine bemerkenswert lange Rückkehr: Zuletzt trat O'Connor 2015 bei der World Grand Prix an.
Reyes verteidigt das letzte Ticket
Um den allerletzten Qualifikationsplatz herrscht die größte Spannung. Cristo Reyes hält ihn momentan und würde damit erstmals seit 2017 wieder bei der World Grand Prix antreten.
Sein Vorsprung fällt jedoch knapp aus. Sebastian Bialecki liegt als erster Verfolger nur 1.500 Pfund hinter Reyes und könnte sich damit sein Debüt sichern. Allerdings trifft ihn ein klarer Nachteil: Bialecki bestreitet in der verbleibenden Qualifikationsphase nur noch eine der zwei Euro Tours, während Reyes sowohl in Prag als auch in Antwerpen Preisgeld sammeln kann.
Auch Kim Huybrechts bleibt im Rennen. Der Belgier liegt als Nummer 18 der ProTour-Rangliste 2.500 Pfund hinter Reyes, hat aber ebenfalls nur noch eine Euro Tour, um aufzuholen.
Karel Sedlacek steht vor einer noch größeren Aufgabe. Der Tscheche, aktuell auf Platz 19, liegt 7.750 Pfund hinter Reyes und bestreitet ebenso nur noch eine Euro Tour.
Damit entscheiden die Czech Darts Open und die Flanders Darts Trophy nicht nur über den Titelkampf. Für mehrere Spieler steht deutlich mehr auf dem Spiel. Am 13.09. fällt die endgültige Entscheidung – dann steht fest, welche 32 Spieler im weiteren Monatsverlauf um den World-Grand-Prix-Titel kämpfen.
PDC Order of Merit
| Rang | Name | Preisgeld (in Einheiten von £1,000) |
| 1 | Luke Littler | 3100 |
| 2 | Luke Humphries | 993.5 |
| 3 | Gian van Veen | 980.75 |
| 4 | Gerwyn Price | 713 |
| 5 | Jonny Clayton | 669 |
| 6 | James Wade | 626.25 |
| 7 | Josh Rock | 607.5 |
| 8 | Michael van Gerwen | 594.5 |
| 9 | Gary Anderson | 594.25 |
| 10 | Danny Noppert | 589.75 |
| 11 | Stephen Bunting | 583.25 |
| 12 | Wessel Nijman | 560.25 |
| 13 | Ryan Searle | 554.75 |
| 14 | Chris Dobey | 537.25 |
| 15 | Ross Smith | 536.75 |
| 16 | Nathan Aspinall | 536 |
| 17 | Jermaine Wattimena | 516.75 |
| 18 | Luke Woodhouse | 490.5 |
PDC Pro Tour Order of Merit
| Rang | Name | Preisgeld (in Einheiten von £1,000) |
| 1 | Luke Woodhouse | 167.5 |
| 2 | Kevin Doets | 163.75 |
| 3 | Jermaine Wattimena | 154.75 |
| 4 | Krzysztof Ratajski | 144.5 |
| 5 | Andrew Gilding | 119.5 |
| 6 | Rob Cross | 104 |
| 7 | Dirk van Duijvenbode | 102.75 |
| 8 | William O'Connor | 102.25 |
| 9 | Damon Heta | 99.75 |
| 10 | Niels Zonneveld | 99 |
| 11 | Ryan Joyce | 93.5 |
| 12 | Dave Chisnall | 87.5 |
| 13 | Cameron Menzies | 87.25 |
| 14 | Niko Springer | 83.5 |
| 15 | Joe Cullen | 82.75 |
| 16 | Cristo Reyes | 82 |
| 17 | Sebastian Bialecki | 80.5 |
| 18 | Kim Huybrechts | 79.5 |
| 19 | Karel Sedlacek | 74.25 |
| 20 | Martin Schindler | 72 |
| 21 | Beau Greaves | 66.25 |
| 22 | Jeffrey de Graaf | 65 |
| 23 | Daryl Gurney | 63 |
| 24 | Richard Veenstra | 62.5 |
| 25 | Mickey Mansell | 60 |

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










