Deutschlands ultimatives Friedensangebot? Luke Littler erhält den Sport BILD Award nach Monaten feindseliger Publikumsreaktionen

PDC
Dienstag, 01 September 2026 um 21:23
Luke Littler (1)
Luke Littler ist zurück in Deutschland, diesmal jedoch nicht am Oche. Der 19-jährige Senkrechtstarter war gestern Abend bei der Sport Bild-Gala in Deutschland, nachdem er dafür geehrt wurde, als jüngster Weltmeister in die Geschichte eingegangen zu sein. Als er eine weitere Trophäe zu seiner Sammlung hinzufügte, betonte er, dass er in erster Linie Titel gewinnen wolle – das Preisgeld stehe nicht im Vordergrund, obwohl er als erster Spieler überhaupt die Schallmauer von £3 Millionen durchbrochen hat.
Es war ein weiterer stolzer Moment für den zweimaligen Weltmeister, der in Deutschland inzwischen selten zu sehen ist. Zuletzt war er hier, als er mit Luke Humphries für England den World Cup of Darts gewann.
Dennoch stand seine Rückkehr außer Frage, zumal die Deutschen ihm mit dieser Auszeichnung spürbar Anerkennung zollten und seine außergewöhnlichen Leistungen im Sport würdigten. Auf Instagram postete er Bilder seines Abends in Deutschland mit der Bildunterschrift: „Tagestrip nach Deutschland zu den @sport_bild Awards, klasse Abend, danke für die Einladung.“
Littler explodierte zu Beginn des Jahres 2024 auf die große Bühne mit seinem fesselnden Lauf ins Finale der PDC World Darts Championship. Auch wenn er dieses verlor, kehrte er anschließend mit zwei Titeln in Serie im Ally Pally zurück und kassierte zuletzt für den Gewinn der Sid-Waddell-Trophäe £1 Million.
Dazu kommen zahlreiche Major-Titel. Die European Championship fehlt ihm noch, während er Premier League Darts, World Matchplay und den Grand Slam of Darts jeweils bereits zweimal gewonnen hat.
Insgesamt stehen beeindruckende 14 Major-Titel zu Buche. Nur Phil Taylor und Michael van Gerwen liegen vor ihm.

Littler richtet den Fokus auf Taylors WM-Bestmarke

All das hat ihm zwangsläufig auch eine Menge Preisgeld eingebracht. In der PDC Order of Merit steht Littler derzeit bei £3.125.500 und führt Luke Humphries mit über £1 Million Vorsprung an. Ein Ende des Aufstiegs ist nicht absehbar, die Summe dürfte weiter steigen.
Geld war für „The Nuke“ jedoch nie der Hauptantrieb. Sein Fokus liegt klar auf Titeln.
„Es ist Darts, du stehst allein gegen alle. Was mich antreibt, sind einfach Titel“, sagte er der Bild. „Ich höre immer, es gehe ums Geld, ums Geld. Es geht um die Titel.“
Als Maßstab dient ihm Taylor. Er hofft, lange genug auf Topniveau zu bleiben, um dessen eindrucksvolle Bilanz zu übertreffen. „Schaut, was Phil Taylor über viele Jahre erreicht hat. Ich bin erst 19, also hoffentlich kann ich in den nächsten 30 Jahren, wenn ich die Lust behalte, noch einige Rekorde brechen. Ich muss einfach weitermachen. Ich hatte ein paar freie Tage, und es war großartig, etwas Ruhe zu bekommen.“
Will er sich als der Größte aller Zeiten etablieren, muss er Taylors 16 Weltmeistertitel zumindest erreichen oder übertreffen. Das wird viele Jahre dauern, doch nach zwei Erfolgen aus seinen ersten drei Teilnahmen im Ally Pally ist Littler zuversichtlich, eines Tages ganz oben auf dieser Liste zu stehen.
„Hoffentlich ist es das, worüber alle sprechen. Ich war drei Mal bei der World Championship. Einmal verloren, dann zweimal in Serie gewonnen. Meine Bilanz ist sehr gut, aber wir müssen bis Weihnachten warten – dann geht die Party los.“
Fürs Erste peilt er den historischen Durchmarsch an. Littler startet bei den World Series of Darts Finals, dem World Grand Prix, der European Championship, dem Grand Slam of Darts und möglicherweise den Players Championship Finals, sofern er genügend Preisgeld für die Qualifikation in Minehead zusammenbekommt.
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