„Wenn ich nie wieder ein Major gewinne, ist mir das wirklich egal“ – Gerwyn Price ordnet vierjährige Major-Durststrecke nach Finalniederlage in Amsterdam ein
PDC
Gerwyn Price muss weiter auf seinen nächsten Major-Titel warten. Im Finale der World Series of Darts Finals 2026 in Amsterdam unterlag der Waliser Ross Smith deutlich mit 5:11.
Price hatte sich mit starken Leistungen ins Endspiel gespielt und in Viertel- und Halbfinale jeweils einen Average von über 103 aufgelegt. Smith übertraf diese Werte im Finale jedoch klar: Mit einem Average von 103,89, elf Maxima und zwei dreistelligen Checkouts in Serie zog er nach dem Zwischenstand von 5:5 entscheidend davon. Für Price bedeutete die Niederlage eine weitere verpasste Gelegenheit, seine Major-Durststrecke zu beenden – sie reicht bis zu seinem Titelgewinn bei genau diesem Turnier im Jahr 2022 zurück. Sein Fazit fiel entsprechend selbstkritisch aus: „Ich war im Finale absolut Müll, aber man darf Ross nichts wegnehmen, er war brillant“, sagte Price. „Ich bin sehr enttäuscht.“
Price setzt vierjährige Major-Durststrecke in Perspektive
Die Niederlage kostete Price nicht nur den dritten Titel bei den World Series of Darts Finals, sondern auch den ersten Major-Triumph seit vier Jahren. Trotz der Enttäuschung ordnete der Waliser ein, dass ein weiterer Major-Titel für seine Karriere nicht mehr entscheidend sei. „Es ist mir egal. Ich spiele gute Darts, ich verdiene gutes Geld“, sagte er. „Wenn ich nie wieder ein Major gewinne, ist mir das wirklich egal, solange ich gut performe.“

Price in Aktion bei den World Series of Darts Finals 2026
Anschließend blickte Price auf sein Leben abseits der Bühne und relativierte den Stellenwert weiterer Titel: „Natürlich bin ich jetzt am Boden, weil ich verloren habe. Wenn ich nie wieder ein Major gewinne, habe ich eine gute Familie, ich habe mein ganzes Geld investiert, das ist für mich okay. Heute bin ich absolut niedergeschlagen, aber insgesamt geht es mir gut.“
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Smith zieht nach 5:5 davon
In den ersten zehn Legs lieferten sich Price und Smith ein enges Duell. Price glich nach verlorenem Auftakt zum 2:1 aus, Smith konterte umgehend mit dem Rebreak, und beide hielten den Schlagabtausch offen, bis ein 11-Darter mit zwei Maxima Price zur zweiten Pause das 5:5 sicherte. Danach übernahm Smith die Kontrolle: Ein 123er-Checkout über Bull brachte ihm das 6:5, ein 127er-Finish auf Doppel 8 folgte, nachdem Price zuvor das Bull für 164 verpasst hatte. Price’ Doppelquote geriet ins Wanken – Smith stellte auf 8:5, und der Waliser ließ in Leg 14 bei zwei Aufnahmen vier Darts auf Tops liegen, was Smith erneut zum Break auf Doppel 8 nutzte. Auch im folgenden Leg blieb Price ohne Erfolg, verpasste anschließend Tops bei 79 Rest zum Anschluss, und Smith checkte 48 über Doppel 16 zum 11:5. Damit gewann er sechs Legs in Serie und sicherte sich seinen zweiten Major-Titel.
Teneriffa wartet nach Enttäuschung von Amsterdam
Lange grübeln will Price über die Niederlage nicht. „Eine halbe Stunde bin ich am Boden“, sagte er. „Morgen sitze ich im Zug nach Hause. Am Dienstag fliege ich nach Teneriffa, also ist es mir wirklich egal.“ Damit endete ein ansonsten starkes Wochenende für Price abrupt, nachdem er sich zuvor gegen Brody Klinge, Jim Long, James Wade und Jonny Clayton durchgesetzt hatte. Sein Average von 104,07 im Halbfinale gegen Clayton markierte seine beste Turnierleistung – Smith sorgte jedoch dafür, dass der seit 2022 ersehnte Major-Titel für Price weiterhin ausbleibt.

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










