„Sie hätten die Kriterien vorher viel klarer nennen müssen“ – Ehemalige Hockeyspielerinnen verstehen die Aufregung um Fallon Sherrock nach ihrem Gewinn von 501.000 £
PDC
Fallon Sherrocks Sieg in der Netflix-Show Beat Luke Littler sorgt weiterhin für Gesprächsstoff. Die englische Dartspielerin besiegte Weltmeister Luke Littler und sicherte sich damit 501.000 Pfund, umgerechnet etwa 568.000 Euro.
Vor allem ihre Teilnahme an der Show löste Diskussionen aus. Die ehemaligen Hockey-Spitzenspielerinnen Ellen Hoog und Naomi van As können die Kritik nachvollziehen, finden aber, dass Sherrock dafür nicht verantwortlich gemacht werden kann.
„Sie hätten die Kriterien viel klarer nennen müssen“
In der Show erhielten mehrere Herausforderer die Gelegenheit, Littler in einem einzelnen 501-Leg zu schlagen. Wer das schaffte, gewann den gesamten Hauptpreis von 501.000 Pfund. Sherrock besiegte den 19-jährigen Engländer und nahm das Preisgeld mit nach Hause.

Die Diskussion entbrannte, weil die Show zunächst den Eindruck erweckte, vor allem unbekannte Amateurspieler würden die Chance bekommen, gegen den zweifachen Weltmeister anzutreten. Sherrock verfügt jedoch seit vielen Jahren über Erfahrung auf höchstem Niveau.
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Im wöchentlichen Podcast von Sportnieuws.nl sprechen Ellen Hoog und Naomi van As über die Aufregung rund um die Show. Hoog versteht, warum Sherrocks Teilnahme bei einem Teil des Publikums nicht gut ankam.
„Sie wurde heftig kritisiert“, erzählt die ehemalige Olympiasiegerin im Hockey. „Sie hat früher an einer Weltmeisterschaft teilgenommen und war professionelle Dartspielerin. Das steht auch in ihrer Biografie auf X.“
Laut Hoog hatten viele Zuschauer bei der Ankündigung der Show eine andere Vorstellung vom Teilnehmerfeld. „Die Leute dachten, es würden nur nichtprofessionelle Dartspieler eingeladen, die ab und zu in der Kneipe ein paar Pfeile werfen. Dann gewinnt Sherrock“, sagt Hoog.
Sie verweist auch auf die Reaktion von Barry Hearn, der die Kritik an der Teilnahme erfahrener Dartspieler für unberechtigt hält. „Aber Barry Hearn, der Präsident des Dartsverbands PDC, findet die Reaktionen ungerechtfertigt. Er fragte sich: Sollen wir dann lauter Kneipenspieler aufstellen, die nicht einmal ein Leg beenden können? Das macht auch keinen Spaß. Sie hätten die Kriterien vorher viel klarer nennen müssen.“
Van As nimmt Sherrock in Schutz
Nach ihrem Sieg wurde Sherrock so stark kritisiert, dass sie sich gezwungen sah, öffentlich auf die Diskussion zu reagieren. Van As findet, dass die Engländerin dadurch zu Unrecht in eine schwierige Lage geraten ist.
„Eigentlich kann sie die 501.000 Pfund gar nicht genießen. Sie wurde zu einer Stellungnahme gedrängt. Sie musste sich verteidigen, obwohl sie nichts dafür kann. Die Entscheidung hat die Produktionsfirma getroffen. Aber natürlich ist das trotzdem schön: Es ist eine Menge Geld.“
Laut der ehemaligen Hockeyspielerin liegt die Verantwortung für die Zusammenstellung des Teilnehmerfelds bei den Machern der Show. Sherrock erfüllte die Teilnahmebedingungen und nutzte die Gelegenheit, gegen Littler anzutreten.
Wie viel verdiente Luke Littler selbst?
Neben der Diskussion um Sherrock kam auch Littlers Bezahlung zur Sprache. Der Weltmeister stand im Mittelpunkt der Netflix-Produktion, doch wie viel er für seine Teilnahme erhielt, wurde nicht bekannt gegeben.
Hoog fragte sich im Podcast, welche Summe Littler dafür wohl bekam. Van As vermutet, dass die Vergütung beträchtlich sein könnte. „Nun, das ist eine Netflix-Produktion. Da können es schon ein paar Millionen sein“, antwortet sie.

Julian GrilleRedakteur
Julian Grille ist Redakteur bei Dartsnews.de und beschäftigt sich seit 2019 intensiv mit dem professionellen Dartsport. Für Dartsnews.de berichtet er über aktuelle Entwicklungen, Turniere und weitere Ereignisse aus der Welt der PDC und des internationalen Dartsports.
Erste journalistische Erfahrung im Darts sammelte Julian bereits 2023 bei einem Darts-Magazin. Darüber hinaus produziert er regelmäßig eigene Inhalte rund um den Sport und veröffentlicht diese unter dem Namen @Darty_8 auf Social Media. Dadurch verfolgt er das Geschehen im professionellen Darts nicht nur redaktionell, sondern setzt sich auch abseits seiner Arbeit kontinuierlich mit dem Sport auseinander.
Parallel zu seiner redaktionellen Tätigkeit studiert Julian Sportjournalismus in Potsdam. Dabei verbindet er seine journalistische Ausbildung mit seiner langjährigen Begeisterung und seinem Fachwissen für den Dartsport.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026






