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Players Championship 33: Luke Humphries feiert vierten Saisontitel – deutsche Enttäuschung trotz Springer-Gala

PDC
durch Nic Gayer
Luke Humphries (3)
Luke Humphries hat beim vorletzten Players-Championship-Turnier der Saison 2026 seine Klasse unter Beweis gestellt! Der Engländer setzte sich am Mittwochabend in Leicester mit 8:4 gegen Niels Zonneveld durch und feierte damit seinen vierten Players-Championship-Titel des Jahres. Mit einem starken Average von 103,77 Punkten ließ „Cool Hand Luke“ seinem niederländischen Finalgegner letztlich keine Chance. Zuvor hatte Humphries bereits Gerwyn Price und Gary Anderson aus dem Turnier geworfen.
Aus deutscher Sicht verlief Players Championship 33 dagegen enttäuschend. Von den zehn gestarteten Deutschen erreichte lediglich Niko Springer die dritte Runde. Der „Meenzer Bub“ begeisterte zunächst mit einem 107er-Average gegen Shane McGuirk, vergab anschließend gegen Luke Woodhouse jedoch vier Matchdarts und schied denkbar knapp im Entscheidungsleg aus. Für Martin Schindler war bereits in Runde eins gegen Michael Smith Schluss. Auch Ricardo Pietreczko musste im Kampf um die Qualifikation für die Players Championship Finals einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen.

Humphries dominiert das Finale und krönt starken Turniertag

Im Endspiel gegen Niels Zonneveld erwischte Luke Humphries einen Traumstart. Mit einem überragenden 12-Darter gelang dem Engländer sofort das Break, doch sein Gegner antwortete mit einem sehenswerten 104er-Highfinish zum 1:1. Humphries ließ sich davon nicht beeindrucken, checkte 81 Punkte zum erneuten Break und baute seinen Vorsprung anschließend auf 3:1 aus.
Luke Humphries lächelt.
Luke Humphries triumphiert bei Players Championship 33 in Leicester: Mit einem 8:4-Finalsieg gegen Niels Zonneveld sichert sich „Cool Hand Luke“ seinen vierten Players-Championship-Titel der Saison.
Zonneveld hielt zunächst dagegen und verkürzte unter anderem mit einem 82er-Finish auf 3:4. Doch „Cool Hand Luke“ behielt die Kontrolle. Über die Doppel-20 erhöhte er zunächst auf 5:3 und sicherte sich anschließend ein weiteres Break zum 6:3.
Zwar gelang Zonneveld nach vergebenen Chancen seines Gegners noch einmal das Re-Break zum 4:6, doch Humphries machte den nächsten Schritt zum Titel. Auf der Doppel-10 stellte er auf 7:4, ehe er mit einem 85er-Checkout den 8:4-Finalsieg perfekt machte.
Mit 103,77 Punkten im Average lag Humphries deutlich vor Zonneveld, der auf 92,50 Punkte kam. Für den Engländer war es bereits der vierte Players-Championship-Triumph der laufenden Saison.

Van Gerwen glänzt mit 114er-Average – Zonneveld stoppt seinen Landsmann

Auf dem Weg ins Finale hatte Humphries zunächst Gerwyn Price im Viertelfinale mit 6:2 bezwungen. Anschließend wartete mit Gary Anderson ein Gegner in Weltklasseform.
Der Schotte hatte sich zuvor mit einem Average von 106,08 Punkten gegen Wessel Nijman durchgesetzt und war wenig später im virtuellen Ranking der Players Championship Order of Merit auf Platz 57 geklettert – ein wichtiger Schritt im Kampf um sein Ticket für Minehead.
Im Halbfinale erwischte Anderson gegen Humphries allerdings einen Fehlstart und geriet mit 1:5 in Rückstand. Mit einem 11-Darter und zwei 15-Dartern kämpfte sich „The Flying Scotsman“ noch einmal auf 4:5 heran. Humphries behielt jedoch die Nerven und machte seinen 7:4-Erfolg mit einem 11- und einem 14-Darter perfekt. Bemerkenswert: Anderson spielte mit 106,75 Punkten sogar den höheren Average als Humphries (104,75).
Im anderen Turnierbaum sorgte Michael van Gerwen für den statistischen Höhepunkt des Tages. Der dreimalige Weltmeister überrollte Danny Noppert im Viertelfinale mit 6:0 und einem sensationellen Average von 114,15 Punkten.
Im anschließenden Halbfinale fand sein Lauf jedoch ein überraschendes Ende. Niels Zonneveld setzte sich mit 7:5 gegen seinen prominenten Landsmann durch – und das trotz eines deutlich niedrigeren Averages von 93,56 gegenüber 101,39 Punkten. Zuvor hatte Zonneveld bereits Jeffrey de Zwaan mit 6:1 und Dirk van Duijvenbode mit 6:4 bezwungen.

Springer vergibt vier Matchdarts – bitteres deutsches Aus

Die stärkste deutsche Leistung des Tages lieferte Niko Springer ab. Der Mainzer startete mit einem souveränen 6:2-Erfolg über Filip Bereza und steigerte sich anschließend gegen Shane McGuirk deutlich. Mit einem herausragenden Average von 107,35 Punkten fegte der „Meenzer Bub“ den Iren mit 6:1 vom Board.
Im Boardfinale gegen Luke Woodhouse knüpfte Springer zunächst an diese Leistung an. Mit mehreren starken 14-Dartern übernahm er die Führung und lag zwischenzeitlich mit 4:2 vorne. Woodhouse kämpfte sich jedoch zurück, ehe Springer mit einem 47er-Finish zum 5:4 erneut in Führung ging.
Dann folgte die bittere Schlussphase: Springer vergab im zehnten Leg zwei Matchdarts auf Tops und Doppel-10. Woodhouse erzwang den Decider, in dem der Deutsche zwei weitere Chancen auf Doppel-16 und Doppel-8 ausließ. Der Engländer nutzte seine Gelegenheit auf Tops und besiegelte den 6:5-Erfolg.
Springer musste sich damit trotz eines starken Averages von 98,05 Punkten geschlagen geben und verpasste den Einzug ins Achtelfinale.

Schindler früh raus – Pietreczko verliert wichtiges Duell um Minehead

Für Martin Schindler endete der Turniertag bereits nach seiner Auftaktpartie. Die deutsche Nummer eins traf auf Michael Smith, der mit einem spektakulären 167er-Finish ins Match startete und sich letztlich mit 6:2 durchsetzte. Schindler hielt zwischenzeitlich mit einem Re-Break zum 2:3 dagegen, konnte den Engländer aber nicht mehr stoppen.
Besondere Brisanz besaß das Erstrundenduell zwischen Ricardo Pietreczko und Lukas Wenig. Beide Deutschen kämpfen um die Qualifikation für die Players Championship Finals in Minehead und benötigten dringend weitere Erfolge.
Pietreczko erwischte den deutlich besseren Start und zog mit 4:0 davon. Wenig kämpfte sich noch einmal auf 3:4 heran, doch „Pikachu“ behielt die Oberhand und machte mit einem 78er-Finish seinen 6:3-Sieg perfekt.
Der anschließende Rückschlag folgte allerdings unmittelbar: In der zweiten Runde musste sich Pietreczko Tom Bissell mit 0:6 geschlagen geben. Damit verpasste der Deutsche die Chance, im Rennen um Minehead entscheidend Boden gutzumachen.
Auch Max Hopp konnte nach einem erfolgreichen Auftakt nicht nachlegen. Der „Maximiser“ gewann zunächst das zweite rein deutsche Erstrundenduell mit 6:2 gegen Arno Merk, unterlag anschließend jedoch Danny Noppert deutlich mit 1:6. Ein sehenswertes 108er-Finish bescherte Hopp seinen einzigen Leggewinn.
Gabriel Clemens bezwang zum Auftakt den formstarken Karel Sedlacek mit 6:4, musste sich danach aber Justin Hood mit 4:6 geschlagen geben. Für Leon Weber (1:6 gegen Gary Anderson), Dominik Grüllich (2:6 gegen Sebastian Bialecki) und Marvin Kraft (4:6 gegen Thibault Tricole) war bereits in Runde eins Schluss.

Letzte Chance am Donnerstag

Nach dem vierten Saisontitel von Luke Humphries steht am Donnerstag, 5. November, mit Players Championship 34 das letzte Floor-Turnier der Saison 2026 auf dem Programm.
Für zahlreiche Profis geht es dabei um weit mehr als den Tagessieg: Im Kampf um die verbleibenden Qualifikationsplätze für die Players Championship Finals in Minehead steht die endgültige Entscheidung bevor. Aus deutscher Sicht bleibt insbesondere abzuwarten, ob sich nach dem enttäuschenden Mittwoch noch wichtige Ranglistenpositionen gutmachen lassen.
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