„Vielleicht sehen wir ihn dieses Jahr im Ally Pally“ – Luke Littler träumt von Prinz-William-Besuch bei der Darts WM
PDCLuke Littler hofft bei der kommenden Darts WM auf einen ganz besonderen Gast im Alexandra Palace: Prinz William. Die englische Darts-Sensation verriet in dieser Woche gegenüber SkySports, dass er bei einem Treffen auf Windsor Castle ausführlich mit dem britischen Thronfolger über den rasanten Aufstieg des Sports gesprochen habe. Dabei soll William angedeutet haben, dass die Weltmeisterschaft im Ally Pally für ihn nach „einem großartigen Abend“ klinge.
Das Gespräch fand im Rahmen eines besonderen Termins für Littler statt. Der 19-Jährige wurde in der vergangenen Woche offiziell mit dem Titel des MBE ausgezeichnet – als Anerkennung für seine Verdienste um den Dartsport und seinen enormen Einfluss auf die Entwicklung der Sportart in den vergangenen zwei Jahren.
„Wie bin ich hierhergekommen?“
Seit seinem spektakulären Durchbruch bei der WM 2024 ist Littler zu einem der größten Sportstars Großbritanniens aufgestiegen. Dass er nun auf Windsor Castle stand, um eine königliche Auszeichnung entgegenzunehmen, bewegte ihn sichtlich. „Als ich dort ankam, dachte ich wirklich: Wie bin ich hierhergekommen?“, sagte Littler anschließend. „Es war eine bizarre Erfahrung. Gleichzeitig begreifst du aber auch, was du für den Sport bedeutet hast. Dass jemand in meinem Alter so eine Ehre erhält, bleibt unglaublich.“
Luke Littler hofft bei der kommenden Darts WM im Alexandra Palace auf prominenten Besuch von Prinz William
Im Austausch mit Prinz William ging es folgerichtig auch um die gewachsene Popularität des Dartsports. Die WM im Alexandra Palace hat sich in den vergangenen Jahren zu einem globalen Spektakel entwickelt: ausverkaufte Sessions, Millionen Zuschauer vor den Bildschirmen und eine Atmosphäre, die längst weit über die Dartswelt hinaus Strahlkraft besitzt.
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Laut Littler verfolgt William seine Karriere bereits seit einiger Zeit. „Er sagte, dass er meine Entwicklung verfolgt hat und sieht, wie groß Darts heutzutage geworden ist“, berichtete Littler. „Er erzählte sogar, dass ihm die Darts WM als ein fantastischer Abend erscheint. Vielleicht sehen wir ihn dieses Jahr ja im Ally Pally.“
Mit einem Lächeln schob der junge Engländer nach, dass es an Eintrittskarten wohl nicht scheitern müsse. „Ich habe ihn nicht wörtlich eingeladen, aber wenn er Tickets braucht, dann regeln das entweder ich oder die PDC.“
Littlers Aussagen zeigen, wie stark Darts innerhalb kurzer Zeit in der britischen Popkultur angekommen ist. Was früher vor allem als Kneipensport galt, zieht heute regelmäßig Prominente, Fußballer und andere Spitzensportler in den Alexandra Palace. Ein Besuch des Prinzen von Wales wäre ein weiteres symbolträchtiges Signal für die enorme Entwicklung der Sportart.
Fokus auf die Premier-League-Play-offs
Sportlich richtet Littler den Blick derweil auf die Play-offs der Premier League Darts. Am Donnerstagabend kämpft er in der Londoner O2 Arena um den nächsten großen Titel. Der amtierende Weltmeister zählt gemeinsam mit Luke Humphries erneut zu den Topfavoriten auf den Gesamtsieg.
Die Rivalität der beiden englischen Superstars prägt seit Monaten die Spitze des Dartsports. Die vergangenen zwei Premier-League-Endspiele wurden zwischen Littler und Humphries ausgetragen, im Vorjahr hatte Humphries das bessere Ende für sich.
Auch in dieser Saison wirkt ein erneutes Finale zwischen den beiden als naheliegendes Szenario. Littler will dennoch nicht zu weit vorausblicken, denn zunächst wartet im Halbfinale mit Gerwyn Price eine schwere Aufgabe. „Wenn ich zum dritten Mal in Folge das Finale erreiche, bin ich zufrieden“, sagte Littler. „Aber zuerst muss ich einfach ‚Gezzy‘ schlagen.“
Gleichzeitig weiß er, dass viele Fans erneut auf das Duell der beiden englischen Schwergewichte hoffen. „Manche Leute wollen wieder Luke gegen Luke im Finale sehen. Andere finden es vielleicht inzwischen ein bisschen vorhersehbar. Aber wenn wir beide weiter gewinnen und Finals erreichen, kannst du daran wenig ändern.“
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Littler über Pfiffe: „Meine Darts müssen die Antwort geben“
Neben all seinen Erfolgen bekam Littler in den vergangenen Monaten auch die Schattenseiten des Ruhms zu spüren. Bei mehreren Turnieren wurde er von Teilen des Publikums ausgebuht oder ausgepfiffen – unter anderem im Alexandra Palace, in Liverpool, Brighton und Sheffield.
Humphries sieht diese Reaktionen als Folge von Littlers außergewöhnlichem Erfolg und seiner enormen Bekanntheit. „Jeder will jemanden zu Fall bringen, der es gut macht“, hatte Humphries zuvor erklärt.
Littler selbst versucht, sich davon nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Seine Antwort auf Kritik und feindselige Reaktionen bleibt nach eigener Aussage klar: weiter gewinnen. „Der einzige Weg, damit umzugehen, ist den Kopf unten zu behalten und Spiele zu gewinnen“, sagte Littler. „Das ist es, was ich weiterhin getan habe.“
Während der Matches blende er die Stimmung in der Halle so gut wie möglich aus, betont der 19-Jährige. „Wenn das Publikum sich in bestimmten Momenten bemerkbar macht, dann müssen meine Darts die Antwort geben.“

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










