„Wenn er sich wie ein kompletter Idiot benehmen will, ist das seine Sache. Karma wird zurückschlagen“ – Ross Smith erhebt schwere Vorwürfe gegen Mensur Suljovic
PDC
Ross Smith hat nach seinem dramatischen Achtelfinal-Aus bei der Swiss Darts Trophy 2026 in Basel seinem Ärger Luft gemacht. Der Engländer unterlag Mensur Suljovic mit 5:6 und zeigte sich anschließend insbesondere über das Verhalten seines österreichischen Kontrahenten verärgert. Suljovic hatte das Publikum während der Partie wiederholt mit Gesten angeheizt – aus Sicht von Smith ausgerechnet in Momenten, die für ihn besonders ungünstig waren. Nach der Niederlage meldete sich „Smudger“ mit deutlichen Worten in den sozialen Medien zu Wort.
Dabei war Smith mit großen Ambitionen in das Turnier gegangen. Mit bereits zwei Titeln im Jahr 2026 führt er die Rangliste der laufenden European-Tour-Saison komfortabel an und wollte in Basel seinen dritten Triumph feiern. Gegen den zunächst lethargisch wirkenden Suljovic erwischte der Engländer auch den besseren Start. Doch der Österreicher steigerte sich im weiteren Verlauf der Begegnung und kämpfte sich unter anderem mit einem starken 11-Darter zurück zum Ausgleich.
Pfiffe im entscheidenden Leg – Smith vergibt zwei Matchdarts
In der Folge schien Smith die Partie gleich mehrfach zu seinen Gunsten entscheiden zu können. Zweimal gelang dem Engländer ein Break, mit dem er sich jeweils einen Vorteil verschaffte. Doch Suljovic bewies bemerkenswerte Widerstandskraft und antwortete beide Male mit einem sofortigen Rebreak. Der Österreicher, der erstmals seit 2023 wieder das Viertelfinale eines European-Tour-Turniers erreichen wollte, hielt sich damit im Spiel und erzwang schließlich ein entscheidendes Leg.
I dont blame Mensur for me losing that game. I missed 2 match darts. Simple as that. Obviously its impossible for me to no what hes doing behind my back when im throwing apart from the the crowds response. If he wants to be an absolute helmet thats on him #karma will come around
— Ross Smith (@RossSmith180) October 11, 2026
Gerade in dieser hochdramatischen Schlussphase rückte allerdings nicht nur das sportliche Geschehen in den Mittelpunkt. Suljovic wandte sich mit auffälligen Gesten an die Zuschauer, woraufhin Jubel, aber auch Buhrufe und Pfiffe durch die Arena hallten. Ob der Österreicher damit bewusst versuchte, seinen Gegner aus dem Konzept zu bringen, blieb offen. Fest steht jedoch, dass Smith ausgerechnet in der entscheidenden Situation die Nerven versagten: Der Engländer ließ zwei Matchdarts ungenutzt, ehe „The Gentle“ die Gelegenheit ergriff und seinen bemerkenswerten 6:5-Erfolg perfekt machte.
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„Wenn er sich wie ein kompletter Idiot benehmen will, ist das seine Sache“
Die angespannte Atmosphäre zwischen den beiden Profis war auch nach dem letzten Dart deutlich zu spüren. Der anschließende Handschlag fiel ausgesprochen frostig aus. Wenig später griff Smith zum Smartphone und schilderte auf der Plattform X seine Sicht auf die umstrittenen Szenen.
Dabei stellte der Engländer zunächst klar, dass er die Verantwortung für seine Niederlage durchaus bei sich selbst sehe. Anschließend fand er jedoch scharfe Worte für das Verhalten seines Gegners. „Ich mache Mensur nicht für meine Niederlage verantwortlich“, schrieb Smith. „Ich habe zwei Matchdarts verpasst. So einfach ist es. Natürlich kann ich nicht wissen, was er hinter meinem Rücken macht, wenn ich werfe, außer anhand der Reaktion des Publikums. Wenn er sich wie ein kompletter Idiot benehmen will, ist das seine Sache. Karma wird zurückschlagen.“
Für Smith endet damit eine Serie von drei European-Tour-Turnieren, bei denen er jeweils die Abendsession erreicht hatte. Der zweifache Major-Sieger muss seine Hoffnungen auf den dritten European-Tour-Titel des Jahres vorzeitig begraben. Suljovic hingegen darf weiter von seinem ersten Triumph auf der European Tour seit 2019 träumen. Im Viertelfinale von Basel trifft der Österreicher auf Dirk van Duijvenbode.

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










