WM-Drama in Japan: Ryusei Azemoto gewinnt 23 Spiele in Serie – und verliert im entscheidenden Finale sein WM-Ticket
PDC
Ryusei Azemoto hat auf schmerzhafte Weise die Qualifikation für die Darts WM verpasst. Der 30-jährige Japaner gewann bei der Entscheidung der Steel Tour Japan 2026 drei Turniere in Serie und legte eine beeindruckende Siegesserie hin, doch am Ende fehlte ihm ein weiterer Titel, um Motomu Sakai von Platz eins zu verdrängen.
Vor den letzten vier Turnieren war Azemotos Aufgabe klar und extrem schwierig. Er musste alle vier Titel holen, um Landsmann Motomu Sakai noch zu überholen und die Rückkehr in den Alexandra Palace zu erzwingen.
Sakai selbst fehlte beim Finale in Kanagawa, nachdem er am vergangenen Wochenende noch bei den World Series of Darts Finals aktiv gewesen war. Seine WM-Teilnahme war ohnehin durch Platz zwei auf der PDC Asian Tour abgesichert.
Azemoto machte es dennoch zu einem hochspannenden Duell. Er startete seine starke Serie mit dem Sieg bei Event 9. Im Halbfinale setzte er sich nach einer entscheidenden leg gegen Taiga Ajiki durch, ehe er Hiroki Kaneko im Finale mit 5:3 bezwang.
Azemoto hört nicht auf zu gewinnen
Später am Tag folgte sofort der zweite Titel. Auch bei Event 10 musste Azemoto tief gehen. Im Halbfinale lag er 3:4 gegen Shunta Takayama zurück, drehte das Match aber mit einem 13-Darter und einem 103er-Finish.
Im Finale schien seine Siegesserie anschließend erneut zu reißen. Atsushi Takeuchi führte 4:2 und bekam in leg sieben mehrere Matchdarts. Azemoto überstand diese Chancen und kämpfte sich noch zum Titel.
Auch Event 11 wurde zur Beute des Tokioers. Azemoto verlängerte seine Serie auf 18 Spiele und musste unterwegs zweimal einen Decider überstehen. Im Finale traf er auf den PDC Asian Tour-Champion Ryuta Arihara, den er schließlich mit 5:3 schlug.

Ryusei Azemoto nahm bereits zweimal an der Darts WM teil
Damit hatte Azemoto drei der vier notwendigen Titel eingefahren und seine bemerkenswerte Fluchtroute zur WM am Leben gehalten.
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Serie reißt im entscheidenden Moment
Bei Event 12 knüpfte Azemoto zunächst an seine Form an. In seinen ersten fünf Partien gab er zusammen nur sieben legs ab. Seine Siegesserie war inzwischen auf 23 Matches angewachsen.
Am Ende lief alles auf das Finale gegen Yuta Hayashi hinaus. Nur ein vierter Turniersieg in Folge hätte gereicht, um Sakai noch von Platz eins zu stoßen.
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Diesmal war der Rückstand jedoch zu groß. Azemoto lag 0:3 und später 2:4 hinten. Wo ihm zuvor mehrfach das Comeback gelungen war, klappte es im entscheidenden Moment nicht. Hayashi gewann das Finale mit 5:3 und beendete damit Azemotos beeindruckende Serie.
Motomu Sakai schloss dadurch die Rangliste der Steel Tour Japan 2026 als Erster ab und sicherte sich das zugehörige WM-Ticket. Azemoto, der im vergangenen Dezember zum zweiten Mal bei der WM startete, verpasste trotz dreier Titel in Serie die Rückkehr in den Alexandra Palace.
Das Ergebnis bringt zugleich gute Nachrichten für Man Lok Leung. Weil Sakai sein WM-Ticket über die Steel Tour Japan holt, rückt sein Startplatz über die Asian Tour an den höchstplatzierten Spieler nach, der noch nicht qualifiziert war. Das ist Leung.
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Der Spieler aus Hongkong, der zuvor mit seinem Land das Viertelfinale des World Cup of Darts erreichte und bei der WM 2024 mit dem Sieg gegen Gian van Veen für eine Überraschung sorgte, darf damit im Dezember zum dritten Mal bei der Darts WM antreten.
⭐🇭🇰 Man Lok Leung has qualified for his 3rd PDC World Darts Championship.
— Jetze Jan Idsardi (@JJIdsardi) September 23, 2026
The highly rated 27-year old had to wait for the Japan Tour to finish to secure a return to Alexandra Palace: after Ryusei Azemoto failed to win 4 events in a row, he can book a trip to London. pic.twitter.com/hrgbzqVHyk

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








