WM-Sensation David Munyua kehrt nach nervenaufreibender Entscheidung in Kenia in den Alexandra Palace zurück

PDC
Dienstag, 22 September 2026 um 9:30
David Munyua (3)
David Munyua steht im Dezember erneut auf der Bühne des Alexandra Palace. Der 30 Jahre alte Kenianer setzte sich am Sonntag bei dem Northern Africa Qualifier der African Dart Group durch und sicherte sich damit seine zweite WM-Teilnahme in Folge. Im Finale gegen seinen Landsmann Evans Njuguna musste er dafür bis zur letzten Sekunde kämpfen.
Bereits im vergangenen Jahr schrieb Munyua Geschichte: Er war der erste Kenianer überhaupt, der in Alexandra Palace antrat – und dort direkt gewann. Beim Qualifikationsturnier in Nairobi bestätigte er nun seine starke Form und buchte das Ticket für das größte Dartturnier der Welt zum zweiten Mal in Serie.

Der siebte Matchdart sitzt

Munyua legte einen überzeugenden Start hin. In den ersten beiden Partien gab er kein einziges Leg ab, ehe er sich gegen den Ugander Acidri Isaac Passi mit 5:1 durchsetzte und ins Viertelfinale einzog. Auch dort blieb er dominant: Okalany Robert Clegg fertigte er klar mit 6:0 ab. Im Anschluss wartete ein rein kenianisches Halbfinale gegen Peter Wanjii.
David Munyua schreit seine Freude heraus.
Munyua sorgte im Vorjahr bei seinem WM-Debüt für eine der größten Sensationen überhaupt, als er Mike De Decker mit 3:2 in Sätzen besiegte.
Gegen Wanjii geriet Munyua erstmals unter Druck und lag mit 3:5 zurück. Genau in dieser Phase zeigte er jedoch seine Erfahrung: Mit vier Legs am Stück drehte er die Partie und zog mit 7:5 ins Finale ein.
Dort traf er auf Evans Njuguna, der ebenfalls kurz vor seiner ersten WM-Teilnahme stand. Beide Spieler ließen sich kaum etwas durchgehen. Bei einer 7:6-Führung erhielt Njuguna sogar einen Matchdart bei 81 Rest, den er allerdings liegen ließ. Munyua nutzte die Chance und erzwang ein Entscheidungsleg.
Nach zwölf geworfenen Darts stand er bereits bei nur noch 56 Punkten Rest – dann aber zog sich die Partie spürbar in die Länge. Insgesamt sieben Matchdarts vergab Munyua, bevor die Doppel-10 endlich saß. Nach einer nervenaufreibenden Schlussphase stand sein Ticket für den Alexandra Palace fest.
Schon bei seinem WM-Debüt im Vorjahr sorgte der Kenianer für eine der größten Überraschungen des Turniers, als er den ehemaligen World-Grand-Prix-Champion Mike De Decker mit 3:2 bezwang und als erster Kenianer überhaupt einen Sieg auf der WM-Bühne feierte. Im Dezember bekommt er nun die Gelegenheit, erneut anzugreifen.

Njuguna scheitert um einen Pfeil am WM-Debüt

Für Njuguna überwog dagegen die Enttäuschung. Nur einen Wurf trennte ihn von seiner ersten WM-Teilnahme, nachdem er in Nairobi ein starkes Turnier gespielt hatte. Seine Kampagne begann er mit zwei klaren 4:1-Siegen, ehe er Darius Nyenyo mit 5:2 bezwang.
Für Aufsehen sorgte Njuguna anschließend im Viertelfinale: Den topgesetzten Peter Waichuri warf er in einem engen Entscheidungsleg aus dem Turnier. Im Halbfinale ließ er dann wenig anbrennen und setzte sich deutlich mit 7:3 gegen Festus Chepkwony durch.
Auch im Finale hatte Njuguna seine Chance, ehe der verpasste Matchdart auf Doppel-10 letztlich den Ausschlag gab. Sein WM-Debüt muss nun mindestens ein weiteres Jahr warten.
Munyua ist damit vorerst der einzige afrikanische Spieler mit einem fixen WM-Ticket. Am 1. November folgt der Southern Africa Qualifier – dort entscheidet sich, welcher weitere Vertreter den Kenianer auf der Bühne des Alexandra Palace begleiten wird.

Ergebnisse Northern Africa Qualifier

Viertelfinale
Evans Njuguna 6 VS 5 Peter Waichuri
Festus Chepkwony 6 VS 4 Charles Njuguna
Peter Wanjii 6 VS 2 Dominic Munyao
David Munyua 6 VS 0 Okalany Robert Clegg
Halbfinale
Evans Njuguna 7 VS 3 Festus Chepkwony
David Munyua 7 VS 5 Peter Wanjii
Finale
David Munyua 8 VS 7 Evans Njuguna
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare

Loading