WM-Sensation David Munyua kehrt nach nervenaufreibender Entscheidung in Kenia in den Alexandra Palace zurück
PDCDavid Munyua steht im Dezember erneut auf der Bühne des Alexandra Palace. Der 30 Jahre alte Kenianer setzte sich am Sonntag bei dem Northern Africa Qualifier der African Dart Group durch und sicherte sich damit seine zweite WM-Teilnahme in Folge. Im Finale gegen seinen Landsmann Evans Njuguna musste er dafür bis zur letzten Sekunde kämpfen.
Bereits im vergangenen Jahr schrieb Munyua Geschichte: Er war der erste Kenianer überhaupt, der in Alexandra Palace antrat – und dort direkt gewann. Beim Qualifikationsturnier in Nairobi bestätigte er nun seine starke Form und buchte das Ticket für das größte Dartturnier der Welt zum zweiten Mal in Serie.
Der siebte Matchdart sitzt
Munyua legte einen überzeugenden Start hin. In den ersten beiden Partien gab er kein einziges Leg ab, ehe er sich gegen den Ugander Acidri Isaac Passi mit 5:1 durchsetzte und ins Viertelfinale einzog. Auch dort blieb er dominant: Okalany Robert Clegg fertigte er klar mit 6:0 ab. Im Anschluss wartete ein rein kenianisches Halbfinale gegen Peter Wanjii.

Munyua sorgte im Vorjahr bei seinem WM-Debüt für eine der größten Sensationen überhaupt, als er Mike De Decker mit 3:2 in Sätzen besiegte.
Gegen Wanjii geriet Munyua erstmals unter Druck und lag mit 3:5 zurück. Genau in dieser Phase zeigte er jedoch seine Erfahrung: Mit vier Legs am Stück drehte er die Partie und zog mit 7:5 ins Finale ein.
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Dort traf er auf Evans Njuguna, der ebenfalls kurz vor seiner ersten WM-Teilnahme stand. Beide Spieler ließen sich kaum etwas durchgehen. Bei einer 7:6-Führung erhielt Njuguna sogar einen Matchdart bei 81 Rest, den er allerdings liegen ließ. Munyua nutzte die Chance und erzwang ein Entscheidungsleg.
Nach zwölf geworfenen Darts stand er bereits bei nur noch 56 Punkten Rest – dann aber zog sich die Partie spürbar in die Länge. Insgesamt sieben Matchdarts vergab Munyua, bevor die Doppel-10 endlich saß. Nach einer nervenaufreibenden Schlussphase stand sein Ticket für den Alexandra Palace fest.
Schon bei seinem WM-Debüt im Vorjahr sorgte der Kenianer für eine der größten Überraschungen des Turniers, als er den ehemaligen World-Grand-Prix-Champion Mike De Decker mit 3:2 bezwang und als erster Kenianer überhaupt einen Sieg auf der WM-Bühne feierte. Im Dezember bekommt er nun die Gelegenheit, erneut anzugreifen.
Njuguna scheitert um einen Pfeil am WM-Debüt
Für Njuguna überwog dagegen die Enttäuschung. Nur einen Wurf trennte ihn von seiner ersten WM-Teilnahme, nachdem er in Nairobi ein starkes Turnier gespielt hatte. Seine Kampagne begann er mit zwei klaren 4:1-Siegen, ehe er Darius Nyenyo mit 5:2 bezwang.
Für Aufsehen sorgte Njuguna anschließend im Viertelfinale: Den topgesetzten Peter Waichuri warf er in einem engen Entscheidungsleg aus dem Turnier. Im Halbfinale ließ er dann wenig anbrennen und setzte sich deutlich mit 7:3 gegen Festus Chepkwony durch.
Auch im Finale hatte Njuguna seine Chance, ehe der verpasste Matchdart auf Doppel-10 letztlich den Ausschlag gab. Sein WM-Debüt muss nun mindestens ein weiteres Jahr warten.
Munyua ist damit vorerst der einzige afrikanische Spieler mit einem fixen WM-Ticket. Am 1. November folgt der Southern Africa Qualifier – dort entscheidet sich, welcher weitere Vertreter den Kenianer auf der Bühne des Alexandra Palace begleiten wird.
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Ergebnisse Northern Africa Qualifier
| Viertelfinale | ||||
| Evans Njuguna | 6 | VS | 5 | Peter Waichuri |
| Festus Chepkwony | 6 | VS | 4 | Charles Njuguna |
| Peter Wanjii | 6 | VS | 2 | Dominic Munyao |
| David Munyua | 6 | VS | 0 | Okalany Robert Clegg |
| Halbfinale | ||||
| Evans Njuguna | 7 | VS | 3 | Festus Chepkwony |
| David Munyua | 7 | VS | 5 | Peter Wanjii |
| Finale | ||||
| David Munyua | 8 | VS | 7 | Evans Njuguna |

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











