Nathan Aspinall und
Gerwyn Price haben beim
World Grand Prix 2026 eindrucksvoll ihre Titelambitionen unterstrichen. Beide Topstars lösten am Mittwochabend in Leicester ohne einen einzigen Satzverlust ihr Ticket für das Viertelfinale. Während „The Asp“ Luke Woodhouse mit 3:0 bezwang und seinen Sieg mit einem 106er-Highfinish krönte, ließ auch Price dem frischgebackenen World-Series-Finals-Champion Ross Smith beim 3:0 kaum eine Chance.
Für das spielerische Spektakel des Abends sorgte derweil
Jonny Clayton. „The Ferret“ eröffnete sein Achtelfinale gegen Wessel Nijman mit gleich drei Highfinishes innerhalb eines Satzes und setzte sich letztlich mit 3:1 durch. Komplettiert wurde das Viertelfinal-Quartett von Ryan Joyce, der einen gebrauchten Abend von Danny Noppert konsequent ausnutzte und den Niederländer ebenfalls glatt mit 3:0 aus dem Turnier nahm.
Aspinall übersteht Woodhouse-Aufbäumen und siegt 3:0
Nathan Aspinall setzte im letzten Spiel des Abends ein deutliches Ausrufezeichen. „The Asp“ bezwang Luke Woodhouse mit 3:0, wobei das klare Satzergebnis über den Widerstand seines Landsmannes hinwegtäuscht. Vor allem im dritten Durchgang hatte Woodhouse seine Möglichkeiten, ehe Aspinall die Partie mit einem sehenswerten 106er-Highfinish beendete und ins Viertelfinale einzog.
Nathan Aspinall ließ gegen Luke Woodhouse keinen Satz liegen und krönte seinen 3:0-Erfolg mit einem 106er-Highfinish zum Matchgewinn.
Dabei hatte Aspinall zunächst alles unter Kontrolle. Die ersten drei Legs gingen geschlossen an den Engländer, der den Auftaktsatz damit ohne Legverlust für sich entschied. Auch Satz zwei begann mit einem weiteren Leggewinn für „The Asp“. Woodhouse meldete sich anschließend spektakulär zurück: Nachdem Aspinall drei Darts auf Doppel-4 beziehungsweise Doppel-2 ausgelassen hatte, räumte „Woody“ starke 135 Punkte aus dem Board. Aspinall reagierte jedoch sofort mit dem Re-Break und machte wenig später mit einem nervenstarken 104er-Finish auch den zweiten Satz perfekt.
Woodhouse wehrte sich noch einmal. Mit einem Break eröffnete er Satz drei und zog anschließend auf 2:0 davon. Doch Aspinall ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Ein 74er-Checkout brachte ihn zurück in den Durchgang, anschließend bestrafte er einen knapp vergebenen 111er-Finishversuch seines Gegners und stellte auf 2:2. Das Momentum war damit endgültig gekippt – mit 106 Punkten zum Match setzte Aspinall schließlich den perfekten Schlusspunkt.
Price lässt Smith keine Chance
Ähnlich souverän präsentierte sich zuvor Gerwyn Price. Der Waliser setzte sich ebenfalls mit 3:0 durch und beendete damit den Lauf von Ross Smith, der erst wenige Tage zuvor die World Series of Darts Finals gewonnen hatte.
Dabei war Price im ersten Satz zunächst gefordert. Nach einem 94er-Finish zum 1:1 schnappte sich Smith auf der Doppel-16 sogar das Break zur 2:1-Führung. „The Iceman“ antwortete allerdings postwendend, holte sich auf der Doppel-8 das Re-Break und entschied den Satz anschließend auf der Doppel-12 für sich.
Von diesem Moment an übernahm Price zunehmend die Kontrolle. Im zweiten Durchgang bestrafte er zunächst ausgelassene Chancen seines Gegners mit dem Break und legte anschließend ein starkes 86er-Finish in zwei Darts nach. Zwar gelang Smith auf Tops noch der Anschluss, doch Price machte kurz darauf die 2:0-Satzführung perfekt.
Auch im dritten Satz stellte der Waliser früh die Weichen auf Sieg. Ein 72er-Checkout brachte ihm das Break, ehe Smith mit einem 116er-Finish noch einmal verkürzte. Mehr ließ Price jedoch nicht zu: Mit einem 87er-Finish in nur zwei Darts vollendete „The Iceman“ seinen glatten 3:0-Erfolg und marschierte ins Viertelfinale.
Drei Highfinishes in einem Satz: Clayton liefert Finishing-Show
Einen der spektakulärsten Sätze des bisherigen
World Grand Prix spielte Jonny Clayton gegen Wessel Nijman. Der Waliser benötigte im gesamten ersten Durchgang kein einziges gewöhnliches Finish: 112, 116 und schließlich 125 Punkte räumte „The Ferret“ nacheinander aus dem Board. Besonders sehenswert war das letzte Checkout, das Clayton über Bullseye, Single-Bull und erneut Bullseye vollendete. Der erste Satz ging folgerichtig mit 3:0 an den ehemaligen World-Grand-Prix-Champion.
Nijman ließ sich davon allerdings nicht abschütteln. Der Niederländer kämpfte sich im zweiten Satz zurück und nutzte einen vergebenen 149er-Finishversuch Claytons, um mit einem 60er-Checkout zum 1:1 nach Sätzen auszugleichen.
Danach übernahm Clayton wieder das Kommando – und erneut spielte sein Finishing die Hauptrolle. Als Nijman bei 36 Restpunkten drei Chancen liegen ließ, bestrafte ihn der Waliser mit einem spektakulären 126er-Bullfinish. Clayton zog auf 2:0 davon und sicherte sich den dritten Satz schließlich mit einem 84er-Checkout.
Auch im vierten Durchgang erwiesen sich Nijmans Doppelprobleme als entscheidend. Clayton nutzte einen weiteren Fehler des Niederländers zur frühen Führung und brachte sich wenig später mit 2:1 bis auf ein Leg an das Viertelfinale heran. Eine letzte Chance Nijmans blieb bei 152 Restpunkten ungenutzt. Mit einer Doppelquote von lediglich 26 Prozent hatte der Niederländer an diesem Abend zu viele Möglichkeiten liegen gelassen – Clayton bestrafte auch den letzten Fehler und machte seinen 3:1-Erfolg perfekt. Damit steht „The Ferret“ zum dritten Mal in Folge im Viertelfinale des World Grand Prix.
Joyce nutzt Nopperts gebrauchten Abend eiskalt aus
Zum Auftakt des Abends hatte Ryan Joyce überraschend deutlich das erste Viertelfinalticket gelöst. „Relentless“ setzte sich mit 3:0 gegen Danny Noppert durch und überzeugte dabei vor allem mit seinem Finishing.
Bereits der erste Satz gab die Richtung vor. Nach einem verhaltenen Beginn landete Joyce mit einem 96er-Checkout das erste Break und machte den Durchgang anschließend mit 72 Punkten zum 3:1 perfekt. Noppert wirkte unzufrieden und suchte nach dem Satz das Gespräch mit Schiedsrichter Kirk Bevins. Offenbar störten den Niederländer Geräusche beziehungsweise ein Knarren im Bereich des Bühnenbodens.
Joyce ließ sich davon nicht beeinflussen und spielte konsequent weiter. Auch im zweiten Satz setzte er sich ab und nutzte schließlich einen vergebenen 167er-Finishversuch Nopperts, um mit 56 Restpunkten die 2:0-Satzführung herzustellen.
Noppert eröffnete den dritten Durchgang zwar mit einem Treffer auf Tops, doch Joyce blieb unerbittlich. Nach dem 1:1-Ausgleich schnappte sich der Engländer mit einem 100er-Checkout das Break und stand unmittelbar vor dem Viertelfinale. Wenig später war Schluss: Mit einem weiteren starken 96er-Finish vollendete Joyce den überraschend deutlichen 3:0-Erfolg und schickte Noppert nach Hause.