Für
Danny Noppert ist der
World Grand Prix 2026 im Achtelfinale zu Ende gegangen. Der Niederländer musste sich in der zweiten Runde einem äußerst effizienten Ryan Joyce deutlich mit 0:3 geschlagen geben und verpasste damit den Einzug ins Viertelfinale. Nach der Partie rückte das sportliche Geschehen allerdings schnell in den Hintergrund. Denn „The Freeze“ wirkte bereits ab dem ersten Dart irritiert, weil auf der Bühne offenbar etwas nicht stimmte.
Direkt nach dem Walk-on suchte Noppert bereits das Gespräch mit Kirk Bevins, der die Partie als Caller und Referee begleitete. Was den Niederländer beschäftigte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ersichtlich. Nach dem verlorenen ersten Satz wandte er sich erneut an Bevins. Im zweiten Durchgang gestikulierte Noppert schließlich deutlich in Richtung seines Anhangs und machte darauf aufmerksam, dass die Bühne knarzte, wenn Joyce nach seinen Aufnahmen zurücklief.
Noppert erklärt seine Irritationen auf der Bühne
Was genau hinter Nopperts auffälligem Verhalten steckte, blieb zunächst unklar. Inzwischen hat der Niederländer selbst für Aufklärung gesorgt. Auf seinem offiziellen
Instagram-Account erläuterte Noppert, warum ihn die Geräusche während der Partie derart aus dem Konzept gebracht hatten. „Das ist leider eines der schwierigsten Dinge beim Leben mit ADHS“, beginnt der Niederländer seine Erklärung.
Danny Noppert verpasste nach einer schwierigen Partie gegen Ryan Joyce den Einzug ins Viertelfinale des World Grand Prix.
„Ich habe Ryan die ganze Zeit hin- und herlaufen gehört und es kam ein knarzendes Geräusch von unter der Bühne. Ich bekam es nicht aus dem Kopf und konnte mich schlichtweg unmöglich konzentrieren. Die PDC hat nach meinem Match bestätigt, dass tatsächlich etwas locker war. Ich habe es mir also nicht eingebildet, da war wirklich etwas im Argen.“
Trotz der ungewöhnlichen Umstände überwog bei Noppert nach seinem Ausscheiden vor allem die Enttäuschung über die eigene Leistung. „Aber im Moment ändert das nichts daran, wie enttäuscht ich von mir selbst bin. Ich weiß, was ich kann, und dass ich besser hätte performen müssen. Das tut weh. Trotzdem muss ich es nehmen, wie es kommt: eine neue Lektion, eine neue Erfahrung und ein neuer Antrieb, noch stärker zurückzukommen. Es ist furchtbar, dass es so laufen musste.“
Damit ist der
World Grand Prix für Noppert nach der zweiten Runde beendet. Joyce hingegen setzt seinen starken Lauf in Leicester fort. Nachdem er bereits zum Auftakt Michael van Gerwen bezwingen konnte, steht er nun im Viertelfinale und kehrt am Freitagabend ans Oche zurück. Dort trifft er auf den Sieger der Partie zwischen Luke Woodhouse und Nathan Aspinall.