Dutch Darts Championship: Gian van Veen pulverisiert European-Tour-Rekord – Michael van Gerwen und Jonny Clayton scheitern trotz starker Leistungen

PDC
Gian van Veen jubelt
Gian van Veen hat den Samstagabend bei der Dutch Darts Championship mit einem historischen Auftritt geprägt. Der Niederländer stellte mit 120,24 Punkten einen neuen European-Tour-Averagerekord auf. Michael van Gerwen und Titelverteidiger Jonny Clayton schieden dagegen bereits in Runde zwei aus. Stephen Bunting durfte sich am Ende des Abends über die Qualifikation für die European Championship freuen.

Price und Wattimena ziehen souverän ins Achtelfinale ein

Gerwyn Price eröffnete die Abendsession gegen Scott Williams mit einem 106er-Highfinish. Der Engländer ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und glich zum 2:2 aus. Anschließend verpasste Williams die Gelegenheit, selbst die Führung zu übernehmen.
Price nutzte diese Chance und setzte sich in der Folge ab. Mit einem 59er-Checkout besiegelte „The Iceman“ seinen 6:3-Erfolg und sicherte sich den Einzug ins Achtelfinale.
Anschließend trafen Jermaine Wattimena und Jimmy van Schie im niederländischen Duell aufeinander. Wattimena erwischte den deutlich besseren Start und zog schnell auf 4:0 davon. Van Schie kämpfte sich anschließend etwas heran und verkürzte mit einem 36er-Checkout auf 2:4.
Weitere vergebene Doppelchancen verhinderten jedoch eine engere Begegnung. Wattimena übernahm wieder die Kontrolle und machte mit einem Treffer auf Doppel 16 den 6:2-Sieg perfekt.

Bunting wahrt seine EM-Chance

Für Stephen Bunting stand gegen Cameron Menzies deutlich mehr als der Achtelfinaleinzug auf dem Spiel. Eine Niederlage hätte für „The Bullet“ das Aus im Rennen um die European Championship bedeutet.
Menzies brachte zunächst sein Anwurfleg durch, ehe Bunting mit einem 82er-Checkout ausglich. In einem von Doppelproblemen geprägten dritten Leg gelang dem Engländer schließlich das Break zur 2:1-Führung.
Danach verlor Menzies zunehmend den Anschluss. Bunting erhöhte auf 4:1, bevor der Schotte mit einem überraschenden 150er-Highfinish noch einmal seine Klasse aufblitzen ließ.
Eine Wende leitete dieses Highlight allerdings nicht ein. Bunting nutzte den schwachen Auftritt seines Gegners und besiegelte auf Doppel 20 den 6:2-Erfolg. Damit hielt er seine Qualifikationshoffnungen am Leben. Endgültige Gewissheit brachte ihm erst der weitere Verlauf des Abends.
Stephen Bunting (1)
Machte mit seinem Sieg die Qualifikation für die European Championship sicher: Stephen Bunting

Historischer Auftritt: Van Veen spielt 120,24 Punkte im Average

Danach sorgte Gian van Veen für den sportlichen Höhepunkt der Session. Gegen Sebastian Bialecki eröffnete die niederländische Nummer eins mit zwei 12-Dartern und legte anschließend das 3:0 auf Doppel 20 nach.
Van Veen spielte nahezu fehlerlos und hielt seinen Average jenseits der 120-Punkte-Marke. Ein 13-Darter brachte ihm die 4:0-Führung, ein anschließender 11-Darter bereits das 5:0. Bialecki blieb gegen dieses Tempo praktisch nur die Zuschauerrolle.
Im sechsten Leg rückte sogar der Bühnenrekord von Michael van Gerwen in Reichweite. Van Veen verpasste allerdings ein 127er-Finish auf dem Bullseye und damit die Chance, auch diese Bestmarke zu übertreffen.
Auf Doppel 16 beendete er die Begegnung schließlich mit einem 14-Darter – seinem längsten Leg des gesamten Spiels. Unter dem Strich stand ein unglaublicher Average von 120,24 Punkten.
Damit übertraf van Veen den bisherigen European-Tour-Rekord von Dave Chisnall aus dem Jahr 2018. Für Bialecki bedeutete die deutliche 0:6-Niederlage zugleich das Ende seiner Hoffnungen auf eine Teilnahme an der European Championship.

O’Connor bezwingt van Gerwen mit spektakulären Finishes

Michael van Gerwen bekam es anschließend mit einem nervenstarken William O’Connor zu tun. Drei vergebene Doppelchancen des Niederländers ermöglichten dem Iren zunächst die 2:1-Führung.
Van Gerwen antwortete mit zwei 72er-Checkouts und drehte die Partie zum 3:2. O’Connor hielt jedoch dagegen und stellte mit einem 136er-Highfinish den Ausgleich her.
Auch in der entscheidenden Phase überzeugte der Ire mit starken Checkouts. Mit 131 Punkten erzwang er ein Entscheidungsleg, in dem beide Spieler noch einmal Druck ausübten.
O’Connor stellte sich mit einer 180 auf 121 Rest. Van Gerwen antwortete mit einer 140 und brachte sich auf 109 Punkte in Position. Eine weitere Aufnahme bekam der Niederländer jedoch nicht mehr.
O’Connor checkte die 121 Punkte auf dem Bullseye und warf van Gerwen mit 6:5 aus dem Turnier. Dabei überzeugte der Ire mit einem Average von über 100 Punkten.

Heta lässt Titelverteidiger Clayton keine Chance

Auch für Jonny Clayton endete das Turnier überraschend früh. Der Titelverteidiger geriet gegen Damon Heta schnell unter Druck und musste mitansehen, wie der Australier 126 Punkte zur 2:0-Führung checkte.
Clayton verkürzte zwar auf 1:2, konnte Heta anschließend aber nicht mehr stoppen. Der Australier spielte konsequent weiter und ließ dem Waliser trotz dessen guter Leistung kaum Möglichkeiten.
Mit einem 52er-Checkout vollendete Heta seinen deutlichen 6:1-Erfolg. Sein Average von über 103 Punkten unterstrich den starken Auftritt.

Aspinall beendet Smiths EM-Hoffnungen

Im vorletzten Spiel des Abends trafen Nathan Aspinall und Michael Smith aufeinander. Smith ließ zu Beginn mehrere Doppelchancen liegen, während Aspinall mit einem 132er-Bullfinish für ein frühes Highlight sorgte und auf 3:1 davonzog.
Anschließend festigte „The Asp“ seine Kontrolle über die Begegnung. Smith fand keine passende Antwort mehr und musste mitansehen, wie sein Gegner auch noch 130 Punkte auscheckte.
Aspinall setzte sich schließlich deutlich mit 6:1 durch. Smiths Niederlage entschied zugleich das Rennen um die letzten EM-Plätze: Bunting durfte endgültig über sein Ticket für Dortmund jubeln.

Reyes glänzt zum Abschluss mit 110er-Average

Zum Abschluss setzte Cristo Reyes gegen Chris Dobey ein weiteres Ausrufezeichen. Der Spanier startete mit Legs in elf, 14, elf und erneut 14 Darts und stürmte zur 4:0-Führung.
Damit bewegte sich auch Reyes zwischenzeitlich jenseits der 120-Punkte-Marke im Average. Dobey fand anschließend zwar besser in die Partie und gewann noch zwei Legs, konnte den Spanier aber nicht mehr ernsthaft gefährden.
Reyes brachte den 6:2-Erfolg souverän ins Ziel. Mit einem Average von rund 110 Punkten lieferte er einen eindrucksvollen Abschluss eines hochklassigen Abends in Maastricht.
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