
Der World Grand Prix nimmt seit 1998 einen besonderen Platz im PDC-Kalender ein. Das Turnier hebt sich durch das einzigartige Double-in-, Double-out-Format ab, bei dem jedes Leg nicht nur mit einem Doppel beendet, sondern auch auf einem Doppel eröffnet werden muss.
In mehr als einem Vierteljahrhundert wurden so zahlreiche besondere Rekorde aufgestellt. Phil Taylor dominiert weite Teile der Rekordbücher, aber auch Namen wie Michael van Gerwen, James Wade, Gian van Veen und Brendan Dolan haben sich in die Geschichte des World Grand Prix eingetragen.
Phil Taylor unangefochtener Rekordsieger
Wer auf die Siegerliste des World Grand Prix blickt, kommt an Taylor nicht vorbei. „The Power“ gewann das Turnier sage und schreibe elfmal und ist damit mit Abstand der erfolgreichste Spieler der Historie.
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Taylor nahm neunzehnmal teil und erreichte elfmal das Finale. Bemerkenswert: Er verlor kein einziges Endspiel, sobald er erst einmal in die Schlussrunde eingezogen war.
Sein erster Titel kam direkt bei der Premierenausgabe 1998. Damals wurde noch im Leg-Format gespielt, und Taylor besiegte Rod Harrington im Finale mit 13:8. Auch 1999 und 2000 holte er den Titel. Erst 2001 endete seine Ungeschlagen-Serie bei diesem Turnier.
Sein elfter und letzter World-Grand-Prix-Titel folgte 2013. Taylor zeigte damals noch einmal, wie dominant er bei diesem Event sein konnte. Dave Chisnall gewann im Finale keinen einzigen Satz und wurde mit 6:0 abgefertigt.
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Michael van Gerwen kommt mit sechs Triumphen am nächsten an Taylor heran. James Wade ist mit zwei Titeln der einzige weitere Spieler, der den World Grand Prix mehr als einmal gewinnen konnte.

Niemand gewann den World Grand Prix öfter als Phil Taylor
Anzahl der Titel beim World Grand Prix
| Titel | Spieler |
| 11 | Phil Taylor |
| 6 | Michael van Gerwen |
| 2 | James Wade |
| 1 | Gerwyn Price |
| 1 | Luke Humphries |
| 1 | Alan Warriner |
| 1 | Colin Lloyd |
| 1 | Robert Thornton |
| 1 | Daryl Gurney |
| 1 | Jonny Clayton |
| 1 | Mike De Decker |
| 1 | Luke Littler |
Nur drei 9-Darter
Ein perfektes Leg ist bei jedem PDC-Turnier besonders, doch beim World Grand Prix ist ein 9-Darter noch seltener. In der gesamten Geschichte des Events wurden lediglich drei geworfen.
Das liegt vor allem am Format. Weil ein Spieler sein Leg auf einem Doppel eröffnen muss, gibt es weniger Routen zum perfekten Leg. Ein 9-Darter ist nur möglich, wenn der erste Pfeil in D20, D17 oder das Bullseye trifft. Wer etwa standardmäßig über D16 eröffnet, kann in diesem Fall nicht mehr in neun Pfeilen checken.
Brendan Dolan schrieb 2011 Geschichte, als er als erster Spieler überhaupt einen 9-Darter im Double-in-, Double-out-Format produzierte. Der Nordire gelang dies in seinem Halbfinale gegen Wade.
Dolan startete das perfekte Leg mit 160, legte die maximale 180 nach und ließ sich somit 161 stehen. Auch dieses Finish checkte er. Die historische Leistung brachte ihm schließlich seinen bekannten Spitznamen „The History Maker“ ein.
Drei Jahre später folgte ein bis heute einzigartiges Match in der Darts-Geschichte. Am 08.10.2014 trafen Wade und Robert Thornton aufeinander und beiden Spielern gelang ein 9-Darter. Nie zuvor und auch nie danach wurde in einem Spiel beim World Grand Prix von beiden Akteuren ein perfektes Leg geworfen.
Gian van Veen knackt uralten Rekord
Einer der jüngsten Rekorde geht auf das Konto von Gian van Veen. Seit 2025 hält der Niederländer das höchste Match-Average in der Geschichte des World Grand Prix.
Zuvor stand der Rekord ganze 24 Jahre bei Alan Warriner. Der Engländer erreichte 2001 einen Average von 106,45 Punkten. Van Veen übertraf das 2025 knapp. In seinem Erstrundenmatch gegen Luke Littler notierte er einen Average von 106,47 Punkten.
Bemerkenswert: Van Veen gewann trotz Rekord-Average nicht einmal einen Satz. Littler besiegte ihn 2:0 und spielte selbst auf außergewöhnlich hohem Niveau. „The Nuke“ verzeichnete einen Average von 105,58 und belegt damit Rang drei der ewigen Liste. Van Veen und Littler halten damit auch gemeinsam das höchste kombinierte Match-average aller Zeiten beim World Grand Prix.
Die meisten Averages über 100 werden wegen der kürzeren Distanz in Runde eins erzielt. Es gibt jedoch markante Ausnahmen. Van Gerwen kam beim World Grand Prix 2016 in seinem Viertelfinale über vier Sätze auf einen Average von 103,09. Taylor schaffte Vergleichbares in einem Halbfinale gegen Richie Burnett. „The Power“ notierte 103,02 und gewann das Match mit 5:2.
Höchste Match-averages beim World Grand Prix
| Average | Name | Jahr + Runde |
| 106,47 | Gian van Veen | 2025, erste Runde |
| 106,45 | Alan Warriner | 2001, erste Runde |
| 105,58 | Luke Littler | 2025, erste Runde |
| 104,86 | Gary Anderson | 2013, erste Runde |
| 104,47 | Michael van Gerwen | 2013, erste Runde |
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Van Gerwen kratzt haarscharf an der Hundert
Obwohl mehrere Spieler in einzelnen Partien Averages von über 100 gespielt haben, ist es noch niemandem gelungen, den World Grand Prix mit einem Turnieraverage von mindestens 100 zu gewinnen.
Van Gerwen war 2016 außergewöhnlich nah dran. Der Niederländer erzielte in seinen fünf Matches der Reihe nach Averages von 97,39, 97,17, 103,09, 99,37 und 100,29. Über das gesamte Turnier ergab das einen Average von 99,97 Punkten.
James Wade kommt immer wieder zurück
Während Taylor die meisten Titel gewonnen hat, hält Wade einen anderen beeindruckenden Langzeitrekord. Kein Spieler stand öfter am Oche des World Grand Prix als „The Machine“.
Wade fehlte zwischen 1998 und 2004, ist seit seinem Debüt jedoch ununterbrochen dabei. 2026 startet der linkshändige Engländer damit zum 22. Mal.
James Wade nimmt zum 22. Mal in seiner Karriere am World Grand Prix teil
Ausgerechnet der World Grand Prix scheint auf dem Papier hervorragend zu Wade zu passen. Der Engländer ist seit jeher für seine Effizienz auf die Doppel bekannt, eine Qualität, die im Double-in/Double-out-Format noch stärker ins Gewicht fällt.
Vor allem in der ersten Phase seiner Karriere wusste Wade das zu nutzen. Er gewann den World Grand Prix 2007 und 2010. 2014 erreichte er erneut das Finale, doch ein dritter Titel blieb aus.
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Zwanzig Maximums in einem Finale
Auch bei den 180ern taucht Taylors Name ganz oben in den Rekordlisten auf. „The Power“ hält sowohl den Rekord für die meisten Maximums in einer einzelnen Partie als auch für die meisten 180er während einer gesamten Ausgabe des World Grand Prix.
Beide Bestmarken stammen bemerkenswerterweise aus dem Jahr 1998. Das war die einzige Auflage des World Grand Prix, in der noch ein Legformat gespielt wurde. Ab dem Jahr darauf stellte das Turnier auf das charakteristische Setformat um.
Im Finale gegen Harrington produzierte Taylor eine beispiellose Anzahl an Maximums. In den 21 gespielten legs warf er sage und schreibe zwanzigmal eine 180.
Über das gesamte Turnier kam Taylor damals auf 42 Maximums. Auch diese Zahl ist seither unerreicht.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











