Elf Titel für Phil Taylor, historische Neun-Darter: Die größten Rekorde beim World Grand Prix

PDC
Samstag, 26 September 2026 um 6:00
2026-09-25_10-48_Landscape
Der World Grand Prix nimmt seit 1998 einen besonderen Platz im PDC-Kalender ein. Das Turnier hebt sich durch das einzigartige Double-in-, Double-out-Format ab, bei dem jedes Leg nicht nur mit einem Doppel beendet, sondern auch auf einem Doppel eröffnet werden muss.
In mehr als einem Vierteljahrhundert wurden so zahlreiche besondere Rekorde aufgestellt. Phil Taylor dominiert weite Teile der Rekordbücher, aber auch Namen wie Michael van Gerwen, James Wade, Gian van Veen und Brendan Dolan haben sich in die Geschichte des World Grand Prix eingetragen.

Phil Taylor unangefochtener Rekordsieger

Wer auf die Siegerliste des World Grand Prix blickt, kommt an Taylor nicht vorbei. „The Power“ gewann das Turnier sage und schreibe elfmal und ist damit mit Abstand der erfolgreichste Spieler der Historie.
Taylor nahm neunzehnmal teil und erreichte elfmal das Finale. Bemerkenswert: Er verlor kein einziges Endspiel, sobald er erst einmal in die Schlussrunde eingezogen war.
Sein erster Titel kam direkt bei der Premierenausgabe 1998. Damals wurde noch im Leg-Format gespielt, und Taylor besiegte Rod Harrington im Finale mit 13:8. Auch 1999 und 2000 holte er den Titel. Erst 2001 endete seine Ungeschlagen-Serie bei diesem Turnier.
Sein elfter und letzter World-Grand-Prix-Titel folgte 2013. Taylor zeigte damals noch einmal, wie dominant er bei diesem Event sein konnte. Dave Chisnall gewann im Finale keinen einzigen Satz und wurde mit 6:0 abgefertigt.
Michael van Gerwen kommt mit sechs Triumphen am nächsten an Taylor heran. James Wade ist mit zwei Titeln der einzige weitere Spieler, der den World Grand Prix mehr als einmal gewinnen konnte.
Phil Taylor posiert mit dem Pokal beim World Grand Prix
Niemand gewann den World Grand Prix öfter als Phil Taylor
Anzahl der Titel beim World Grand Prix
TitelSpieler
11 Phil Taylor
6 Michael van Gerwen
2 James Wade
1 Gerwyn Price
1 Luke Humphries
1 Alan Warriner
1 Colin Lloyd
1 Robert Thornton
1 Daryl Gurney
1 Jonny Clayton
1 Mike De Decker
1Luke Littler

Nur drei 9-Darter

Ein perfektes Leg ist bei jedem PDC-Turnier besonders, doch beim World Grand Prix ist ein 9-Darter noch seltener. In der gesamten Geschichte des Events wurden lediglich drei geworfen.
Das liegt vor allem am Format. Weil ein Spieler sein Leg auf einem Doppel eröffnen muss, gibt es weniger Routen zum perfekten Leg. Ein 9-Darter ist nur möglich, wenn der erste Pfeil in D20, D17 oder das Bullseye trifft. Wer etwa standardmäßig über D16 eröffnet, kann in diesem Fall nicht mehr in neun Pfeilen checken.
Brendan Dolan schrieb 2011 Geschichte, als er als erster Spieler überhaupt einen 9-Darter im Double-in-, Double-out-Format produzierte. Der Nordire gelang dies in seinem Halbfinale gegen Wade.
Dolan startete das perfekte Leg mit 160, legte die maximale 180 nach und ließ sich somit 161 stehen. Auch dieses Finish checkte er. Die historische Leistung brachte ihm schließlich seinen bekannten Spitznamen „The History Maker“ ein.
Drei Jahre später folgte ein bis heute einzigartiges Match in der Darts-Geschichte. Am 08.10.2014 trafen Wade und Robert Thornton aufeinander und beiden Spielern gelang ein 9-Darter. Nie zuvor und auch nie danach wurde in einem Spiel beim World Grand Prix von beiden Akteuren ein perfektes Leg geworfen.

Gian van Veen knackt uralten Rekord

Einer der jüngsten Rekorde geht auf das Konto von Gian van Veen. Seit 2025 hält der Niederländer das höchste Match-Average in der Geschichte des World Grand Prix.
Zuvor stand der Rekord ganze 24 Jahre bei Alan Warriner. Der Engländer erreichte 2001 einen Average von 106,45 Punkten. Van Veen übertraf das 2025 knapp. In seinem Erstrundenmatch gegen Luke Littler notierte er einen Average von 106,47 Punkten.
Bemerkenswert: Van Veen gewann trotz Rekord-Average nicht einmal einen Satz. Littler besiegte ihn 2:0 und spielte selbst auf außergewöhnlich hohem Niveau. „The Nuke“ verzeichnete einen Average von 105,58 und belegt damit Rang drei der ewigen Liste. Van Veen und Littler halten damit auch gemeinsam das höchste kombinierte Match-average aller Zeiten beim World Grand Prix.
Die meisten Averages über 100 werden wegen der kürzeren Distanz in Runde eins erzielt. Es gibt jedoch markante Ausnahmen. Van Gerwen kam beim World Grand Prix 2016 in seinem Viertelfinale über vier Sätze auf einen Average von 103,09. Taylor schaffte Vergleichbares in einem Halbfinale gegen Richie Burnett. „The Power“ notierte 103,02 und gewann das Match mit 5:2.
Höchste Match-averages beim World Grand Prix
Average Name Jahr + Runde
106,47 Gian van Veen 2025, erste Runde
106,45 Alan Warriner 2001, erste Runde
105,58 Luke Littler 2025, erste Runde
104,86 Gary Anderson 2013, erste Runde
104,47  Michael van Gerwen 2013, erste Runde

Van Gerwen kratzt haarscharf an der Hundert

Obwohl mehrere Spieler in einzelnen Partien Averages von über 100 gespielt haben, ist es noch niemandem gelungen, den World Grand Prix mit einem Turnieraverage von mindestens 100 zu gewinnen.
Van Gerwen war 2016 außergewöhnlich nah dran. Der Niederländer erzielte in seinen fünf Matches der Reihe nach Averages von 97,39, 97,17, 103,09, 99,37 und 100,29. Über das gesamte Turnier ergab das einen Average von 99,97 Punkten.

James Wade kommt immer wieder zurück

Während Taylor die meisten Titel gewonnen hat, hält Wade einen anderen beeindruckenden Langzeitrekord. Kein Spieler stand öfter am Oche des World Grand Prix als „The Machine“.
Wade fehlte zwischen 1998 und 2004, ist seit seinem Debüt jedoch ununterbrochen dabei. 2026 startet der linkshändige Engländer damit zum 22. Mal.
James Wade grüßt das Publikum
James Wade nimmt zum 22. Mal in seiner Karriere am World Grand Prix teil
Ausgerechnet der World Grand Prix scheint auf dem Papier hervorragend zu Wade zu passen. Der Engländer ist seit jeher für seine Effizienz auf die Doppel bekannt, eine Qualität, die im Double-in/Double-out-Format noch stärker ins Gewicht fällt.
Vor allem in der ersten Phase seiner Karriere wusste Wade das zu nutzen. Er gewann den World Grand Prix 2007 und 2010. 2014 erreichte er erneut das Finale, doch ein dritter Titel blieb aus.

Zwanzig Maximums in einem Finale

Auch bei den 180ern taucht Taylors Name ganz oben in den Rekordlisten auf. „The Power“ hält sowohl den Rekord für die meisten Maximums in einer einzelnen Partie als auch für die meisten 180er während einer gesamten Ausgabe des World Grand Prix.
Beide Bestmarken stammen bemerkenswerterweise aus dem Jahr 1998. Das war die einzige Auflage des World Grand Prix, in der noch ein Legformat gespielt wurde. Ab dem Jahr darauf stellte das Turnier auf das charakteristische Setformat um.
Im Finale gegen Harrington produzierte Taylor eine beispiellose Anzahl an Maximums. In den 21 gespielten legs warf er sage und schreibe zwanzigmal eine 180.
Über das gesamte Turnier kam Taylor damals auf 42 Maximums. Auch diese Zahl ist seither unerreicht.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare

Loading