„Er erinnert mich an Gary Anderson“ – Colin Lloyd traut aufstrebendem schottischem Dartspieler die Top Ten zu
PDC
Cameron Menzies hat nach Ansicht des ehemaligen Profidarters Colin Lloyd alles, um in die Top 10 der Weltrangliste vorzustoßen. Die aktuelle Nummer 26 der Welt hat in den vergangenen Jahren große Schritte gemacht, muss laut Lloyd aber vor allem seine Emotionen besser im Griff haben, um den nächsten Schritt zu gehen.
Menzies spielt seit 2024 stark auf der ProTour und holte in diesem Zeitraum drei Titel. Auch auf der European Tour präsentierte sich der 37-jährige Schotte immer auffälliger. Anfang dieses Jahres erreichte er bei der International Darts Open erstmals das Halbfinale eines Euro Tour-Turniers. Dort war Ross Smith beim 7:0 deutlich zu stark.
Seinen größten Sieg feierte Menzies im vergangenen Juli beim World Matchplay. In Blackpool sorgte er für eine große Überraschung, als er Luke Humphries mit 10:7 bezwang. Sein Turnier endete anschließend vorzeitig, da er sich wegen gesundheitlicher Probleme zurückziehen musste.
Lloyd ist von den Qualitäten des Schotten beeindruckt. Einen Platz in der absoluten Top 3 hält er vorerst für zu hoch, die Top 10 ist seiner Meinung nach aber absolut drin. „Er ist Klasse, aber ich weiß nicht, ob er die Top 3 erreichen kann. Er kann absolut in die Top 10 kommen“, sagt Lloyd bei BestBettingSites. „Cammy ist ein sehr, sehr guter Spieler. Er kann enorm durchziehen und punktet extrem schwer.“
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Vergleich mit Gary Anderson
Vor allem, wenn Menzies auch seine Doppel trifft, sieht Lloyd Parallelen zu einem der erfolgreichsten schottischen Darter aller Zeiten.
„Wenn er beginnt, seine Doppel zu treffen, erinnert er mich tatsächlich an jemanden wie Gary Anderson. Ich meine das nicht, weil sie beide Schotten sind oder so etwas. Gary Anderson war immer ein fantastischer Darter und hat immer schwer gescort. Aber zu Beginn seiner Karriere ließen ihn die Doppel oft im Stich.“
Lloyd zufolge hätte Anderson in dieser Phase sogar noch viel mehr gewinnen können. „Er gewann trotzdem Turniere, aber er hätte so viel mehr gewinnen können, wenn er seine Doppel getroffen hätte. Gary gibt das auch offen zu.“

Colin Lloyd sieht noch viel Potenzial in Cameron Menzies
Als bei Anderson schließlich alle Bausteine passten, änderte sich seine Karriere. „Plötzlich kam alles zusammen: zweimal in Folge Weltmeister, Sieger unzähliger weiterer Titel weltweit, einer der gefürchtetsten Darter der Welt und ein großer Name.“
Lloyd erwartet nicht, dass Menzies am Ende eine vergleichbare Titelsammlung vorweisen wird. „Ich glaube nicht, dass Cammy erreichen kann, was Gary erreicht hat, aber er kann sich absolut in eine Position bringen, in der die Leute über ihn sprechen – und zwar aus den richtigen Gründen: weil er ein großartiger Darter ist.“
„Du musst deine Emotionen beherrschen“
Dafür sieht Lloyd jedoch noch einen zentralen Verbesserungsbereich. Menzies ist nicht nur für seine dartsspezifischen Qualitäten bekannt, sondern auch für ausgeprägte Reaktionen auf der Bühne. Beim vergangenen WM-Turnier schlug er unter anderem auf einen Tisch, während er sich bei der European Darts Trophy nach einem verpassten Doppel über den Boden rollte.
Abseits der Bühne kennt Lloyd ihn hingegen als ausgesprochen sympathischen Spieler. „Cammy ist kein schlechter Kerl. Er ist einer der nettesten Typen, die du je treffen wirst. Er nimmt sich immer Zeit für die Fans, gibt stets Autogramme und hat immer ein Lächeln parat. Er geht nie einfach an jemandem vorbei.“
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Der Schlüssel für weitere Fortschritte liegt laut Lloyd letztlich bei Menzies selbst. Ratschläge von außen können dabei nur begrenzt helfen.
„Als Darter ist er sehr, sehr gut. Aber du kannst Menschen immer Ratschläge geben, am Ende musst du es selbst machen. Du musst deine Emotionen beherrschen, und wenn du Chancen bekommst, musst du sie selbst nutzen. Niemand wird sie für dich nutzen, und genau das muss Cammy tun.“
Pieter Verbeek ist seit 2017 Chefredakteur von Dartsnieuws.com, der niederländischen Schwesterwebsite von Dartsnews.de. Dort ist er für die redaktionelle Ausrichtung, die tägliche Inhaltsplanung und die Berichterstattung über internationale Dartturniere verantwortlich. Darüber hinaus veröffentlicht er Beiträge auf Dartsnews.de und bringt dabei seine langjährige Erfahrung und umfassende Expertise im professionellen Dartsport ein.
Seine Beschäftigung mit der Dartswelt begann 2013, als er im Rahmen einer Aufgabe für die Journalistenschule über ein Live-Event der European Tour in Veldhoven berichtete. Seitdem verfolgt er den professionellen Dartsport intensiv und sammelte umfangreiche Erfahrung mit Interviews, Spielberichten und Liveblogs zu großen PDC-Turnieren.
Bei Dartsnews.de konzentriert er sich auf die Berichterstattung über bedeutende Veranstaltungen wie die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts, das World Matchplay und weitere internationale PDC-Turniere. Dabei verbindet er die Echtzeitberichterstattung von Spielen mit Analysen von Leistungen, Entwicklungen auf der Tour und historischen Hintergründen.
Neben seiner journalistischen Tätigkeit war er zwischen 2022 und 2025 Medienmanager des professionellen Dartteams TOTO Dart Kings und dort für die Medienkommunikation sowie die Öffentlichkeitsarbeit rund um das Team verantwortlich.
Durch seine Arbeit in der Dartswelt war er bei mehreren internationalen Veranstaltungen vor Ort, darunter bei Premier-League-Abenden im Rotterdam Ahoy, mehreren Ausgaben der PDC World Darts Championship und den US Darts Masters im Madison Square Garden in New York.
Seine Berichterstattung basiert auf offiziellen Turnierinformationen, Interviews mit Spielern und anderen Beteiligten aus der Dartswelt sowie der kontinuierlichen Beobachtung der professionellen Dart-Circuits.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










