Die zweite Runde der
Czech Darts Open 2026 ist am Samstagnachmittag mit einigen Überraschungen gestartet. Mit Gary Anderson und Nathan Aspinall mussten gleich zwei prominente Namen die Segel streichen. Aus niederländischer Sicht verlief die Session derweil wechselhaft: Danny Noppert und Wessel Nijman erreichten den Finaltag, während Jermaine Wattimena und Kevin Doets ausschieden.
Nijman übersteht Matchdarts und bezwingt Schindler im Decider
Zum Abschluss der Session lieferten sich Wessel Nijman und
Martin Schindler einen echten Krimi. Beide erwischten einen starken Start. Schindler eröffnete unter anderem mit einem 88er-Finish, während Nijman 48 zum 1:1 auscheckte.
Nijman gelang anschließend auf der Doppel-16 das erste Break der Partie, doch Schindler schlug sofort zurück und checkte 104 zum 2:2. Danach hielten beide ihren Anwurf: Schindler stellte auf der Doppel-20 auf 3:2, Nijman antwortete über die Doppel-10 zum 3:3.
Für das Highlight der Partie sorgte anschließend Schindler. Der Deutsche löschte die maximal mögliche 170 und ging damit erneut in Führung. Nijman ließ sich jedoch nicht abschütteln und stellte wieder auf 4:4.
Mit seinem nächsten Highfinish brachte sich Schindler schließlich an den Rand des Sieges. Ein 127er-Checkout bedeutete das 5:4 und Matchpoint für den Deutschen. Doch Nijman erzwang den Decider, in dem Schindler erneut die Chance auf den Sieg bekam. „The Wall“ ließ jedoch weitere Matchdarts ungenutzt. Nijman bestrafte die vergebenen Möglichkeiten eiskalt, holte sich das entscheidende Break und setzte sich mit 6:5 durch.
Damit steht Nijman nach einem dramatischen Duell im Finaltag der Czech Darts Open, während Schindler trotz zweier spektakulärer Highfinishes und Matchdarts mit leeren Händen dasteht.
Menzies gewinnt schottisches Duell, Gilding fertigt Aspinall ab
Gary Anderson traf im schottischen Duell auf seinen World-Cup-Teamkollegen Cameron Menzies. Beide eröffneten die Partie direkt mit einer 180, ehe Menzies über die Doppel-10 das erste Break gelang. Anderson antwortete jedoch umgehend auf der Doppel-20 zum 1:1.
Anschließend entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Match. Anderson stellte über die Doppel-8 auf 2:1, Menzies konterte auf der Doppel-20 zum 2:2. Auch danach wechselte die Führung mehrfach, ehe Menzies beim Stand von 3:3 das Kommando übernahm. Mit einem 74er-Finish gelang ihm das Break zum 4:3, anschließend checkte er starke 112 zum 5:3. Wenig später machte Menzies auf der Doppel-4 den 6:3-Erfolg perfekt und schickte Anderson nach Hause.
Noch deutlicher erwischte es Nathan Aspinall gegen Andrew Gilding. „Goldfinger“ dominierte die Begegnung von Beginn an und führte zwischenzeitlich sogar mit 5:0. Gilding eröffnete auf der Doppel-20, checkte anschließend 62 zum Break und nutzte dasselbe Finish auch zum 3:0.
Mit einem 61er-Checkout baute Gilding seinen Vorsprung auf 4:0 aus, ehe die Doppel-5 das 5:0 brachte. Aspinall verhinderte mit einem 52er-Finish zumindest den Whitewash und verkürzte nach vergebenen Matchdarts seines Gegners sogar noch auf 2:5. Mehr war für „The Asp“ allerdings nicht drin. Mit einem starken 122er-Finish setzte Gilding den Schlusspunkt zum deutlichen 6:2.
Gemischte Bilanz für die Niederländer
Für die niederländischen Spieler begann die Session enttäuschend. Krzysztof Ratajski präsentierte sich gegen Jermaine Wattimena in hervorragender Verfassung und setzte sich mit einem Average von 101 Punkten souverän mit 6:2 durch.
Deutlich besser lief es für Danny Noppert im niederländischen Duell mit Kevin Doets. „The Freeze“ führte früh mit 3:1 und ließ seinem Landsmann anschließend kaum noch eine Chance. In einem Leg stellte sich Noppert nach sechs Darts sogar 141 für einen möglichen Neundarter, doch auch ohne das perfekte Leg gelang ihm das Break.
Über die Doppel-20 erhöhte Noppert auf 4:1, ehe er mit einem sehenswerten 136er-Finish das nächste Break zum 5:1 folgen ließ. Anschließend servierte der ehemalige UK-Open-Champion die Partie souverän aus und zog mit einem klaren 6:1 in den Finaltag ein.
Auch William O'Connor durfte jubeln. Der Ire drehte gegen Ryan Searle einen 1:3- beziehungsweise 2:4-Rückstand noch in einen 6:4-Sieg. Searle erwischte zunächst den besseren Start und setzte sich auf 4:2 ab, doch O'Connor kämpfte sich zurück.
Beim Stand von 4:3 verpasste Searle ein 127er-Finish zum 5:3 und ließ anschließend weitere Chancen liegen. O'Connor nutzte dies auf der Doppel-5 zum 4:4. Danach war das Momentum endgültig gekippt: Der Ire stellte auf der Doppel-8 auf 5:4 und vollendete sein Comeback anschließend auf der Doppel-16.
Ross Smith bleibt in Topform, Barry überrascht Dobey
Ross Smith knüpfte nahtlos an seinen Titelgewinn von Budapest an. Gegen Stephen Burton ließ der Engländer überhaupt nichts anbrennen und feierte einen ungefährdeten 6:1-Erfolg.
Smith ging auf der Doppel-18 in Führung und breakte anschließend auf der Doppel-8 zum 2:0. Ein 110er-Finish brachte das 3:0, ehe er mit einem weiteren Break bereits auf 4:0 davonzog. Über die Doppel-8 stellte Smith auf 5:0. Burton verhinderte mit einem starken 146er-Checkout zwar noch den Whitewash, doch Smith beendete die Partie wenig später auf der Doppel-4.
Für eine weitere Überraschung sorgte Keane Barry. Der Ire bezwang Chris Dobey mit 6:4. Barry erspielte sich früh eine 3:1-Führung und stellte mit einem 70er-Finish später auf 4:2. Dobey kämpfte sich noch einmal zurück und glich auf der Doppel-20 zum 4:4 aus.
Barry ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Er holte sich sofort das erneute Break zum 5:4 und durfte anschließend zum Match servieren. Mit einem 64er-Finish machte der junge Ire den 6:4-Erfolg perfekt.