Diese Darts-Legenden scheiterten am World Grand Prix: Selbst Weltmeister verzweifelten am besonderen Format

PDC
durch Nic Gayer
Sonntag, 27 September 2026 um 6:00
Raymond van Barneveld (1)
Der World Grand Prix steht vor der Tür. Ab Montag, dem 28. September, kämpfen die besten Dartspieler der Welt in Leicester um die prestigeträchtige Double-in, Double-out-Trophäe – und zugleich wird ein Nachfolger für Luke Littler gesucht. „The Nuke“ krönte sich im vergangenen Jahr zum Champion, nachdem er Luke Humphries im Finale eindrucksvoll mit 6:1 bezwungen hatte.
Obwohl der World Grand Prix längst zu den prestigeträchtigsten Major-Turnieren im PDC-Kalender zählt, ist der Kreis seiner Champions erstaunlich exklusiv. Lediglich zwölf verschiedenen Spielern ist es bislang gelungen, das außergewöhnliche Double-in, Double-out-Turnier für sich zu entscheiden und sich den begehrten Titel zu sichern.

Exklusive Siegerliste

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass eine beeindruckende Anzahl großer Namen der Dartsgeschichte beim World Grand Prix ohne Titel geblieben ist. Einige absolute Topspieler klopften über Jahre hinweg immer wieder an die Tür zum Triumph, während andere trotz herausragender Karrieren nie den entscheidenden Schritt bis zur Krönung gehen konnten.
Im Vorfeld der diesjährigen Ausgabe des World Grand Prix werfen wir deshalb einen Blick auf einige der größten Namen, denen der Triumph bei diesem einzigartigen PDC-Major verwehrt blieb. Welche Weltmeister, ehemaligen Weltranglistenersten und weiteren Dartslegenden sucht man in der Siegerliste bis heute vergeblich?

Sieger des World Grand Prix

Rang Spieler Nationalität Siege Runner-up Finals Teilnahmen
1 Phil Taylor England 11 0 11 19
2 Michael van Gerwen Niederlande 6 1 7 15
3 James Wade England 2 1 3 21
4 Gerwyn Price Wales 1 2 3 11
5 Luke Humphries England 1 2 3 5
6 Alan Warriner England 1 1 2 9
7 Colin Lloyd England 1 1 2 14
8 Robert Thornton Schottland 1 0 1 8
9 Daryl Gurney Nordirland 1 0 1 12
10 Jonny Clayton Wales 1 0 1 8
11 Mike De Decker Belgien 1 0 1 3
12 Luke Littler England 1 0 1 2

Herzschmerz für van Barneveld

Der wohl prominenteste Name, der in der Siegerliste des World Grand Prix bis heute fehlt, ist Raymond van Barneveld. „Barney“ wusste bei diesem Major im Laufe seiner Karriere mehrfach zu überzeugen und erreichte sogar zweimal das Finale. Der ersehnte Triumph blieb ihm jedoch verwehrt.
2008 stand van Barneveld erstmals im Endspiel des World Grand Prix. Dort traf er ausgerechnet auf den dominierenden Spieler jener Ära: Phil Taylor. „The Power“ erwies sich an diesem Abend als eine Nummer zu groß, setzte sich mit 6:2 durch und machte damit van Barnevelds erste Chance auf den Titel zunichte.
Nur ein Jahr später erhielt van Barneveld die nächste Gelegenheit, die prestigeträchtige Major-Trophäe seiner beeindruckenden Titelsammlung hinzuzufügen. Doch erneut wartete im Finale Taylor – und erneut hatte der Engländer das bessere Ende für sich. Diesmal triumphierte „The Power“ mit 6:3. Zwei Endspiele in Folge endeten für van Barneveld somit mit zwei Niederlagen gegen denselben übermächtigen Gegner.
Neben dem World Matchplay gehört der World Grand Prix damit zu den größten PDC-Majors, die van Barneveld in seiner Karriere nie gewinnen konnte. Besonders bemerkenswert ist das angesichts der außergewöhnlichen Doppelstärke, für die der Niederländer gerade in seinen besten Jahren bekannt war. Eine Qualität, die beim World Grand Prix von entscheidender Bedeutung ist, schließlich muss in diesem besonderen Format jedes Leg auf einem Doppel begonnen und auch auf einem Doppel beendet werden.
Doch selbst diese Stärke genügte van Barneveld nicht, um den World Grand Prix zu erobern. Vor allem Taylor versperrte ihm den Weg zum Titel. „The Power“ entwickelte sich zum absoluten Spezialisten des Double-in, Double-out-Formats und gewann den World Grand Prix insgesamt beeindruckende elfmal. Für van Barneveld blieb die prestigeträchtige Trophäe dagegen eine der wenigen großen PDC-Auszeichnungen, die in seiner herausragenden Laufbahn fehlen.

Zweifache PDC-Weltmeister, aber ohne World-Grand-Prix-Erfolg

Auch John Part gehört zu den großen Namen, denen ein Triumph beim World Grand Prix während ihrer Karriere verwehrt blieb. Der Kanadier krönte sich zweimal zum PDC-Weltmeister, doch das prestigeträchtige Double-in, Double-out-Major konnte er nie gewinnen. Zweimal erreichte „Darth Maple“ das Finale – und beide Male versperrte ihm Phil Taylor den Weg zum Titel.
2002 standen sich Part und Taylor in einem Endspiel gegenüber, das vor allem aufgrund einer außergewöhnlichen Statistik in die Geschichte einging. Taylor setzte sich mit 7:3 durch und spielte dabei einen Average von 100,17. Schon damals war dieser Wert beeindruckend – und bis heute ist er einzigartig. „The Power“ ist nach wie vor der einzige Spieler, dem in einem World-Grand-Prix-Finale ein Average von mehr als 100 Punkten gelang. Gegen einen Taylor in dieser Verfassung war für Part an jenem Abend kaum etwas auszurichten.
Nur ein Jahr später bot sich dem Kanadier die nächste Chance auf den begehrten Titel. Doch erneut hieß sein Finalgegner Taylor – und wieder behielt „The Power“ klar die Oberhand. Diesmal setzte sich der Engländer mit 7:2 durch. Für Part blieb es damit bei zwei verlorenen Endspielen, der Triumph beim World Grand Prix sollte ihm bis zum Ende seiner Karriere verwehrt bleiben.
John Part in Aktion.
John Part erreichte zweimal das Finale des World Grand Prix, doch der begehrte Titel blieb dem zweimaligen PDC-Weltmeister in seiner Karriere verwehrt.
Auch Gary Anderson kann auf einen prall gefüllten Trophäenschrank zurückblicken, doch ausgerechnet der Titel beim World Grand Prix fehlt in der beeindruckenden Sammlung des Schotten. Anderson wurde zweimal Weltmeister und sicherte sich im Laufe seiner Karriere zahlreiche weitere große Titel. Beim World Grand Prix gelang ihm der ganz große Wurf allerdings nie.
2016 schien der ersehnte Triumph zum Greifen nah. Anderson ging als amtierender Weltmeister in das Turnier und spielte sich bis ins Finale vor. Dort wartete allerdings Michael van Gerwen. Der Niederländer ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, setzte sich mit 5:2 gegen Anderson durch und beendete dessen Hoffnungen auf den Titel.
Damit verbindet Anderson eine besondere Geschichte mit diesem Turnier. Der Schotte betonte stets, dass er den World Grand Prix gerne seiner Titelsammlung hinzufügen würde, doch ausgerechnet das Double-in, Double-out-Format machte ihm immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Während Anderson vor allem für sein herausragendes Scoring bekannt ist, entwickelten sich die Doppel beim World Grand Prix häufiger zu seiner Achillesferse. Bei einem Turnier, in dem jedes Leg zwingend auf einem Doppel begonnen und auch auf einem Doppel beendet werden muss, kann genau das den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Auch kein Erfolg für Lewis und Wright

Auch Adrian Lewis gehört zum prominenten Kreis der zweifachen Weltmeister, denen ein Triumph beim World Grand Prix verwehrt blieb. „Jackpot“ blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück und krönte sich 2011 und 2012 zum Weltmeister. Beim World Grand Prix gelang ihm der ganz große Wurf allerdings nie.
Seine einzige Finalteilnahme bei diesem Major verbuchte Lewis im Jahr 2010. Im Endspiel traf er auf James Wade, der sich an diesem Abend als zu stark erwies und mit 6:3 durchsetzte. Für Lewis sollte es bei diesem einen Auftritt im Finale bleiben. Inzwischen ist „Jackpot“ bereits seit geraumer Zeit aus dem Rampenlicht verschwunden, wodurch eine weitere Chance auf den Titel beim World Grand Prix in immer weitere Ferne rückt.
Die Reihe der zweifachen Weltmeister, die den World Grand Prix nie gewinnen konnten, wird durch Peter Wright komplettiert. „Snakebite“ sicherte sich 2020 und 2022 den WM-Titel und entwickelte sich zu einem der bekanntesten Gesichter des modernen Darts. Dennoch sucht man auch den World Grand Prix vergeblich in seiner beeindruckenden Titelsammlung.
Besonders nahe kam Wright der begehrten Trophäe im Jahr 2018. Wie zuvor Gary Anderson traf auch er im Endspiel auf Michael van Gerwen. Doch ebenfalls für Wright erwies sich „Mighty Mike“ letztlich als zu hohe Hürde. Van Gerwen setzte sich durch und ließ den Schotten mit leeren Händen zurück.

Weltmeister, aber nie Finalist bei der World Grand Prix

Zwei Spieler, denen zwar der WM-Titel gelang, die aber nie das Finale der World Grand Prix erreichten, sind Rob Cross und Michael Smith. Vor allem bei Cross ist das bemerkenswert: Der Engländer kam bei diesem prestigeträchtigen Turnier nie über das Viertelfinale hinaus.
Smith schaffte es etwas weiter, doch auch für den zweifachen Weltmeister blieb die Sid Waddell Trophy außer Reichweite. Seine beste Leistung bei der World Grand Prix ist bislang ein Halbfinale.
Auch Dennis Priestley wurde einst PDC-Weltmeister, kam bei der World Grand Prix jedoch nicht über drei Halbfinals hinaus.

Knapp vorbei für Scholten und Van Duijvenbode

Michael van Gerwen ist bis heute der einzige Niederländer, der den World Grand Prix mehrfach gewinnen konnte. „Mighty Mike“ triumphierte bereits mehrfach beim prestigeträchtigen Double-in, Double-out-Turnier, doch abseits von ihm ist die Liste niederländischer Finalisten erstaunlich kurz. Neben Raymond van Barneveld gelang lediglich zwei weiteren Niederländern der Sprung ins Endspiel: Roland Scholten und Dirk van Duijvenbode.
Bei Scholten führt der Blick zurück in eine völlig andere Ära. 2001, als die Zahl der in der PDC aktiven Niederländer noch äußerst überschaubar war, sorgte „The Tripod“ mit seinem Einzug ins Finale des World Grand Prix für einen historischen Meilenstein. Scholten erhielt damit die Gelegenheit, als erster Niederländer überhaupt seinen Namen in die prestigeträchtige Siegerliste einzutragen.
Zur Krönung kam es allerdings nicht. Im Endspiel musste Scholten die Überlegenheit von Alan Warriner-Little anerkennen. Der Engländer behielt die Oberhand und verhinderte damit, dass „The Tripod“ zum ersten niederländischen Sieger des World Grand Prix wurde. Dennoch stellte Scholtens Finaleinzug einen bedeutenden Meilenstein für den niederländischen Dartsport dar, der sich zu dieser Zeit innerhalb der PDC noch im Aufschwung befand.
Fast zwei Jahrzehnte später bot sich einem weiteren Niederländer die Gelegenheit, in Scholtens Fußstapfen zu treten. 2020 erreichte Dirk van Duijvenbode das Finale des World Grand Prix. Es war eine außergewöhnliche Ausgabe des Turniers, denn aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Major unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Coventry ausgetragen.
Van Duijvenbode wusste im Verlauf des Turniers zu überzeugen und kämpfte sich bis ins Endspiel vor. Dort wartete allerdings Gerwyn Price. Der Waliser erwies sich letztlich als eine Nummer zu groß für den „Aubergenius“ und sicherte sich mit einem 5:2-Erfolg den Titel.
Roland Scholten in Aktion.
Roland Scholten schrieb 2001 mit seinem Finaleinzug beim World Grand Prix niederländische Dartsgeschichte – zur Krönung blieb ihm der Titel jedoch verwehrt.

Neun Major-Finals, aber kein einziger Titel – auch nicht beim World Grand Prix

Eines der wohl schmerzlichsten Beispiele für einen absoluten Topspieler, dem der Triumph beim World Grand Prix verwehrt blieb, ist Terry Jenkins. Der als „The Bull“ bekannte Engländer etablierte sich im Laufe seiner Karriere fest in der Weltspitze des Darts, doch der Gewinn eines Major-Titels sollte ihm trotz zahlreicher Gelegenheiten nie gelingen.
Insgesamt erreichte Jenkins nicht weniger als neun Major-Finals. Neunmal war er nur noch einen Sieg davon entfernt, seiner Titelsammlung eine der großen Trophäen hinzuzufügen – und neunmal musste er sich im entscheidenden Match geschlagen geben. Zwei dieser bitteren Finalniederlagen kassierte Jenkins beim World Grand Prix, wo er dem ersehnten Major-Triumph somit gleich zweimal besonders nahe kam.
2006 bot sich „The Bull“ die erste Gelegenheit, den Titel beim World Grand Prix zu gewinnen. Im Finale wartete allerdings Phil Taylor, der zu dieser Zeit die überragende Kraft im Dartsport war. Jenkins hielt dagegen, musste sich „The Power“ letztlich jedoch mit 4:7 geschlagen geben.
Nur ein Jahr später kämpfte sich Jenkins erneut bis ins Endspiel des World Grand Prix vor. Diesmal stand ihm James Wade gegenüber – doch wieder blieb die ersehnte Krönung aus. Wade setzte sich mit 6:3 durch und fügte Jenkins damit die zweite Finalniederlage bei diesem Major in Folge zu.
Jenkins wurde damit zum Paradebeispiel eines Spielers, bei dem die gezeigten Leistungen und die Zahl der gewonnenen Titel auffallend weit auseinanderliegen. Über Jahre hinweg gehörte der Engländer zu den besten Dartspielern der Welt, erreichte neun Major-Finals und war immer wieder nur einen einzigen Sieg von einer prestigeträchtigen Trophäe entfernt. Dennoch blieb ihm dieser eine große Titel während seiner gesamten Karriere verwehrt.
Nicht ohne Grund wird „The Bull“ deshalb häufig als einer der besten Spieler genannt, die nie ein Major-Turnier gewinnen konnten.
Terry Jenkins auf der Bühne.
Terry Jenkins erreichte in seiner Karriere neun Major-Finals, darunter zweimal das Endspiel des World Grand Prix – auf einen großen Titel wartete „The Bull“ dennoch vergeblich.

King in den Fußstapfen von Jenkins

Die wenig beneidenswerte Ehre, in die Fußstapfen von Terry Jenkins zu treten, wurde Mervyn King zuteil. Der Engländer gehört zweifellos zu den erfahrensten und angesehensten Spielern seiner Generation. Fünfmal erreichte King bei der PDC das Finale eines Major-Turniers – doch auch ihm blieb der letzte Schritt zum großen Titel stets verwehrt.
Eine seiner größten Chancen bot sich ihm 2012 beim World Grand Prix. King spielte sich bis ins Finale des prestigeträchtigen Double-in, Double-out-Turniers vor und traf dort auf den jungen Michael van Gerwen. „Mighty Mike“ erwies sich letztlich als zu stark und setzte sich mit 6:4 durch, womit auch King die begehrte Trophäe knapp verpasste.
Der fehlende PDC-Majorsieg blieb damit ein bemerkenswertes Kapitel in der Karriere des Engländers. Das bedeutet allerdings keineswegs, dass King während seiner Laufbahn ohne große Titel blieb. Bereits vor seinem Wechsel zur PDC hatte er sich innerhalb der BDO ein beeindruckendes Palmarès erarbeitet.
King gewann zwei BDO-Majors und sicherte sich 2005 zudem den Titel bei der International Darts League. Dieses Turnier genoss seinerzeit besonderes Prestige, da sowohl Spieler der BDO als auch der PDC daran teilnahmen. King stellte dort eindrucksvoll unter Beweis, dass er mit der absoluten Spitze beider Circuits mithalten konnte.

Whitlock zieht in packendem Finale den Kürzeren

Eines der spannendsten Endspiele in der Geschichte des World Grand Prix fand 2017 im Citywest Hotel in Dublin statt. Simon Whitlock und Daryl Gurney lieferten sich ein hochklassiges Duell, in dem beide Spieler bis an ihre Grenzen gehen mussten.
Innerhalb der regulären Anzahl an Sets ließ sich das Finale nicht entscheiden, sodass ein alles entscheidender Satz über den Titel entscheiden musste. In diesem bewies Gurney schließlich die stärkeren Nerven. Der Nordire setzte sich durch und krönte sich zum Champion des World Grand Prix.
Für Whitlock bedeutete diese Niederlage einen besonders schmerzhaften Rückschlag. Der Australier hatte eine hervorragende Gelegenheit, seiner beeindruckenden Karriere endlich einen zweiten Major-Titel hinzuzufügen. Seinen ersten und bis dahin einzigen großen PDC-Triumph hatte er bereits 2012 gefeiert, als er sich zum Europameister krönte.
Der Titel beim World Grand Prix blieb für „The Wizard“ damit erneut außer Reichweite. Trotz seines Status als einer der angesehensten Spieler seiner Generation und einer eindrucksvollen Karriere gelang es Whitlock nie, das prestigeträchtige Double-in, Double-out-Major für sich zu entscheiden.

Weitere prominente Namen ohne Turniersieg

Ein weiterer großer Name, dem der Triumph beim World Grand Prix verwehrt blieb, ist Rod Harrington. „The Prince of Style“ gewann im Laufe seiner Karriere zwar zweimal das World Matchplay, doch der World Grand Prix blieb eine der fehlenden Trophäen in seiner Sammlung. 1998 kam Harrington dem Titel besonders nahe, musste sich letztlich jedoch mit dem Einzug ins Finale begnügen.
Auch Nathan Aspinall gehört zu den Spielern, die trotz mehrerer großer Erfolge nie den World Grand Prix gewinnen konnten. „The Asp“ sicherte sich in seiner Karriere bereits zwei Major-Titel, doch der dritte große Triumph entglitt ihm 2022 auf der Zielgeraden. Im Finale musste sich der Engländer Michael van Gerwen geschlagen geben.
Peter Manley wiederum legte beim World Grand Prix eine bemerkenswert konstante Serie hin, ohne jemals den entscheidenden letzten Schritt machen zu können. „One Dart“ erreichte bei diesem Turnier gleich fünfmal das Halbfinale, doch der Sprung ins Endspiel blieb ihm jedes Mal verwehrt. Trotz dieser beeindruckenden Bilanz gehört der World Grand Prix damit zu den großen Trophäen, die Manley während seiner Karriere nie erobern konnte.

Fazit

Der World Grand Prix darf daher durchaus als eines der schwierigsten Major-Turniere im Dartsport gelten. Das einzigartige Double-in, Double-out-Format hebt den Wettbewerb von nahezu allen anderen großen PDC-Events ab und verleiht den Partien eine besondere Unberechenbarkeit. Ein Spieler kann noch so stark scoren – ohne eine hohe Doppelquote wird das Weiterkommen bei diesem Turnier äußerst schwierig.
Genau diese Kombination macht den World Grand Prix zu einer derart anspruchsvollen Herausforderung. Spieler mit enormer Scoring-Power müssen diese Stärke mit konsequenter Effizienz auf den Doppeln verbinden, während bereits ein einziger schwacher Start schwerwiegende Folgen haben kann. Die lange Liste an Topstars, die trotz beeindruckender Palmarès nie die Sid Waddell Trophy in die Höhe stemmen konnten, unterstreicht eindrucksvoll, dass Erfolge bei anderen großen Turnieren keineswegs automatisch auch Erfolg beim World Grand Prix garantieren. Dieses Major verlangt den Spielern schlicht andere Qualitäten ab – weshalb selbst einige der größten Namen der Dartsgeschichte am Gewinn dieser prestigeträchtigen Trophäe gescheitert sind.
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