„Er hat Angst, dass sich sein Wurf verändert hat“ – Verletzungspech hinterlässt bei Michael Smith Spuren
PDC
Michael Smith sorgt sich um seinen Wurf. Der Weltmeister von 2023 vermutet, dass sich seine Wurftechnik wegen der anhaltenden Verletzungen unbewusst verändert hat. Auch Analyst Dan Dawson beobachtet, dass der Engländer inzwischen aus einer leicht anderen Position wirft.
Bei der Swiss Darts Trophy erreichte Smith am vergangenen Wochenende erst zum fünften Mal in dieser Saison die dritte Runde eines European-Tour-Turniers. Dort verlor er mit 3:6 gegen Dirk van Duijvenbode.
Dawson erkennt Veränderungen in Smiths Wurfbewegung
Der 36-Jährige erlebt seit seinem WM-Triumph Anfang 2023 schwierige Jahre. Smith leidet an chronischer Arthritis in der rechten Wurfhand und in beiden Handgelenken. Die Beschwerden gehen auf Brüche zurück, die er sich mit 19 Jahren zugezogen hat. Hinzu kam eine Verletzung zweiten Grades am Schultereckgelenk. Ein Unfall mit seinem Motorroller und ein Sturz beim Spielen mit seinen Kindern lösten die Schulterprobleme aus. Seitdem begleiten Untersuchungen, Behandlungen und ein dauerhaftes Verletzungsmanagement seinen Alltag.

Smith wurde 2023 Weltmeister.
Die körperlichen Probleme zeigen sich auch in den Ergebnissen. Smith fiel aus den Top 32 der Weltrangliste. Zudem droht ihm erstmals seit 2013 eine komplette Saison ohne Viertelfinale bei einem Major.
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Dawson hält es für gut möglich, dass die Verletzungen auch die Technik von „Bully Boy” beeinflussen. Smith selbst beschäftigt sich offenbar mit dem Thema. „Michael Smith hat gestern vor seinem Spiel gesagt, dass er befürchtet, sein Wurf habe sich ein wenig verändert”, sagte Dawson. „Er beginnt den Wurf aus einer etwas tieferen Position. Dabei geht es darum, dass sein Ellbogen etwas tiefer sitzt. Das war mir eigentlich noch nicht wirklich aufgefallen.”
Nach Dawsons Einschätzung handelt es sich nur um einen kleinen Unterschied. In einem Sport, in dem Details entscheiden, kann so eine Anpassung trotzdem Folgen haben. „Falls sich etwas verändert hat, ist es nur eine kleine Anpassung. Vielleicht hat er aber einen Punkt. Wenn man auf die Zeit zurückblickt, in der er Weltmeister wurde, stand der Arm möglicherweise etwas höher.”
Überraschend findet Dawson die mögliche Veränderung nicht. „Wenn die Schulter so stark geschädigt wurde, ist es vielleicht nicht überraschend, dass sich etwas verändert hat. Sein Wurf sieht immer noch gut aus. Wenn er jedoch aus einer tieferen Position beginnt, muss sich natürlich auch der Rest etwas verändern.” Ob Smith seine Technik dauerhaft umgestellt hat, kann Dawson nicht sicher sagen. „Ich weiß nicht, ob es wirklich so ist. Aber ich weiß, dass Michael sich damit beschäftigt.”
Vergleich mit Van Gerwen
Co-Kommentator Dan McCarthy zog anschließend eine Parallele zu Michael van Gerwen. Auch beim dreimaligen Weltmeister veränderte sich die Wurftechnik im Lauf der Jahre, unter anderem wegen körperlicher Probleme. „Smiths Wurf wirkt immer noch ziemlich flüssig. Wenn man jedoch mit Verletzungen zu tun hat, verändern sich wahrscheinlich auch die biomechanischen Abläufe”, sagte McCarthy. „Schaut euch Van Gerwen an. Wenn man sieht, wie sich sein Wurf im Vergleich zu vor zehn Jahren verändert hat, ist er fast nicht wiederzuerkennen. Das liegt an seinen Handgelenksproblemen. Bei Michael Smith ist es genau dasselbe.”
Trotz aller Rückschläge will Smith seine Karriere wieder in die richtige Bahn lenken. Der Weltmeister von 2023 möchte die schwierige Phase hinter sich lassen und gibt für die kommende Saison ein klares Versprechen ab. „Das hat mir gefehlt”, sagte Smith. „Ich möchte mich entschuldigen und gleichzeitig versprechen, 2027 an hundert Prozent der Turniere teilzunehmen.”

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








