Gerwyn Price übernimmt die Spitzenposition von Luke Littler im PDC Form Guide mit Blick auf den World Grand Prix
PDC
Gerwyn Price startet laut aktueller Formzahlen als formstärkster Spieler in den World Grand Prix. Der Waliser hat Luke Littler von Platz eins verdrängt in der Auswertung von PDC-Statistiker Christopher Kempf, der die Leistungen der Topspieler anhand ihrer letzten 200 gespielten legs bewertet.
Für Littler ist es das erste Mal seit sechs Monaten, dass er die Spitzenposition der Formrangliste abgeben muss. Der amtierende Weltmeister blieb bei den World Series of Darts Finals in Amsterdam für seine Verhältnisse unter den eigenen Bestwerten. Seine average lagen dort im hohen Neunzigerbereich, weiterhin ein exzellentes Niveau, aber deutlich unter den Ausnahmestatistiken, die er zuvor in Blackpool aufgelegt hatte.
Davon profitiert Price. „The Iceman“ erreichte in Amsterdam das Finale, nachdem er auf dem Weg dorthin unter anderem Jonny Clayton und James Wade ausschaltete. Der Waliser führt inzwischen sowohl beim average als auch in der OChE-Statistik.
Die Abstände zu Littler sind allerdings äußerst gering. Laut Zahlen würde Price über 300 legs gegen Gegner auf Pro-Tour-Niveau nur ein leg mehr gewinnen als Littler. Price setzt sich derzeit vor allem mit seiner Anzahl an 140ern und starkem Setup-Spiel in Richtung Finish ab. Sein average liegt dadurch knapp einen Punkt über dem von Littler. Ob Littlers leichte Delle vollständig mit dem feindseligen Publikum in Amsterdam zusammenhing, lässt sich laut Analyse nicht belegen. Klar ist jedoch, dass das Ausnahmelevel aus dem Juli nicht in jeder Partie zu erwarten ist.

Gerwyn Price führt vor dem World Grand Prix die PDC Form Guide an
Ross Smith nähert sich der absoluten Spitze
Auch Ross Smith hat sich deutlich angemeldet. Der Engländer verdiente sich mit seinem Triumph bei den World Series of Darts Finals 100.000 Pfund und weist zudem einige markante Kennzahlen auf.
Smith hat seine letzten 200 gewonnenen legs allesamt innerhalb von 21 Darts abgeschlossen. Kein anderer PDC-Spieler kann derzeit über diesen Zeitraum eine Trefferquote von hundert Prozent vorweisen. Außerdem ist „Smudger“ in der Rangliste der besten Doppelspieler auf Platz drei geklettert.
Auf Basis von average und OChE liegt Smith noch außerhalb der Top Ten, doch der Abstand zur absoluten Spitze ist deutlich kleiner geworden. Zwischen seinem average und dem von Littler liegen nur noch rund 2,5 Punkte.
Form kann sich zudem schnell verändern. Mehrere Spieler sahen ihr average in den vergangenen Wochen um mehr als zwei Punkte steigen oder fallen. Zieht Smith sein Amsterdamer Niveau durch, kann er statistisch weiter zu Littler und Price aufschließen.
PDC Form Guide
| Rank | Name | Average | 171-180 scores | 3-dart finishes | C/O % |
| 1 | Gerwyn Price | 99.78 | 68 | 8 | 43.36% |
| 2 | Luke Littler | 98.80 | 98 | 15 | 44.90% |
| 3 | Luke Woodhouse | 98.20 | 81 | 9 | 42.07% |
| 4 | Luke Humphries | 97.51 | 68 | 13 | 40.66% |
| 5 | Chris Dobey | 97.26 | 86 | 15 | 37.20% |
| 6 | Wessel Nijman | 96.97 | 66 | 13 | 40.57% |
| 7 | Jermaine Wattimena | 96.61 | 49 | 12 | 37.05% |
| 8 | Danny Noppert | 96.46 | 54 | 16 | 40.77% |
| 9 | Gary Anderson | 96.44 | 77 | 6 | 37.05% |
| 10 | Nathan Aspinall | 96.35 | 72 | 12 | 39.91% |
Wattimena macht einen riesigen Sprung
Aus niederländischer Sicht fällt besonders die Entwicklung von Jermaine Wattimena ins Auge. „The Machine Gun“ ist laut Kempfs Zahlen der am stärksten verbesserte Spieler im September und hat sich im Duell mit Wessel Nijman um die besten niederländischen Werte deutlich eingeschaltet.
Wattimena spielte zuletzt zwei starke Players Championship-Turniere auf niederländischem Boden. An aufeinanderfolgenden Tagen erreichte er ein Viertelfinale und ein Halbfinale. Seine OChE stieg dadurch binnen zwei Wochen um mehr als acht Punkte.
Auch Kevin Doets, Gian van Veen und Nijman erleben statistisch einen hervorragenden September. Das Trio hat Dirk van Duijvenbode und Michael van Gerwen inzwischen überholt. Van Duijvenbode und Van Gerwen liegen auf Basis ihres aktuellen average sogar außerhalb der Top 32 des Profi-Circuits.
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Clayton kann vom besonderen Format profitieren
Ein weiterer Spieler, den man mit Blick auf den World Grand Prix besonders beachten sollte, ist Jonny Clayton. Der Waliser ist seit über einem Monat der beste Doppelspieler innerhalb der PDC, und genau diese Stärke kann in Leicester zusätzlich entscheidend werden.
Beim World Grand Prix müssen Spieler nicht nur jedes leg mit einem Doppel beenden, sondern auch auf einem Doppel eröffnen. Doppel 16 spielte in den jüngsten Ausgaben eine zentrale Rolle, und gerade auf diesem Feld verfügt Clayton über beeindruckende Zahlen.
„The Ferret“ trifft mehr als die Hälfte seiner Versuche auf Doppel 16. Über alle Doppel hinweg notiert er eine Quote von 46 Prozent.
Clayton gewann 2026 einen Titel, bei einem World Series-Turnier in Neuseeland. Er gehört nicht zu den schwersten Scorern des Circuits, doch das besondere Format des World Grand Prix könnte ihm stärker ermöglichen, seine Doppelstärke auszuspielen.
THE FORM GUIDE 📈
— PDC Darts (@OfficialPDC) September 27, 2026
Gerwyn Price secures top spot on the Form Guide, as PDC Stats Analyst @ochepedia assesses the sport's top ten stars based on their last 200 legs played!
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Pieter Verbeek ist seit 2017 Chefredakteur von Dartsnieuws.com, der niederländischen Schwesterwebsite von Dartsnews.de. Dort ist er für die redaktionelle Ausrichtung, die tägliche Inhaltsplanung und die Berichterstattung über internationale Dartturniere verantwortlich. Darüber hinaus veröffentlicht er Beiträge auf Dartsnews.de und bringt dabei seine langjährige Erfahrung und umfassende Expertise im professionellen Dartsport ein.
Seine Beschäftigung mit der Dartswelt begann 2013, als er im Rahmen einer Aufgabe für die Journalistenschule über ein Live-Event der European Tour in Veldhoven berichtete. Seitdem verfolgt er den professionellen Dartsport intensiv und sammelte umfangreiche Erfahrung mit Interviews, Spielberichten und Liveblogs zu großen PDC-Turnieren.
Bei Dartsnews.de konzentriert er sich auf die Berichterstattung über bedeutende Veranstaltungen wie die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts, das World Matchplay und weitere internationale PDC-Turniere. Dabei verbindet er die Echtzeitberichterstattung von Spielen mit Analysen von Leistungen, Entwicklungen auf der Tour und historischen Hintergründen.
Neben seiner journalistischen Tätigkeit war er zwischen 2022 und 2025 Medienmanager des professionellen Dartteams TOTO Dart Kings und dort für die Medienkommunikation sowie die Öffentlichkeitsarbeit rund um das Team verantwortlich.
Durch seine Arbeit in der Dartswelt war er bei mehreren internationalen Veranstaltungen vor Ort, darunter bei Premier-League-Abenden im Rotterdam Ahoy, mehreren Ausgaben der PDC World Darts Championship und den US Darts Masters im Madison Square Garden in New York.
Seine Berichterstattung basiert auf offiziellen Turnierinformationen, Interviews mit Spielern und anderen Beteiligten aus der Dartswelt sowie der kontinuierlichen Beobachtung der professionellen Dart-Circuits.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











