Am Donnerstagabend, dem 22. Oktober, beginnt die
European Championship 2026. Nach 15 gespielten European-Tour-Turnieren haben sich insgesamt 32 Spieler für die Endrunde in Dortmund qualifiziert. Ein Viertel des Teilnehmerfeldes besteht aus Niederländern, sodass unser kleines Nachbarland beim Major stark vertreten ist. Doch wie stehen die Chancen der Niederländer, und wie haben sie bei der Darts-EM bislang abgeschnitten.
Die acht Niederländer in den Westfalenhallen in Dortmund sind
Michael van Gerwen, Gian van Veen,
Wessel Nijman, Danny Noppert,
Dirk van Duijvenbode, Jermaine Wattimena, Kevin Doets und
Niels Zonneveld. In diesem Artikel erfahren Sie, auf wen sie in der ersten Runde treffen, wie sie bei früheren Darts-Europameisterschaften abgeschnitten haben und welche Ergebnisse sie in diesem Jahr auf der European Tour erzielt haben.
Michael van Gerwen
Michael van Gerwen teilt sich mit Phil Taylor den Rekord für die meisten Titel bei der European Championship. Der dreimalige Weltmeister gewann das Turnier von 2014 bis 2017 gleich viermal in Folge.
Michael van Gerwen ist gemeinsam mit Phil Taylor Rekordsieger der EM
2014 holte er seinen ersten Titel, als er Terry Jenkins im Finale überzeugend mit 11:4 besiegte. Ein Jahr später lieferten sich die beiden Finalisten eines der spannendsten Endspiele der EM-Geschichte. Gegen Gary Anderson spielte „Mighty Mike“ einen Average von 107,28, doch beim Stand von 10:10 musste ein Entscheidungsleg her. Darin setzte sich der Niederländer durch und sicherte sich seinen zweiten Titel in Folge.
2016 folgte das einseitigste Finale der EM-Geschichte, gleichauf mit dem Endspiel von 2010 zwischen Phil Taylor und Wayne Jones. Van Gerwen traf auf den Österreicher Mensur Suljovic, spielte einen Average von 111,62 und fegte seinen Gegner mit 11:1 vom Board. Damit machte er seinen dritten Titel in Folge perfekt. 2017 folgte sein vierter und zugleich letzter Titel bei diesem Turnier. Im Endspiel glänzte „MVG“ erneut mit einem herausragenden Average von 108,91 und setzte sich deshalb mit 11:7 gegen den damals noch relativ unbekannten Rob Cross durch.
In den folgenden Jahren war der Niederländer plötzlich deutlich weniger erfolgreich. 2018 schied er bereits in der zweiten Runde aus. Ein Jahr später verlor er gleich sein Auftaktspiel, und 2020 endete sein Lauf erneut im Achtelfinale. 2021 erreichte er wieder das Finale, unterlag Rob Cross dort jedoch mit 8:11. Ein Jahr später verlor er bereits in der ersten Runde. Nach zwei weiteren Jahren, in denen er nicht über das Viertelfinale hinauskam, erreichte er im vergangenen Jahr wieder das Halbfinale. Dort musste er sich dem späteren Sieger Gian van Veen geschlagen geben.
Aufgrund seiner durchwachsenen Ergebnisse auf der European Tour und mehrerer Absagen startet Van Gerwen bei der diesjährigen EM als Nummer 19 der
PDC European Tour Order of Merit. Dadurch trifft er auf den 14. der Rangliste, seinen Landsmann Kevin Doets. Gemessen an van Gerwens Leistungen in diesem Jahr ist das Duell völlig offen. Wer als Favorit gilt, ist schwer vorherzusagen.
Van Gerwen erreichte in diesem Jahr auf der European Tour nur zweimal das Halbfinale und verlor gleich fünfmal sein Auftaktspiel. Für einen Spieler, der in seiner Karriere bereits 38 European-Tour-Turniere gewonnen hat, ist das schlicht zu wenig.
Van Gerwens Titel bei der European Championship
| Jahr | Gegner | Ergebnis | Average Van Gerwen |
| 2014 | Terry Jenkins | 11:4 | 98,16 |
| 2015 | Gary Anderson | 11:10 | 107,28 |
| 2016 | Mensur Suljovic | 11:1 | 111,62 |
| 2017 | Rob Cross | 11:7 | 108,91 |
Gian van Veen
Gian van Veen reist als Titelverteidiger nach Dortmund. Im vergangenen Jahr gewann der Niederländer überraschend seinen ersten PDC-Major-Titel bei der EM. Er startete als Nummer 10 der Setzliste ins Turnier und hielt am Ende die Trophäe in den Händen. Besonders auf die Doppelfelder machte „The Giant“ großen Eindruck.
Sein Weg zum Titel begann mit einem 6:3-Sieg gegen Damon Heta in der ersten Runde. Dabei spielte er einen Average von knapp 99 und traf 43 Prozent seiner Doppel. Sein bestes Spiel zeigte er anschließend in der zweiten Runde. Mit einem Average von 109,92 und einer Doppelquote von 67 Prozent ließ er Ryan Searle beim 10:2 keine Chance.
Auch im Viertelfinale gegen Ryan Joyce spielte van Veen mit 101,40 einen Average von über 100. Bei einer Doppelquote von 48 Prozent setzte er sich zudem mit 10:5 gegen den Engländer durch. Im Halbfinale wartete niemand Geringeres als Michael van Gerwen. Es wurde ein spannendes Duell, in dem erneut die Doppel den Unterschied machten. Beim Stand von 9:9 hielt van Veen sein Anwurfleg und breakte MvG im perfekten Moment zum 11:9-Sieg. Besonders seine Doppelquote von 55 Prozent gegenüber van Gerwens 33 Prozent war beeindruckend.
Im Finale traf er schließlich auf Luke Humphries. Wie schon im Halbfinale wurde es ein packendes Duell. Zwar war van Veen erstmals auf die Doppel schwächer als sein Gegner, mit einer Quote von 39 gegenüber 45 Prozent für Humphries. Beim Scoring war der Niederländer mit einem Average von genau 101 jedoch besser. Van Veen ging mit 9:7 in Führung, ehe Humphries zum 10:10 ausglich und ein Entscheidungsleg nötig machte. Humphries verfehlte seinen ersten Matchdart, woraufhin van Veen 100 Punkte über eine einfache 20, eine Triple-16 und eine Doppel-16 checkte und seinen ersten Major-Titel gewann.
In diesem Jahr ist van Veen die Nummer 8 der Setzliste. Beim ersten European-Tour-Turnier des Jahres erreichte er direkt das Finale, verlor dort aber gegen Luke Littler. Danach folgten einige schwächere Ergebnisse, doch bei den letzten drei Turnieren schaffte er es jeweils ins Halbfinale. Seine Titelverteidigung beginnt er an diesem Wochenende gegen Andrew Gilding, der an Position 25 gesetzt ist.
Gian van Veen gewann 2025 die European Championship
Dirk van Duijvenbode
Dirk van Duijvenbode steht vor seiner sechsten Teilnahme an der European Championship. Bei dem Major wechseln sich seine Ergebnisse ab, was auch zu seiner Karriere insgesamt passt. 2020 gab er sein Debüt und erreichte direkt das Viertelfinale, nachdem er Danny Noppert und Michael Smith besiegt hatte. Im Viertelfinale musste er sich schließlich Jonny Clayton geschlagen geben.
Nachdem er 2021 nicht dabei gewesen war, kehrte Van Duijvenbode 2022 zurück – und das mit Erfolg. Mit Siegen gegen Madars Razma, James Wade und erneut Danny Noppert erreichte er das Halbfinale. Dort unterlag er trotz eines Averages von 101,43 gegen Michael Smith. 2023 verlor er dann gleich sein Auftaktspiel gegen James Wade. Ein Jahr später schaffte er mit Siegen gegen Martin Schindler und Daryl Gurney erneut den Sprung ins Viertelfinale. Dort erwies sich Luke Woodhouse beim 10:4 als zu stark. Im vergangenen Jahr verlor „Aubergenius“ gleich sein Auftaktspiel gegen Danny Noppert.
Auch auf der European Tour waren seine Ergebnisse in diesem Jahr wechselhaft. Van Duijvenbode erreichte viermal den Sonntag, schied aber auch siebenmal direkt in seinem Auftaktspiel aus. Er startet deshalb als Nummer 24 ins Turnier und trifft in der ersten Runde auf Luke Woodhouse. Obwohl Woodhouse auf dem Papier höher gesetzt ist, hat van Duijvenbode durchaus Chancen.
Die direkte Bilanz der beiden ist ausgeglichen. Van Duijvenbode und Woodhouse standen sich bislang zehnmal gegenüber, wobei der Niederländer sechsmal gewann. Die letzten beiden Duelle gingen allerdings an „Woody“, darunter das Viertelfinale der EM 2024. Sollte Van Duijvenbode Woodhouse besiegen, könnte er in der zweiten Runde auf seinen Landsmann Gian van Veen treffen.
Danny Noppert
Danny Noppert und die European Championship haben sich in den vergangenen Jahren als gute Kombination erwiesen. Bei seinen ersten beiden Teilnahmen 2018 und 2020 schied „The Freeze“ zwar jeweils in der ersten Runde aus, danach erreichte er jedoch immer mindestens das Viertelfinale.
2021 gelang ihm das erstmals mit Siegen gegen Krzysztof Ratajski und Ryan Searle. Im Viertelfinale erwies sich Nathan Aspinall dann als zu stark. Ein Jahr später gewann Noppert erneut seine ersten beiden Spiele, diesmal gegen Andrew Gilding und Vincent van der Voort. Im Viertelfinale besiegte ihn mit Dirk van Duijvenbode ein weiterer Niederländer.
Danny Noppert erreichte in Maastricht sein fünftes Euro-Tour-Finale und ist in guter Form.
2023 legte der Friese noch eine Schippe drauf. Mit Siegen gegen Andrew Gilding, Rob Cross und Gerwyn Price erreichte er das Halbfinale, in dem er dem späteren Sieger Peter Wright mit 8:11 unterlag. Auch ein Jahr später schaffte er es erneut ins Halbfinale. Diesmal besiegte er nacheinander Joe Cullen, Mike De Decker und Ricardo Pietreczko, ehe sein Landsmann Jermaine Wattimena ihn mit 11:10 bezwang. Auch im vergangenen Jahr erreichte Noppert die letzten vier. Dirk van Duijvenbode, Nathan Aspinall und erneut Ricardo Pietreczko gehörten zu seinen Opfern. Im Halbfinale erwies sich Luke Humphries beim 11:8 jedoch als zu stark.
Die Darts-EM liegt Danny Noppert also offenbar. Auch in diesem Jahr ist er dank guter Ergebnisse auf der European Tour als Nummer 5 gesetzt. Viermal schied er im Viertelfinale aus, einmal im Halbfinale und zweimal erreichte er sogar das Finale. Beide Endspiele verlor er allerdings. Dank dieser guten Ergebnisse trifft er auf einen Spieler mit niedriger Setzposition, was in der ersten Runde normalerweise eine günstigere Auslosung bedeutet. Stephen Bunting ist jedoch alles andere als ein leichter Gegner.
„The Bullet“ erlebte eine durchwachsene Saison auf der European Tour und beendete sie als Nummer 28. Deshalb trifft er auf den Niederländer. Zwar überzeugte Bunting auf der Tour kaum, doch beim letzten Turnier in Maastricht erreichte er das Halbfinale. Das zeigt, dass der Engländer in Form ist und Noppert in seinem Auftaktspiel wohl direkt gefordert sein wird.
Nopperts Ergebnisse bei der European Championship
| Jahr | Ergebnis |
| 2018 | Erste Runde |
| 2020 | Erste Runde |
| 2021 | Viertelfinale |
| 2022 | Viertelfinale |
| 2023 | Halbfinale |
| 2024 | Halbfinale |
| 2025 | Halbfinale |
Niels Zonneveld
Niels Zonneveld zählt zu den Überraschungen dieser European-Tour-Saison. Der Niederländer startete stark ins Jahr und erreichte bei den Turnieren zwei und drei direkt das Halbfinale. Beim vierten Turnier schaffte er es zudem ins Viertelfinale. Danach lief es lange Zeit eher mäßig. Das änderte sich am vergangenen Wochenende. Beim letzten Turnier des Jahres, der Dutch Darts Championship in Maastricht, gewann Zonneveld vor heimischem Publikum seinen ersten PDC-Titel.
Die Liste der Gegner, die „Triple Z“ auf dem Weg ins Finale bezwang, hatte es in sich. Krzysztof Ratajski, Gerwyn Price, Wessel Nijman und Stephen Bunting mussten sich geschlagen geben. Im Finale traf er auf seinen Landsmann Danny Noppert. Zunächst schien Noppert davonzuziehen, nachdem er mühelos mit 2:0 in Führung gegangen war. Zonneveld kämpfte sich jedoch zurück und gewann fünf legs in Folge, um mit 5:2 in Führung zu gehen. Noppert holte noch einige legs auf, doch der Vorsprung war bereits entscheidend. Zonneveld gewann das Spiel schließlich mit 8:5.
Damit holte der Niederländer seinen ersten PDC-Titel und kletterte zugleich auf Rang vier der European Tour Order of Merit. Vor dem Turnier hatte er noch auf Platz 20 gestanden. Wäre er dort geblieben, hätte er bei der EM in der ersten Runde direkt gegen Gerwyn Price spielen müssen. Dieser schwere Auftakt blieb ihm also erspart. Dank seines Titels trifft er nun in der ersten Runde auf Cameron Menzies. Auch das ist keine leichte Aufgabe, auf dem Papier aber deutlich angenehmer als ein Duell mit Gerwyn Price.
In seiner aktuellen Form könnte Zonneveld gegen den Schotten sogar als Favorit gelten. Auch in der allgemeinen Order of Merit liegen die beiden inzwischen eng beieinander. Menzies ist die Nummer 25 der Welt, während Zonneveld dank seines Titels mittlerweile auf Rang 28 steht. Außerdem gewann der Niederländer sein jüngstes Duell mit „Cammy“ Anfang dieses Jahres.
Niels Zonneveld gewann bei der Dutch Darts Championship 2026 seinen ersten PDC-Titel.
Wessel Nijman
Wessel Nijman ist neben Ross Smith der herausragende Spieler der diesjährigen European Tour. Der Niederländer gewann 2026 gleich zwei European-Tour-Turniere und erreichte außerdem vier weitere Male mindestens das Viertelfinale. Damit sammelte er insgesamt 124.000 Pfund für die Rangliste – 34.500 Pfund mehr als der Drittplatzierte.
Nijman startete stark in die Saison und gewann im März die European Darts Trophy. Es war sein erster Titel auf der European Tour. Nachdem er zwischendurch noch einige Floor-Titel gewonnen hatte, folgte im Juni mit den Slovak Darts Open bereits sein zweiter Erfolg auf dieser Tour. Damit stand er lange Zeit an der Spitze der European Tour Order of Merit. Dank der noch besseren Ergebnisse von Ross Smith beendete er die Saison schließlich auf Platz zwei.
Deshalb trifft er in der ersten Runde auf die Nummer 31 der Setzliste, Martin Schindler. Der Deutsche befindet sich derzeit keineswegs in der besten Phase seiner Karriere, sodass Nijman auf dem Papier klarer Favorit ist. Außerdem dürfte er sich für sein enttäuschendes Debüt im vergangenen Jahr revanchieren wollen.
Damals verlor der Niederländer sein Auftaktspiel gegen Michael van Gerwen mit 5:6. Er lag in diesem Spiel mit 4:2 vorn und vergab mehrere Matchdarts. In diesem Jahr geht Nijman jedoch mit deutlich mehr Erfahrung und Selbstvertrauen ins Turnier. Möglicherweise zählt er inzwischen sogar zu den Titelkandidaten.
Zudem will der Niederländer seine Negativserie bei den Major-Turnieren beenden. Bislang hat Nijman bei einem PDC-Major noch nie das Viertelfinale erreicht. Obwohl er mehrmals kurz davorstand, scheiterte er stets unmittelbar vor den letzten acht. Mit einem Auftaktspiel gegen den formschwachen Schindler und einem möglichen Duell mit Jermaine Wattimena oder Ryan Joyce in der zweiten Runde bieten sich ihm bei diesem Turnier gute Chancen, den Bann zu brechen.
Nijmans Ergebnisse auf der European Tour 2026
| Turnier | Ergebnis |
| Poland Darts Open (ET1) | Viertelfinale |
| European Darts Trophy (ET2) | Sieger |
| Belgian Darts Open (ET3) | Erste Runde |
| German Darts Grand Prix (ET4) | Erste Runde |
| European Darts Grand Prix (ET5) | Halbfinale |
| Austrian Darts Open (ET6) | Zweite Runde |
| International Darts Open (ET7) | Achtelfinale |
| Baltic Sea Darts Open (ET8) | Viertelfinale |
| Slovak Darts Open (ET9) | Sieger |
| European Darts Open (ET10) | Achtelfinale |
| Hungarian Darts Trophy (ET11) | Zweite Runde |
| Czech Darts Open (ET12) | Achtelfinale |
| Flanders Darts Trophy (ET13) | Achtelfinale |
| Swiss Darts Trophy (ET14) | Zweite Runde |
| Dutch Darts Championship (ET15) | Viertelfinale |
Jermaine Wattimena
Jermaine Wattimena stand 2024 bei der European Championship kurz vor einer großen Überraschung. Der Niederländer erreichte sensationell das Finale, verlor dort jedoch deutlich gegen den ebenfalls überraschenden Finalisten Ritchie Edhouse.
In den Jahren zuvor war er bei der EM nie besonders weit gekommen. Bei seinem Debüt 2016 verlor er sein Auftaktspiel gegen Mensur Suljovic mit 1:6. Auch bei seinem zweiten Versuch 2018 scheiterte er direkt, diesmal mit 0:6 an Peter Wright. 2019 überstand er erstmals die erste Runde, schied dann aber in der zweiten Runde gegen Jeffrey de Zwaan aus.
Anschließend war der Niederländer vier Jahre lang nicht bei der EM vertreten, ehe er 2024 zurückkehrte – und wie. Wattimena bezwang nacheinander eine beeindruckende Reihe von Gegnern: Peter Wright, James Wade, Luke Humphries und Danny Noppert. So erreichte er überraschend das Finale. Sein Gegner war mindestens ebenso überraschend: Ritchie Edhouse. Vor dem Finale galt Wattimena daher als Favorit, doch das lange Turnier und vor allem der anstrengende Sonntag schienen „The Machine Gun“ zugesetzt zu haben. Im Finale war er nicht wiederzuerkennen und verlor deutlich mit 3:11. Im vergangenen Jahr gelang ihm kein vergleichbarer Lauf, denn er schied im Achtelfinale aus.
Seine Ergebnisse auf der European Tour waren in diesem Jahr wechselhaft. Wattimena erreichte regelmäßig das Achtelfinale, kam aber kaum darüber hinaus. Bei den European Darts Open schaffte er es jedoch überraschend ins Finale, das er gegen Krzysztof Ratajski mit 6:8 verlor. Er beendet das European-Tour-Jahr damit als Nummer 18 der Rangliste und trifft in der ersten Runde der European Championship auf den an Position 15 gesetzten Ryan Joyce.
Der direkte Vergleich ist ausgeglichen. Die beiden standen sich bislang 17-mal gegenüber. Neunmal setzte sich Wattimena durch, während Joyce acht Siege holte. Bei den im Fernsehen übertragenen Spielen führt der Engländer allerdings mit 6:2.
Wattimena wurde 2024 Zweiter bei der European Championship
Kevin Doets
Für Kevin Doets ist es nach einer starken Saison auf der European Tour das Debüt bei der European Championship. „Hawkeye“ erreichte beim German Darts Grand Prix das Halbfinale und zog bei den Austrian Darts Open erstmals in ein European-Tour-Finale ein. Dort erwies sich Josh Rock beim 8:6 jedoch als zu stark.
Dank dieser starken Ergebnisse steht Doets vor seinem Debüt bei dem Major. Er ist als Nummer 14 der Setzliste dabei. Für die erste Runde hat er allerdings kein leichtes Los erwischt. In seinem Auftaktspiel trifft er auf den viermaligen EM-Sieger Michael van Gerwen.
Doets ist dennoch keineswegs chancenlos. Van Gerwen befindet sich nicht in der besten Phase seiner Karriere und zeigt in diesem Jahr stark schwankende Leistungen. Es bleibt also abzuwarten, in welcher Form er in Dortmund auf die Bühne tritt. Doets dagegen hat über das gesamte Jahr hinweg recht konstant gespielt. Deshalb lässt sich vorab kein klarer Favorit für das Duell ausmachen.
Fazit
Insgesamt haben die Niederländer gute Chancen, bei der kommenden European Championship weit zu kommen. Mit Doets gegen van Gerwen gibt es in der ersten Runde nur ein rein niederländisches Duell. Außerdem haben mehrere Spieler gute Aussichten, ihr Auftaktspiel zu gewinnen.
Titelverteidiger Gian van Veen weiß, was ihn erwartet. Niels Zonneveld ist nach seinem jüngsten Triumph bei der Dutch Darts Championship in Topform, und Wessel Nijman will in Dortmund endlich seinen „Major-Fluch“ brechen. Mit insgesamt acht Niederländern bei der EM gibt es an diesem Wochenende jedenfalls viel, worauf man sich freuen kann.