„Ich gerate wirklich völlig in Panik. Sobald ich einen sehe, bin ich weg“ – Nathan Aspinall erzählt, dass er wegen seiner ausgeprägten Phobie beinahe umgezogen wäre
PDC
Der englische Topspieler Nathan Aspinall hat in einem offenen Interview einen bemerkenswerten Einblick in sein Privatleben gegeben. Der zweifache Major-Sieger und aktuelle Weltranglistenfünfzehnte bekannte nämlich, dass er eine enorme Angst vor Spinnen und anderen Insekten hat — so sehr, dass er einst ernsthaft überlegte umzuziehen wegen einer Spinnenplage in seiner Wohnung.
„Ich habe panische Angst vor Spinnen“
Bei einem Auftritt im beliebten Happy Hour Podcast sprach Aspinall ohne Scham über seine größte Phobie. Der aktuelle Top 16-Spieler gab zu, dass er „vor Angst wie gelähmt“ ist, wenn es um Spinnen und allerlei krabbelnde Insekten geht. „Ich habe panische Angst vor Spinnen“, sagte Aspinall. „Wirklich komplett panisch. Sobald ich eine sehe, bin ich weg.“
Der Engländer erklärte, dass ihn vor allem eine Phase in seiner alten Wohnung stark mitgenommen habe. Laut Aspinall gab es damals auffallend viele Spinnen im Haus, womit er überhaupt nicht umgehen konnte. „Wir hatten irgendwann überall Spinnen im Haus“, so Aspinall. „Ich habe wörtlich gesagt: Wir müssen dieses Haus verkaufen, denn ich halte das nicht mehr aus.“
Weiterlesen
Nicht nur Spinnen bereiten ihm schlaflose Nächte. Auch Kakerlaken und andere Insekten können bei „The Asp“ nicht mit viel Sympathie rechnen. „Alles, was kriecht oder fliegt, damit habe ich Probleme“, witzelte er während des Interviews.
Mögliche Teilnahme an Reality-Show
Das Gespräch drehte sich jedoch nicht nur um Ängste und Phobien. Auch seine mögliche Teilnahme an der populären Fernsehsendung I'm a Celebrity...Get Me Out of Here! (das englische Format zum deutschen Dschungelcamp) kam zur Sprache. Das Format ist dafür bekannt, Teilnehmer allerlei Prüfungen mit Insekten, Spinnen und anderen Tieren absolvieren zu lassen.
Zunächst wirkte Aspinall in seiner Antwort resolut. „Es gibt wirklich nicht genug Geld auf der Welt, um mich dazu zu bringen, da mitzumachen“, sagte er entschieden. Doch wie so oft in einem lockeren Podcast-Gespräch folgte später eine kleine Nuance. Als Moderator JaackMaate einwarf, dass zehn Millionen Pfund vielleicht ausreichen könnten, musste Aspinall lachen. „Für zehn Millionen? Dann denke ich vielleicht doch darüber nach“, reagierte er mit einem Augenzwinkern.

Nathan Aspinall ist die aktuelle Nummer 15 der Welt
Enge Bindung zu Dobey
Neben seiner auffälligen Angst berichtete Aspinall – der kürzlich auch angab, dass Trophäen nicht seine Priorität sind – ausführlich über seine enge Beziehung zu Kollege Chris Dobey. Die zwei Engländer reisen regelmäßig gemeinsam zu Turnieren und sind auch abseits der Bühne gute Freunde geworden.
Laut Aspinall ist Dobey inzwischen so häufig bei ihm, dass er praktisch sein eigenes Zimmer im Haus bekommen hat. Da Dobey häufig von Manchester aus zu internationalen Dartturnieren fliegt, übernachtet er oft am Vorabend bei Aspinall. „Chris hat bei mir zu Hause eigentlich sein eigenes Zimmer“, erzählte Aspinall lachend. „Wir reisen oft zusammen zu Turnieren, also schläft er hier, bevor wir zum Flughafen aufbrechen.“
Weiterlesen
Dabei bleibt es laut Aspinall jedoch nicht. Der leidenschaftliche Anhänger von Newcastle United F.C. würde aus dem Gästezimmer am liebsten ein komplettes Newcastle-Heiligtum machen. „Wenn es nach Chris geht, hängen Newcastle-Vorhänge, liegt Newcastle-Bettwäsche und steht sogar eine Newcastle-Lampe“, scherzte Aspinall. „Vielleicht sollte ich zum Spaß irgendwann mal ein Schild an die Tür hängen mit ‚Dobey’s room‘.“
Mit seinen ehrlichen und humorvollen Aussagen zeigt Aspinall erneut, warum er bei Dartsfans so beliebt ist. Nicht nur wegen seiner Leistungen auf der Bühne, sondern auch dank seines offenen Wesens und seiner Selbstironie abseits des Sports.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
Klatscht 3Besucher 2
Gerade In
Beliebte Nachrichten
Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








