International Darts Open 2026: Ross Smith beendet lange Wartezeit auf der European Tour mit emotionalem ersten Titel in Riesa nach Finalsieg gegen Ryan Searle
PDC
Ross Smith hat bei den International Darts Open in Riesa den größten Pro-Tour-Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der Engländer krönte eine starke Finalsession mit seinem ersten Titel auf der European Tour und setzte sich im Endspiel gegen Landsmann Ryan Searle durch. Nach einem Abend voller Comebacks, Highfinishes und englischer Dominanz blieb der „Smudger“ im entscheidenden Moment eiskalt.
Zum Auftakt der Finalsession setzte sich Ryan Searle im Viertelfinale mit 6:3 gegen Gian van Veen durch. Nach einem ausgeglichenen Beginn sorgte Heavy Metal mit dem ersten Break der Partie für die Wende und zog anschließend auf 5:3 davon. Wenig später machte Searle seinen Halbfinaleinzug mit einem eiskalten 85er-Finish in zwei Darts perfekt.
Menzies feiert unglaublichen Comeback-Sieg
Deutlich dramatischer verlief das zweite Viertelfinale zwischen Rob Cross und Ryan Joyce. Joyce erspielte sich zwischenzeitlich Vorteile und führte nach einem Break mit 3:1, doch Cross kämpfte sich mit einem 110er-Finish zurück. Im Decider vergab Joyce schließlich drei Matchdarts, ehe Voltage 100 Punkte über Tops-Tops zum Halbfinaleinzug aus dem Board nahm.
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Auch Ross Smith musste in seinem Viertelfinale gegen Michael van Gerwen über die volle Distanz gehen. Der Smudger erwischte mit einem 108er-Finish einen Traumstart und zog schnell auf 4:0 davon. Van Gerwen kämpfte sich zwar noch einmal heran und erzwang nach mehreren vergebenen Matchdarts seines Gegners den Decider, doch Smith blieb im entscheidenden Moment stabil und checkte 68 Punkte gegen den Anwurf zum Sieg.

Ross Smith krönte seine starke Finalsession in Riesa mit dem ersten European-Tour-Titel seiner Karriere
Das letzte Viertelfinale schrieb die Comeback-Geschichte des Abends. James Wade führte gegen Cameron Menzies bereits mit 4:0 und schien auf direktem Weg ins Halbfinale zu sein. Doch Menzies kämpfte sich mit starken Checkouts zurück, glich zum 4:4 aus und ging anschließend mit einem 85er-Finish erstmals in Führung. Wenig später verwandelte der Schotte seinen dritten Matchdart auf der Doppel-16 und erreichte erstmals in seiner Karriere ein European-Tour-Halbfinale.
Highfinish-Showdown zwischen Searle und Cross
Das erste Halbfinale zwischen Searle und Cross entwickelte sich anschließend zu einer Highfinish-Masterclass. Cross checkte unter anderem 126, 130, 164 und schließlich sogar 170 Punkte zum Decider. Doch Searle hatte die letzte Antwort: Mit einem 130er-Bull-Finish entschied Heavy Metal das spektakuläre Duell für sich und zog ins Finale ein.
Im zweiten Halbfinale ließ Ross Smith dagegen keinerlei Zweifel an seinem Finaleinzug aufkommen. Der Engländer eröffnete gegen Menzies mit einem 146er-Finish und dominierte die Partie anschließend nahezu nach Belieben. Mit starker Doppelquote und konsequentem Scoring zog Smith auf 6:0 davon und machte wenig später den 7:0-Whitewash perfekt. Das Finalduell mit seinem Landsmann Searle war damit perfekt.
Smith krönt starken Abend mit Titelpremiere
Das rein englische Endspiel begann mit einem starken 72er-Finish von Ross Smith, ehe Ryan Searle auf der Doppel-10 zum 1:1 ausglich. In der Folge entwickelte sich zunächst ein enges Finale, doch Smith nutzte die ersten entscheidenden Momente konsequenter. Nachdem Searle ein spektakuläres 140er-Finish über Tops-Tops knapp verpasst hatte, hielt Smith seinen Anwurf und legte wenig später mit einem 54er-Checkout das erste Break zum 3:1 nach.
Searle antwortete zwar direkt mit einem 60er-Finish zum Re-Break, doch Smith blieb unbeeindruckt. Auf der Doppel-16 holte sich der Smudger sofort das nächste Break und zog auf 4:2 davon. Spätestens mit dem Treffer auf der Doppel-10 zum 5:2 hatte Smith das Finale zunehmend unter Kontrolle.
Noch einmal bekam Searle eine Chance, als Smith sich bei 16 Restpunkten überwarf und damit die Möglichkeit zum 6:2 liegen ließ. Heavy Metal verkürzte auf der Doppel-10 zum 3:5, doch die Wende blieb aus. Smith stellte wenig später auf 6:3 und checkte anschließend 60 Punkte mit dem letzten Dart zum 7:3.
Kurz darauf machte Smith den größten European-Tour-Erfolg seiner Karriere perfekt. Auf der Doppel-10 verwandelte der Engländer seinen zweiten Matchdart und feierte in Riesa den ersten European-Tour-Titel seiner Laufbahn.
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










