„Ich mag es, Menschen etwas mitzugeben“ – Raymond van Barneveld gibt Darts-Workshops und träumt von einer eigenen Dartschule

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Raymond van Barneveld gehört seit Jahren zu den bekanntesten Gesichtern der Darts‑Welt. Neben seiner eigenen Karriere gefällt es dem fünffachen Weltmeister, sein Wissen weiterzugeben. Mit seiner eigenen Barney's Darts Clinic versucht Van Barneveld, den Teilnehmern in entspannter Atmosphäre etwas beizubringen. Und wenn es nach „Barney“ geht, könnte dieses Projekt künftig in Form einer eigenen Dartsschule fortgeführt werden.
Bei einer seiner Clinics hatte es Van Barneveld vor allem mit Anfängern zu tun. Der Niederländer warnte daher davor, vorschnell große Schlüsse über das vorhandene Potenzial zu ziehen. „Das sind natürlich alles Jungs, die gerade erst anfangen und einfach Spaß haben. Oder sie haben die Teilnahme an meiner Clinic geschenkt bekommen. Ich kann noch nicht wirklich sagen, dass hier sehr viel Talent dabei ist. Aber man kann nach einem zweistündigen Training natürlich auch nicht behaupten, man sei ein kompletter Dartsspieler“, so Van Barneveld im Gespräch mit Sportnieuws.nl.
Für Van Barneveld geht es bei den Clinics zudem nicht ausschließlich um Leistung. Gerade die lockere Stimmung spricht ihn an. „Ich mache das einfach gern. Es ist entspannt. Zwei Stündchen verfliegen immer im Nu. Leider kann ich es wegen des vollen Terminplans nicht allzu oft machen, aber vielleicht gibt es dafür in Zukunft etwas mehr Zeit.“
Auch das Feedback der Teilnehmer stimmt ihn zufrieden. „Ich habe eigentlich noch nie einen Misston gehört. Die Leute finden es durchweg gut und entspannt. Sie lernen mich auch auf eine andere Art kennen. Nicht voll fokussiert aufs Darten, sondern mit einem Scherz und einem kleinen Gag zwischendurch. Es ist immer schön, diese zwei Stunden auf diese Weise zu füllen.“

„Du bist der Fahrer deines eigenen Busses“

Zugleich merkt Van Barneveld, dass ihm das Unterrichten liegt. Trotzdem versucht er, seine eigenen Vorlieben den Teilnehmern nicht um jeden Preis aufzudrängen.
„Ich mag es, Leuten etwas mitzugeben und ihnen etwas beizubringen. Das steckt in mir. Am Ende kann ich Tipps geben, aber du bist der Fahrer deines eigenen Busses. Also entscheidest du selbst. Ich kann sagen: Du musst dieses Triple oder jenes Doppel werfen. Aber wenn du andere Doubles und Triples bevorzugst, dann sollst du das ruhig so handhaben.“
Van Barneveld macht seinen ikonischen Walk-on auf die Bühne.
Raymond van Barneveld wurde in seiner Karriere nicht weniger als fünfmal Weltmeister.
Ein Bestandteil der Clinic war das Training auf die Nummern Zwanzig bis Fünfzehn. Laut Van Barneveld sind das zentrale Felder im 501-Spiel. Die Teilnehmer bekamen daher direkt Hausaufgaben mit. „Trainiert das zu Hause. Zwanzig bis Fünfzehn sind die wichtigsten Triples und Zahlen im 501-Spiel.“
Anschließend spielte Van Barneveld auch ein leg 501 gegen die Anwesenden. Das brachte sogar eine Niederlage ein. „Ich verlor das allererste leg des Tages. Man steht natürlich ständig da und erklärt das Spiel. Das kostet Energie und Fokus.“
Geschenke verteilt er jedoch nicht. „Ich mache nichts absichtlich. Ich gehe immer auf jedes leg. Ob du nun sechs Jahre alt bist oder 36, ich versuche immer zu gewinnen. Aber auf diese Weise verliere ich eben auch mal ein leg. Das kann passieren und ist kein Problem. Das hat keine Konsequenzen.“

Traum von eigener Dartsschule

Langfristig sieht Van Barneveld für sich möglicherweise eine größere Rolle in der Ausbildung von Dartspielern. Eine eigene Dartsschule beschäftigt ihn schon länger.
„Ich hatte immer den Traum, eine Art Dartsschule zu eröffnen. Warum nicht? Ich lebe derzeit natürlich in England, aber ich kann jederzeit hin und her.“
Der aktuelle Raum bietet Platz für etwa fünfzehn bis zwanzig Teilnehmer. Sollte das Projekt weiter wachsen, müsste Van Barneveld auf eine größere Location ausweichen. Dabei richtet er den Blick ausdrücklich auch auf den Nachwuchs.
„Dann am liebsten mit so vielen Dartboards wie möglich und Wettbewerben für die Jugend. Für die Jugend gibt es nämlich so gut wie nichts. Daher sollten wir uns das in Zukunft auch einmal genauer anschauen.“
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