"Im Moment fühle ich mich Bombe, es läuft genial“ - Ricardo Pietreczko setzt seinen Lauf in Leverkusen fort
PDC
Ricardo Pietreczko ist mit einem überzeugenden Auftaktsieg in die European Darts Open 2025 in Leverkusen gestartet. Im rein deutschen Duell setzte sich Pikachu souverän mit 6-2 gegen den European-Tour-Debütanten Moritz Bohrmann durch. Im exklusiven Interview mit Dartsnews.de sprach der 30-Jährige nur wenige Augenblicke nach dem Match über einen kuriosen Rechenfehler, seine derzeitige Topform und den bevorstehenden World Cup of Darts.
„Das war ein schönes Spiel – auch von ihm, ein wirklich starkes Debüt“, kommentierte Pietreczko seinen Auftaktsieg. Zu seinem kuriosen Rechenfehler sagte er: „Ja, der Verrechner … ich weiß tatsächlich nicht, was ich da gerechnet habe. Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr genau erinnern, was ich überhaupt getroffen habe. Ich habe Franz (Engerer, Anm. d. Red.) gerade eben noch mal gefragt, ob ich wirklich drei Rest hatte – und ja, es stimmt, es waren drei Punke Rest. Ich weiß nicht, was da los war. Sowas passiert eben, wenn man im Tunnel ist.“
Für seinen Gegner Moritz Bohrmann, der erstmals auf einer European-Tour-Bühne antrat, fand Pietreczko ausschließlich lobende Worte: „Soweit ich mich erinnern kann, war das unser erstes Duell. Ich mag ihn sehr – wir haben uns beim Einspielen länger unterhalten. Ein genialer Typ, der nicht umsonst ein NEXT GEN-Event gewonnen hat. Dazu natürlich ein sehr, sehr starker Spieler. Wenn er dranbleibt, sehen wir ihn vielleicht in zwei bis drei Jahren auch mit auf der Tour.“

Im Jahr 2025 läuft es für Ricardo „Pikachu“ Pietreczko wie geschmiert
Nach einer durchwachsenen Saison 2024 zeigt sich Pietreczko aktuell wieder in absoluter Topform. Auf dem Players-Championship-Circuit erreichte Pikachu zuletzt mehrere Boardfinals sowie ein Achtel- und ein Viertelfinale. Am vergangenen Wochenende stürmte er zudem bei der European Tour bis ins Viertelfinale. „Im Moment fühle ich mich Bombe, es läuft genial“, schwärmte er. „Gerade mit Lena (Pietreczkos Partnerin; Anm. d. Red.) im Rücken – das ist immer sehr, sehr schön, wenn sie dabei ist. Ich schaue zu ihr, und sie bringt meinen Puls sofort runter. Besonders in Rosmalen, wo auf dem Floor endlich mal wieder der Knoten geplatzt ist. Sie ist einfach ein Ruhepol für mich.“
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Dank seiner starken Form hat sich Ricardo Pietreczko im Qualifikationsrennen für das World Matchplay eine vielversprechende Ausgangsposition erarbeitet. Doch wie sehr beschäftigt ihn dieses Ziel während des Turniers tatsächlich? „Das World Matchplay Race habe ich hinter der Bühne sehr im Kopf – auf der Bühne ist mir das tatsächlich total egal“, erklärte Pietreczko. „Auf der Bühne will man dieses Spiel einfach nur gewinnen.“
Als Belohnung für seinen überzeugenden Auftritt trifft Ricardo Pietreczko in der morgigen Zweitrundensession auf keinen Geringeren als Deutschlands Nummer eins: Martin Schindler. Eine besondere Konstellation – schließlich werden die beiden in wenigen Wochen gemeinsam für das deutsche Team beim World Cup of Darts an den Start gehen. „Ich bin mal gespannt“, schmunzelte Pietreczko. „Wir haben uns schon ein wenig über den World Cup unterhalten – wer anfängt und das Ausbullen übernimmt, zum Beispiel. Ich bin gespannt auf das Spiel morgen. Es wird das erste Duell zwischen uns sein, seitdem wir wissen, dass wir beim World Cup zusammen antreten.“
Ricardo Pietreczko und Martin Schindler – eine Kombination aus eiskalten Checkouts und Weltklasse-Scoringpower. Schon jetzt schwärmen viele deutsche Fans vom neuen Traumduo, das beim World Cup of Darts an den Start geht. Doch wie schätzt Pietreczko selbst die neue Konstellation ein? „Ich glaube, als deutsche Spieler haben wir schon Vorteile gegenüber anderen Nationen, weil wir hier in Deutschland auch öfter Doppelturniere spielen – was es in England eher selten gibt“, erklärte er. „Aber ja: Martin ist gut im Scoring, gut auf die Doppel – ich gut auf die Doppel, manchmal gut im Scoring. Mal schauen, könnte was gehen … vielleicht ja sogar mit Blick auf eine Grand-Slam-Qualifikation“, spielt „mit einem Augenzwinkern auf einen möglichen Finaleinzug des deutschen Teams an.

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








