Kanadier schreibt Geschichte: Matt Campbell verteidigt Titel bei der North American Darts Championship
PDC
Matt Campbell hat bei der North American Darts Championship ein Ausrufezeichen gesetzt: Als erster Spieler überhaupt verteidigte der Kanadier erfolgreich seinen Titel und sicherte sich zum zweiten Mal in Folge die Trophäe sowie das Siegerpreisgeld von 10.000 US-Dollar. Im Finale setzte er sich in einem rein kanadischen Duell mit 6-3 gegen Jim Long durch.
Exakt ein Jahr nach seinem Triumph im legendären Madison Square Garden dominierte der 35-Jährige erneut das nordamerikanische Turnier – und ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel an seiner Form aufkommen.
Mit Weltklasse-Darts zum Titelgewinn
Campbells Weg zum Titel war eindrucksvoll. Im Viertelfinale ließ er Jason Brandon beim 6-1 keine Chance und stellte mit einem Average von 103,98 Punkten den ersten dreistelligen Average in der Geschichte des Events auf. Auch im Halbfinale gegen Stowe Buntz zeigte Campbell seine Klasse: Mit einem Average von fast 97 Punkten und einer starken Doppelquote von 55 Prozent zog er mit einem 6-2 ins Finale ein.
Dort sah sich der Titelverteidiger zunächst mit einem Rückstand konfrontiert, übernahm dann aber mit einer 3-1-Führung das Kommando. Zwar verkürzte Long zwischenzeitlich zweimal auf ein Leg Abstand, doch Campbell blieb nervenstark und beendete das Match souverän mit zwei präzisen Finishes auf der Doppel-20.
Kanadische Dominanz
Auch Jim Long kann auf ein starkes Turnier zurückblicken. Nach einem 6-4-Auftakterfolg über Adam Sevada glänzte er im Halbfinale mit einem klaren 6-1 gegen Danny Lauby – gekrönt von einem spektakulären 132er-Finish über zwei Bullseyes und der Doppel-16. Im Endspiel musste er sich jedoch der Konstanz und Präzision Campbells geschlagen geben. Dennoch ist der Finaleinzug ein positives Signal in einem bislang soliden ersten Jahr als PDC Tour Card Inhaber.
Stowe Buntz komplettierte das Halbfinalfeld durch einen souveränen 6-0-Erfolg gegen Jules van Dongen, dessen Auftritt weiterhin durch eine Nervenproblematik im Wurfarm beeinträchtigt wird. Danny Lauby wiederum sicherte sich sein Ticket für die Vorschlussrunde durch ein 6-1 über Leonard Gates – ermöglicht durch fünf Legs in Serie.
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Trotz seines historischen Sieges bleibt Campbell jedoch vorerst bei der Darts WM und dem Grand Slam of Darts außen vor. Als Spieler aus den Top 64 der Weltrangliste ist er nicht über dieses Turnier qualifizierbar. Das WM-Ticket geht stattdessen an den bestplatzierten, noch nicht qualifizierten Spieler der CDC ProTour Order of Merit 2025. Der Startplatz für den Grand Slam wird beim CDC Continental Cup 2025 vergeben.
The moment Matt Campbell went back-to-back! 🏆🇨🇦#NAC2025 pic.twitter.com/Wh554iHvtJ
— PDC Darts (@OfficialPDC) June 28, 2025

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026






