Der Triumph von Gerwyn Price bei Players Championship 6 brachte nicht nur den nächsten Titel für „The Iceman“. Der Erfolg markierte zugleich einen besonderen statistischen Meilenstein für den walisischen Dartsport. Zum 80. Mal erreichte ein Spieler aus Wales ein Finale auf der Pro Tour der Professional Darts Corporation (PDC).
Damit unterstreicht Wales erneut seinen festen Platz in der internationalen Spitze – mit Price und Jonny Clayton als den prägenden Figuren einer starken Generation.
Gemeinsam mit Clayton Hauptverantwortlicher für den walisischen Erfolg
Dass ausgerechnet Price diese Marke durchbricht, überrascht nicht. Der ehemalige Weltmeister prägt den walisischen Dartsport seit Jahren wie kein Zweiter und trägt einen enormen Anteil an den nationalen Erfolgen. Von den insgesamt 80 Finalteilnahmen gehen beeindruckende 46 auf sein Konto. Das entspricht rund 57 Prozent aller walisischen Pro-Tour-Finals. Diese Quote belegt eindrucksvoll seine Konstanz und Dominanz auf dem Floor.

Mark Webster, ehemaliger BDO-Weltmeister, erreichte zwei Pro-Tour-Finals bei der PDC
Hinter Price folgt sein Landsmann Clayton mit 19 Finalteilnahmen. „The Ferret“ spielte sich vor allem in den vergangenen Jahren in einen Lauf, gewann mehrere Titel und etablierte sich dauerhaft in der Weltspitze. Gemeinsam stehen Price und Clayton für 65 der 80 walisischen Finals. Der aktuelle Erfolg des Landes basiert damit maßgeblich auf diesem Duo.
Weiterlesen
Auch frühere Generationen trugen ihren Teil zu dieser Entwicklung bei. Barrie Bates erreichte fünf Pro-Tour-Endspiele, Richie Burnett stand viermal im Finale. Burnett krönte sich bereits in den 1990er-Jahren zum BDO-Weltmeister und bewies später auch innerhalb der PDC seine Klasse.
Mark Webster, Jim Williams und Jamie Lewis kommen jeweils auf zwei Pro-Tour-Finals. Webster machte international besonders mit seinem BDO-Weltmeistertitel auf sich aufmerksam, während Lewis vielen Fans durch sein Halbfinale bei der WM 2018 im Gedächtnis blieb.
Mit Price in Bestform und einem konstant starken Clayton spricht vieles dafür, dass diese Zahl in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Der Erfolg bei Players Championship 6 ist deshalb weit mehr als ein weiterer Pokal in Prices Vitrine. Er steht sinnbildlich für das Wachstum, die Qualität und die internationale Strahlkraft des walisischen Dartsports.
Weiterlesen

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
Klatscht 1Besucher 1
Gerade In
Beliebte Nachrichten
Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









