Dimitri
Van den Bergh ist der erfolgreichste belgische Dartspieler, der je auf PDC-Ebene gespielt hat hat. Van den Bergh siegte bei den UK Open
2024, triumphierte auch beim World Matchplay 2020 und stand in zwei
weiteren Majorfinals. Keiner seiner Landsmänner konnte diese Erfolge
bisher aufweisen. Dass
der
Belgier zeitnah
wieder an alte
Erfolge anknüpfen kann,
ist unwahrscheinlich. Inzwischen
steht hinter seiner
Zukunft ein Fragezeichen. Seine Formkrise hält an, die Tour Card ist
in Gefahr und die Zeit wird knapp.
Die
beiden
Players-Championship-Events in Den Bosch sollten die Wende
bringen. Seit
knapp
zwei Jahren
steckt
Dimitri Van den Bergh
in
einer
Formkrise. Die leise
Hoffnung der Dimi-Fans, nach dem schockierenden WM-Aus in Runde eins gegen Debütant Darren Beveridge 2026 einen wiedererstarkten
„Dreammaker“ zu sehen, ist vermutlich erloschen.
Formkrise trotz Auszeit
Auch bei Players Championship Event 29
bleibt alles beim Alten. Drei
Monate lang hatte der Belgier auf ein Pro Tour Match warten lassen.
Dimitri Van den Bergh droht die WM zu verpassen und seine Tour-Card zu verlieren
Anfang Juli teilte Van den Bergh via
Social Media mit, dass er für die beiden kommenden ProTour Turniere
aus gesundheitlichen Gründen absagen muss. Aber auch für die
nächsten beiden Blöcke meldete er nicht.
Somit war das erste Turnier nach der
Pause für Van den Bergh der Host-Nation-Qualifier für die Flanders
Darts Trophy. In seinem Geburtsort Antwerpen wollte er auf die
European-Tour-Bühne zurückkehren. Er scheiterte.
Andy Baetens verhinderte das Comeback
und siegte in der Runde der letzten 32 mit 6:2.
Blieb der Players-Championship
Doppelblock in den Niederlanden. Aber auch in Den Bosch lief es
nicht besser:
Van den Bergh unterlag in seiner
Auftaktpartie gegen
Kai Gotthardt. Gegen den Deutschen gelang ihm
kein Leggewinn. Er spielt einen Average von 75,56 Punkten.
Bereits
15-mal schied der 32-Jährige in dieser Players-Championship-Saison
in der ersten Runde aus.
Seit fünf Turnieren ist er sieglos auf dem Floor.
Diese
Serie wird vorerst nicht unterbrochen. Denn für das Players
Championship Event 30 musste Van den Bergh absagen. Seine älteste
Tochter brach sich den Arm. Er reiste zur familiären Unterstützung
nach Hause. Mit der
Absage verpasste Van den Bergh allerdings eine weitere wichtige
Chance, Preisgeld
im Kampf um die
WM-Qualifikation zu sammeln.
Comeback nötig, um zur WM zu fahren
Insgesamt
stehen noch vier Players-Championship Turniere an. Zweimal wird in
den Niederlanden, zweimal in England gespielt. Neben
den beiden European-Tour-Qualifern sind die vier verbleibenden
Players-Championship-Turniere seine einzigen Chancen, sich noch über
die Pro Tour für die
Darts WM zu qualifizieren.
Die besten 40 Spieler der Pro Tour
2026 sind im Dezember bei der WM startberechtigt. Eine Qualifikation
über diese Rangliste ist für Van den Bergh inzwischen jedoch unrealistisch. Der
Belgier hat in diesem Jahr erst 16.750 Pfund eingespielt und befindet
sich somit auf Platz 76. 12.500 Pfund fehlen ihm auf den
letzten vorläufigen Qualifizierten Raymond van Barneveld (29.250 Pfund).
In den ausstehenden Turnieren müsste Van den Bergh also fast so viel Geld einspielen wie in der gesamten
Saison.
Sollte
er es nicht schaffen, das benötigte Geld einzuspielen, bliebe ihm
lediglich der Tour Card-Qualifier für die WM. Der
sogenannte Last-Chance-Qualifier bietet Spielern, die sich bislang
nicht für die WM qualifiziert haben, eine letzte Möglichkeit auf
einen Startplatz.
Aktuell ist der Belgier noch die
Nummer 46 der Order of Merit und damit beispielsweise vor Gabriel
Clemens positioniert. Da er bei der WM vor zwei Jahren die dritte
Runde erreicht hatte, wird dieses Preisgeld im Winter jedoch aus der Rangliste
gestrichen. Der „Dreammaker“ würde dadurch aus den Top-64 der
Order of Merit herausrutschen.
Das
würde den sofortigen Tour-Card-Verlust bedeuten. Van den Bergh wäre
also nicht mehr berechtigt, an den Pro Tour Turnieren oder den
European-Tour-Qualifiern teilzunehmen. Will
Van den Bergh seine Karriere fortsetzen, müsste er im Januar erneut
bei der Q-School antreten.
Noch hat Van den Bergh vier
Players-Championship-Turniere und zwei European-Tour-Qualifier, um
das Blatt zu wenden. Viel Zeit bleibt dem „Dreammaker“ allerdings
nicht.