„Darauf habe ich mehr als zehn Jahre gewartet“ - Karel Sedlacek emotional nach historischem PDC-Titel
PDC
Karel Sedlacek hat am Mittwoch ein besonderes Kapitel in der tschechischen Darts-Geschichte aufgeschlagen. Der erfahrene Tscheche krönte sich in Den Bosch zum Sieger des Players Championship 30, nachdem er Scott Williams in einem nervenaufreibenden Finale mit 8:7 bezwang. Damit wurde Sedlacek der erste tschechische Spieler überhaupt, der einen PDC-Ranglistentitel gewann.
„Ich habe hier mehr als 10 Jahre darauf gewartet“
Für Sedlacek ging mit dem Triumph ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Direkt nach dem Endspiel war spürbar, wie viel ihm dieser Erfolg bedeutete. „Ich weiß eigentlich nicht, was ich sagen soll. Für mich ist das ein ganz besonderer Moment“, reagierte er gerührt. „Ich glaube, ich habe hier vielleicht mehr als zehn Jahre darauf gewartet, und jetzt ist es Wirklichkeit. Es ist unglaublich.“
Auch die Partie gegen Williams bot reichlich Spannung. Sedlacek hatte bereits früher im Match Chancen, die Begegnung zuzumachen, ließ jedoch mehrere Matchdarts ungenutzt. So blieb Williams im Spiel und der Engländer drohte den Titel doch noch vor seiner Nase wegzuschnappen.
„Scott ist ein guter Spieler. Wenn du, glaube ich, fünf Matchdarts verpasst, denkst du dir: Was kann ich noch mehr tun? Was willst du noch mehr?“, so Sedlacek. Dennoch versuchte er ruhig zu bleiben. „Du musst vorsichtig bleiben und Schritt für Schritt weitermachen. Am Ende habe ich’s geschafft.“
Dass Sedlacek den Titel holte, machte die Leistung für ihn umso spezieller. Auf dem Weg ins Finale musste er sich gegen mehrere große Namen und gesetzte Spieler durchbeißen. Der Tscheche selbst konnte kaum fassen, was ihm an diesem Tag gelungen war.
„Es fühlt sich immer noch wie ein Traum an, und ich bin überglücklich“, sagte er. Sedlacek schöpfte dabei Vertrauen aus seiner jüngsten Form. „Am vergangenen Samstag sagte ich mir nach meiner Niederlage: Du spielst gut, mach genau so weiter und dann sehen wir, was passiert. Meine Frau sagte zu mir: ‚Du kannst es.‘ Und jetzt habe ich es geschafft. Es ist perfekt.“
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Erster tschechischer PDC-Titel
Mit seinem Sieg schrieb Sedlacek zugleich Geschichte für sein Heimatland. Nie zuvor hatte ein Spieler aus Tschechien einen PDC-Titel geholt. Für den Routinier, der seit Jahrzehnten im Sport aktiv ist, war dieses Bewusstsein kaum in Worte zu fassen.
„Es bedeutet mir alles. Ich spiele seit über dreißig Jahren Darts und habe das nun endlich erreicht. Ich weiß eigentlich nicht, was ich sagen soll. Ich glaube, ich bin jetzt auf dem Höhepunkt meiner Karriere. Ich bin wirklich sehr glücklich.“
Sedlacek erlebte über die Jahre etliche Höhen und Tiefen. Er sicherte sich einst eine Tour Card, verlor sie wieder und kämpfte sich anschließend zurück ins Profi-Circuit. Laut dem Tschechen fühlt er sich derzeit stärker denn je.
„Ich fühle mich immer besser und besser. Ich fühle mich immer stärker und ich weiß, dass ich Darts spielen kann. Das weiß ich“, betonte er. „Aber ich brauche mehr Spiele. Jetzt ist es perfekt. Was kann ich noch sagen? Ich bin wirklich sehr glücklich. Ich weiß kaum, was ich getan habe.“
Der historische Erfolg kann auch dem Darts in Tschechien neuen Schub geben. Sedlacek ist seit Jahren eines der Aushängeschilder der Sportart in seinem Heimatland und sieht dort ein stetig steigendes Niveau.
„Darts wächst in Tschechien von Tag zu Tag. Es kommen immer mehr Spieler dazu und, glaube ich, auch immer mehr gute Spieler“, erklärte Sedlacek. Sein eigener Erfolg kann der nächsten Generation als Inspiration dienen. „Das ist einer der schönsten Momente meiner Karriere. Jeder Spieler in Tschechien kann jetzt sagen: ‚Karel und Tony haben es geschafft, also können wir es auch.‘ Es ist perfekt.“

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










