„Ich freue mich riesig auf den Ally Pally“ – 16-jähriger Archie Self triumphiert bei der MODUS Super Series und fiebert seinem WM-Debüt entgegen
MODUSArchie Self hat eine außergewöhnliche Woche bei der MODUS Super Series mit dem Gesamtsieg in der Champions Week gekrönt. Das junge Darts-Talent sorgte in den vergangenen Tagen mit einem historischen 9-Darter und mehreren Rekorden für Aufsehen. Am entscheidenden Abend musste der Engländer allerdings noch einmal sämtliche Kräfte mobilisieren, um sich den Titel zu sichern. Anschließend kannte seine Freude keine Grenzen.
„Mir fehlen einfach die Worte“, erklärte Self nach seinem Triumph. „Ich war den ganzen Abend unglaublich nervös. Ich hatte das Gefühl, überhaupt nichts zu treffen. Erst gegen Ende kam ich besser ins Spiel.“
Zwei Tage Pause stellen Self vor eine Herausforderung
Hinter dem jungen Engländer lagen intensive Tage. Nach seinen vorherigen Auftritten hatte Self zwei Tage spielfrei, doch die Unterbrechung erwies sich nicht ausschließlich als Vorteil. „Es war eigentlich genauso wie letzte Woche. Durch die Pause musste ich mich erst wieder komplett neu darauf einstellen. Es fühlte sich an, als hätte ich in dieser Woche noch überhaupt nicht gespielt.“
Archie Self krönt seine beeindruckende Woche bei der MODUS Super Series mit dem Titelgewinn und blickt voller Vorfreude auf die Darts WM im Alexandra Palace.
Eine Trainingseinheit am Freitag brachte schließlich das nötige Selbstvertrauen zurück. „Ich habe wieder mit Jordan trainiert, und diesmal lief es deutlich besser. Dadurch habe ich mein Selbstvertrauen zurückgewonnen.“
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„Dieses Finale fand ich persönlich miserabel“
In der Champions Night kam Self seine Erfahrung aus früheren Auftritten am entscheidenden Abend zugute. Gleich in seiner ersten Partie musste er einen Matchdart seines Gegners überstehen. Im weiteren Verlauf unterlag er Andy Baetens zwar mit 3:4, doch ausgerechnet im Finale glückte ihm die Revanche.
„In meinem ersten Spiel hatte ich ein bisschen Glück, weil mein Gegner den entscheidenden Dart auf Doppel verpasst hat. Aber ich habe weiterhin daran geglaubt, dass ich gewinnen kann. Dieses Selbstvertrauen habe ich in den weiteren Abend mitgenommen.“
Mit seiner eigenen Leistung im Endspiel ging Self anschließend hart ins Gericht. „Ich persönlich fand das Finale miserabel. Ich war viel zu nervös und habe überhaupt nicht in meinen Rhythmus gefunden. Alles ging zu hoch. Irgendwann habe ich dann eine kleine Veränderung vorgenommen und auf eine andere Stelle am Schaft gezielt. Das hat funktioniert.“
Auch die Unterstützung seiner Fans wurde zwischenzeitlich zur zusätzlichen Nervenprobe. „Sie bedeuten mir alle unglaublich viel. Gegen Ende des Finales war ich allerdings etwas gereizt, weil sie angefangen haben zu schreien, sobald ich auf ein Doppelfeld geworfen habe. Ich musste ihnen mit ein paar Gesten signalisieren, dass sie ruhig sein sollen.“
Nach dem größten Karriereerfolg richtet Self den Blick auf die Darts WM
Mit dem Triumph bei der MODUS Super Series hat Self seiner noch jungen Karriere einen weiteren bedeutenden Erfolg hinzugefügt. Zwar hatte er zuvor bereits den Jugendweltmeistertitel im Lakeside gewonnen, doch der jüngste Titelgewinn besitzt für ihn einen noch höheren Stellenwert.
„Das ist jetzt definitiv mein größter Erfolg. Lakeside war natürlich großartig, aber das war im Jugendbereich. Das hier ist das erste große Turnier, das ich bei den Herren gewonnen habe.“
Entsprechend selbstbewusst blickt der Engländer nun auf die ADC Global Championships und die World Darts Championship im Alexandra Palace. Dass er inzwischen immer häufiger mit Luke Littler verglichen wird, unterstreicht die Aufmerksamkeit, die seine Leistungen hervorrufen.
„Ich habe neulich gehört, dass ich bei den Buchmachern auf Platz 21 der Favoriten für den WM-Titel stehe. Da habe ich mir gedacht: Wie bitte? Ich habe doch erst vier Pro-Tour-Turniere gespielt. Aber ich freue mich riesig auf den Ally Pally und hoffe, dass ich dort an meine Form anknüpfen kann.“

Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026







