Luke Littler hat beim
World Matchplay 2026 erneut Geschichte geschrieben. Der amtierende Weltmeister verteidigte in Blackpool erfolgreich seinen Titel und tat dies auf eine Weise, die selbst die beeindruckendsten Leistungen aus der Ära von
Phil Taylor in den Schatten stellt. Mit einem Turnieraverage von sage und schreibe 111,04 Punkten verzeichnete der Engländer den höchsten, jemals erfassten Wert eines Blackpool-Champions.
Diese Zahl wirkt umso beeindruckender im Vergleich zum alten Rekord. Dieser stand seit 2010 neben dem Namen der englischen Darts-Ikone Phil Taylor, der das Turnier damals mit einem ebenfalls unglaublichen Turnieraverage von 106,31 gewann.
Littler schreibt die Geschichte neu
Jahrelang schien diese Leistung nahezu unantastbar, zumal Taylor auch die Plätze drei, vier und fünf der ewigen Rangliste belegte. Littler hat das nun endgültig widerlegt.
Mit seinem Average von 111,04 verbesserte der 19-jährige englische Superstar den alten Rekord um ganze 4,73 Punkte. Über ein komplettes TV-Turnier ist das ein beispielloser Unterschied. Wo ein Average von über 100 über mehrere Matches bereits außergewöhnlich ist, blieb Littler auf seinem gesamten Weg zum Titel sogar klar über 111 Punkten pro Aufnahme. Eine überragende Leistung.
Bemerkenswert ist, dass der junge Engländer schon zuvor auf der Liste stand. Bei seinem ersten World-Matchplay-Titel 2025 notierte er einen Turnieraverage von 105,12 Zählern, damals gut für den sechsten Platz der ewigen Rangliste. Nur ein Jahr später hat er diese Leistung deutlich übertroffen und sich an die Spitze katapultiert.
Taylor viermal in den Top fünf
Die Rangliste der höchsten titelgewinnenden Turnieraverages weist dadurch eine auffällige Verteilung auf. Phil Taylor belegt weiterhin die zweite, dritte, vierte und fünfte Position mit Averages von 106,31 (2010), 105,81 (2013), 105,73 (2009) und 105,50 (2011). Littler ist nun jedoch der einzige weitere Spieler, der zweimal in dieser exklusiven Top sechs vorkommt.
Die Leistung unterstreicht einmal mehr, wie außergewöhnlich Littlers Entwicklung ist. Während viele Rekorde von Phil Taylor jahrelang als unantastbar galten, gelingt es dem jungen Engländer immer häufiger, historische Statistiken nach seinen Vorstellungen zu prägen. Seine dominante Titelverteidigung in Blackpool brachte ihm nicht nur erneut die Phil Taylor Trophy ein, sondern auch einen Rekord, der wohl noch jahrelang als neuer Maßstab gelten wird.
Mit zwei Nennungen in den Top sechs und einem Vorsprung von fast fünf Punkten auf den alten Rekord hat Luke Littler ein neues Kapitel in der Geschichte des
World Matchplay aufgeschlagen.