World Matchplay 2026: Ergebnisse, Finalvorschau, Auslosung, Spielplan, Teilnehmerfeld, Historie, Format und Prognosen -Die Vorschau auf das Finale des World Matchplay 2026 zwischen Luke Littler und Gerwyn Price ist online!!

PDC
Sonntag, 26 Juli 2026 um 11:22
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Das World Matchplay 2026 wird von Samstag, 18. Juli bis Sonntag, 26. Juli in den ikonischen Winter Gardens in Blackpool ausgetragen. Als eines der prestigeträchtigsten Ranglistenturniere im PDC-Kalender vereint das World Matchplay erneut die 32 besten Spieler der Welt zu einer Woche Darts auf höchstem Niveau.
Das Teilnehmerfeld besteht aus den Top 16 der PDC Order of Merit, ergänzt durch die besten 16 Spieler der ProTour Order of Merit, die sich nicht bereits über die Hauptweltrangliste qualifiziert haben. Wie immer ist damit ein Weltklasse-Line-up garantiert.
Titelverteidiger ist Luke Littler. Er gewann den Titel 2025 durch einen 18:13-Finalsieg gegen James Wade und kehrt in diesem Jahr zurück, um in den Winter Gardens den World-Matchplay-Doppelsieg anzupeilen.

Vorschau World Matchplay 2026 – Finalabend

Am Sonntagabend findet im legendären Empress Ballroom von Blackpool das große Finale des World Matchplay 2026 statt. Ab 21:00 Uhr deutscher Zeit kämpfen Titelverteidiger Luke Littler und der Weltmeister von 2021 Gerwyn Price um die begehrte Phil Taylor Trophy.
Dabei treffen zwei der größten Namen des Dartsports aufeinander – allerdings mit völlig unterschiedlichen Geschichten im Gepäck. Während Littler mit einer Serie spektakulärer Leistungen durch das Turnier marschiert ist, kämpfte sich Price nach einer schwierigen Phase seiner Karriere eindrucksvoll zurück und steht nun zum zweiten Mal nach 2022 im Endspiel von Blackpool.

Das Finale: Luke Littler gegen Gerwyn Price

Der Titelverteidiger erlebt in Blackpool einmal mehr ein Turnier für die Geschichtsbücher. Luke Littler stürmte in einer Dominanz ins Finale, wie sie das World Matchplay nur selten gesehen hat.
Bereits zum Auftakt setzte der zweifache Weltmeister ein Ausrufezeichen. Gegen den Deutschen Niko Springer eröffnete Littler seine Titelverteidigung mit einem Average von 109,53 Punkten und einem souveränen 10:6-Erfolg. Noch beeindruckender wurde sein Auftritt im Achtelfinale gegen Nathan Aspinall. In einem der besten Spiele der bisherigen PDC-Saison eröffnete „The Nuke“ das Match mit einem historischen 9-Darter, verpasste wenig später sogar ein zweites perfektes Leg und zog nach einem Average von 113,68 Punkten mit 11:8 ins Viertelfinale ein.
Luke Littler jubelt auf der Blackpool-Bühne.
Luke Littler präsentierte sich auf dem Weg ins Finale in absoluter Weltklasseform und geht als Favorit in das Endspiel.
Dort wartete die Neuauflage des Halbfinals aus dem Vorjahr gegen Josh Rock. Während sich die beiden Shootingstars 2025 noch einen packenden 17:14-Krimi geliefert hatten, ließ Littler diesmal keinerlei Zweifel aufkommen. Mit einem weiteren Weltklasse-Average von 109,57 Punkten dominierte der Engländer den Nordiren nach Belieben und zog mit einem deutlichen 16:7-Erfolg ins Halbfinale ein.
Dort ließ „The Nuke“ auch Dirk van Duijvenbode keine Chance. Mit der nächsten Gala-Vorstellung samt atemberaubendem 110,88er-Average überrollte der Engländer den Niederländer mit 17:5 und löste sein Finalticket.

Price kämpft sich eindrucksvoll zurück

Eine ganz andere Geschichte erzählt der Finaleinzug von Gerwyn Price – und das wenig überraschend.
Schon vor Turnierbeginn hätten die Voraussetzungen der beiden Finalisten kaum unterschiedlicher sein können. Während Littler derzeit nahezu jedes Turnier dominiert, an dem er teilnimmt, hatte Price in den vergangenen Monaten sowohl mit seiner Form als auch mit seiner Motivation zu kämpfen. Beim World-Series-Turnier in den USA gestand der Waliser sogar, aktuell lieber auf seiner Farm zu arbeiten als auf den großen Dartsbühnen zu stehen.
Genau diesen Eindruck vermittelte der „Iceman“ zunächst auch in seinem Auftaktmatch gegen Martin Schindler. Price wirkte weit von seiner Bestform entfernt und schien beim Zwischenstand von 2:6 und später 5:8 bereits auf der Verliererstraße. Doch Schindler ließ den Waliser zurück in die Partie und ermöglichte ihm damit den entscheidenden Befreiungsschlag. Price drehte die Begegnung noch und setzte sich nach Verlängerung mit 11:9 durch.
Gerwyn Price jubelt in Blackpool.
Gerwyn Price kämpfte sich nach einem schwierigen Turnierstart eindrucksvoll ins Finale des World Matchplay 2026.
Dieser Erfolg schien neue Kräfte freizusetzen. Im Achtelfinale bezwang Price Weltmeister Rob Cross souverän mit 11:5, ehe ihm im Viertelfinale gegen den formstarken Ross Smith mit einem Average von 102,78 Punkten und einem 16:12-Erfolg seine bis dahin beste Turnierleistung gelang.
Im Halbfinale traf der Weltmeister von 2021 schließlich auf Gian van Veen. Price bestimmte die Begegnung von Beginn an, erspielte sich immer wieder komfortable Vorsprünge von drei, vier oder sogar fünf Legs und zog schließlich mit einem souveränen 17:10-Erfolg zum zweiten Mal nach 2022 in das Endspiel des World Matchplay ein.

Kann Price den Titelverteidiger stoppen?

Nun kommt es zum Duell der aktuellen Nummer eins gegen die virtuell neue Nummer vier der Weltrangliste. Aufgrund ihrer gemeinsamen Premier-League-Zeit kennen sich beide bestens. Insgesamt standen sich Littler und Price bereits 28 Mal gegenüber – mit deutlichen Vorteilen für den Engländer, der 20 dieser Begegnungen gewann. Price setzte sich lediglich achtmal durch.
Nach seinem Halbfinalsieg machte der Waliser bereits deutlich, dass er sich gegen den Titelverteidiger durchaus Chancen ausrechnet. Price erklärte, viele Spieler machten es Littler zu leicht und zeigte sich überzeugt, über die lange Distanz eines Matchplay-Finals auf dessen Niveau mithalten zu können.
Genau das muss der „Iceman“ am Sonntagabend beweisen. Denn eines steht schon vor dem ersten Dart fest: Luke Littler wird in absoluter Weltklasseform die Bühne des Empress Ballroom betreten.

Spielplan World Matchplay 2026

Samstag, 18. Juli (20:00 Uhr)

Runde 1

Spieler 1vSpieler 2Runde
Josh Rock(90.42) 10:4 (88.83)Luke WoodhouseR1
Stephen Bunting(94.49) 13:12 (91.29)Niels ZonneveldR1
Luke Littler(109.53) 10:6 (97.65)Niko SpringerR1
Nathan Aspinall(105.32) 10:5 (95.79)Joe CullenR1

Sonntag, 19. Juli (14:00 Uhr)

Runde 1

Spieler 1vSpieler 2Runde
Chris Dobey(97.35) 11:13 (92.78)Dirk van DuijvenbodeR1
Gary Anderson(109.96) 10:2 (95.49)Ryan JoyceR1
Michael van Gerwen(94.85) 10:6 (88.54)Andrew GildingR1
Jonny Clayton(97.63) 10:7 (96.10)Damon HetaR1

Sonntag, 19. Juli (20:00 Uhr)

Runde 1

Spieler 1vSpieler 2Runde
Ryan Searle(94.98) 10:6 (95.18)William O'ConnorR1
James Wade(96.19) 10:7 (92.87)Jermaine WattimenaR1
Gian van Veen(93.55) 10:6 (95.55)Krzysztof RatajskiR1
Wessel Nijman(98.63) 10-5 (94.47)Dave ChisnallR1

Montag, 20. Juli (20:00 Uhr)

Runde 1

Spieler 1vSpieler 2Runde
Ross Smith(100.55) 10:6 (104.19)Kevin DoetsR1
Gerwyn Price(93.88) 11:9 (90.96)Martin SchindlerR1
Luke Humphries(99.56) 7:10 (97.83)Cameron MenziesR1
Danny Noppert(91.80) 3:10 (97.41)Rob CrossR1

Dienstag, 21. Juli (20:00 Uhr)

Runde 2

Spieler 1vSpieler 2Runde
Jonny Clayton(97.72) 7:11 (98.13)Gary AndersonR2
Michael van Gerwen(99.49) 12:14 (95.93)Dirk van DuijvenbodeR2
Luke Littler(113.68) 11:8 (101.24)Nathan AspinallR2
Josh Rock(91.18) 11:6 (82.90)Stephen BuntingR2

Mittwoch, 22. Juli (20:00 Uhr)

Runde 2 

Spieler 1vSpieler 2Runde
Cameron Menzies (medizinische Aufgabe)vRoss Smith (kampflos im Viertelfinale)R2
Gian van Veen(96.95) 14:12 (97.44)Wessel NijmanR2
Gerwyn Price(97.43) 11:5 (93.82)Rob CrossR2
James Wade(99.85) 11:8 (95.76)Ryan SearleR2

Donnerstag, 23. Juli (21:00 Uhr)

Viertelfinale

Spieler 1vSpieler 2Runde
Gary Anderson(101,32) 13-16 (101,49)Dirk van DuijvenbodeVF
Luke Littler(109,57) 16-7 (101,24)Josh RockVF

Freitag, 24. Juli (21:00 Uhr)

Viertelfinale

Spieler 1vSpieler 2Runde
Ross Smith(98.16) 12-16 (102.78)Gerwyn PriceVF
Gian van Veen(93.04) 16- 13 (97.05)James WadeVF

Samstag, 25. Juli (21:00 Uhr)

Halbfinale

Spieler 1vSpieler 2Runde
Gian van Veen(91.62) 10:17 (96.65)Gerwyn PriceHF
Luke Littler(110.88) 17:5 (92.02)Dirk van DuijvenbodeHF

Sonntag, 26. Juli (21:00 Uhr)

Finale

Spieler 1vSpieler 2Runde
Gerwyn PricevLuke LittlerFinale

Teilnehmerfeld World Matchplay 2026

Top 16 – PDC Order of Merit

Rang Spieler
1 Luke Littler
2 Luke Humphries
3 Gian van Veen
4 Michael van Gerwen
5 Jonny Clayton
6 James Wade
7 Gerwyn Price
8 Josh Rock
9 Stephen Bunting
10 Danny Noppert
11 Ryan Searle
12 Gary Anderson
13 Chris Dobey
14 Wessel Nijman
15 Ross Smith
16 Nathan Aspinall

Top 16 – PDC ProTour Order of Merit

Rang Spieler
1 Luke Woodhouse
2 Jermaine Wattimena
3 Kevin Doets
4 Andrew Gilding
5 Rob Cross
6 Krzysztof Ratajski
7 William O'Connor
8 Niko Springer
9 Niels Zonneveld
10 Martin Schindler
11 Ryan Joyce
12 Dirk van Duijvenbode
13 Cameron Menzies
14 Joe Cullen
15 Damon Heta
16 Dave Chisnall

Wann wird der Spielplan des World Matchplay bestätigt?

Der vollständige Spielplan wird in der Regel einige Tage nach Abschluss der Auslosung bekanntgegeben.
Er folgt demselben Raster, was die Auftritte der Topstars und den Termin des Finals angeht. Zudem findet am Sonntagnachmittag das Women's World Matchplay dazwischen statt.
  • Erste Runde: Samstag, 18. Juli – Montag, 20. Juli
  • Zweite Runde: Dienstag, 21. Juli – Mittwoch, 22. Juli
  • Viertelfinale: Donnerstag, 23. Juli – Freitag, 24. Juli
  • Halbfinale: Samstag, 25. Juli
  • Finale: Sonntagabend, 26. Juli

Format

Das World Matchplay wird – wie der Name suggeriert – im Legs-Format gespielt, wobei die Distanzen im Turnierverlauf ansteigen. Die Top 16 der PDC Order of Merit sind gesetzt und treffen in Runde eins auf die 16 ProTour-Qualifikanten.
Eine Besonderheit des Turniers ist die Zwei-Legs-Vorsprung-Regel. Spieler müssen normalerweise mit zwei Legs Differenz gewinnen. Ist dieser Abstand nach der vorgesehenen Distanz nicht erreicht, wird maximal um sechs zusätzliche Legs verlängert. Steht es danach immer noch unentschieden, entscheidet ein Sudden-Death-Leg.
Runde Format
Erste Runde Best of 19 Legs
Zweite Runde Best of 21 Legs
Viertelfinale Best of 31 Legs
Halbfinale Best of 33 Legs
Finale Best of 35 Legs

Historie

Das World Matchplay verfügt über eine reiche Historie, doch die Liste der Champions ist bemerkenswert exklusiv. In den bislang 32 ausgetragenen Auflagen haben nur 14 verschiedene Spieler die prestigeträchtige Trophäe in den Winter Gardens in die Höhe gestemmt. Noch beeindruckender ist, dass lediglich drei Spieler das Turnier mehrfach gewinnen konnten.
Weit vor allen anderen steht Phil Taylor. Die englische Legende dominierte das World Matchplay über viele Jahre und gewann den Titel unglaubliche 16 Mal. In Anerkennung seiner außergewöhnlichen Erfolge wurde die Turniertrophäe nach ihm benannt. Seit 2018 spielen die Akteure um die Phil Taylor Trophy.
Hinter Taylor folgt Michael van Gerwen, der den Titel drei Mal gewonnen hat. Rod Harrington vervollständigt die Liste der Mehrfachsieger, nachdem er die zweite und dritte Auflage des Turniers gewann. Er bleibt der einzige Spieler neben Taylor und Van Gerwen, der die Trophäe mehr als einmal in die Höhe stemmte.
Phil Taylor küsst die World Matchplay-Trophäe.
Phil Taylor gab der Trophäe schließlich seinen Namen.
Alle übrigen Champions haben das World Matchplay einmal gewonnen und sich damit einen Platz in der Ehrentafel eines der prestigeträchtigsten Major-Turniere des Sports gesichert. Diese Liste umfasst Larry Butler, Peter Evison, Colin Lloyd, James Wade, Gary Anderson, Peter Wright, Rob Cross, Dimitri Van den Bergh, Nathan Aspinall, Luke Humphries und den amtierenden Champion Luke Littler.

World Matchplay Ehrentafel

Jahr Sieger (Average) Ergebnis Finalist (Average)
1994 Larry Butler (92.70) 16–12 Dennis Priestley (91.59)
1995 Phil Taylor (90.72) 16–11 Dennis Priestley (87.63)
1996 Peter Evison (100.51) 16–14 Dennis Priestley (96.67)
1997 Phil Taylor (106.32) 16–11 Alan Warriner (98.42)
1998 Rod Harrington (95.03) 19–17 Ronnie Baxter (94.07)
1999 Rod Harrington (85.95) 19–17 Peter Manley (86.91)
2000 Phil Taylor (100.32) 18–12 Alan Warriner (97.14)
2001 Phil Taylor (99.57) 18–10 Richie Burnett (90.99)
2002 Phil Taylor (98.76) 18–16 John Part (94.14)
2003 Phil Taylor (94.38) 18–12 Wayne Mardle (97.44)
2004 Phil Taylor (100.20) 18–8 Mark Dudbridge (89.24)
2005 Colin Lloyd (97.89) 18–12 John Part (94.53)
2006 Phil Taylor (100.08) 18–11 James Wade (90.01)
2007 James Wade (96.83) 18–7 Terry Jenkins (91.62)
2008 Phil Taylor (109.47) 18–9 James Wade (102.58)
2009 Phil Taylor (106.05) 18–4 Terry Jenkins (92.32)
2010 Phil Taylor (105.16) 18–12 Raymond van Barneveld (100.11)
2011 Phil Taylor (103.84) 18–8 James Wade (98.84)
2012 Phil Taylor (98.97) 18–15 James Wade (95.92)
2013 Phil Taylor (111.23) 18–13 Adrian Lewis (105.92)
2014 Phil Taylor (107.19) 18–9 Michael van Gerwen (101.49)
2015 Michael van Gerwen (99.91) 18–12 James Wade (90.37)
2016 Michael van Gerwen (103.93) 18–10 Phil Taylor (101.13)
2017 Phil Taylor (104.24) 18–8 Peter Wright (99.74)
2018 Gary Anderson (101.12) 21–19 Mensur Suljović (104.43)
2019 Rob Cross (95.16) 18–13 Michael Smith (95.91)
2020 Dimitri Van den Bergh (98.31) 18–10 Gary Anderson (92.81)
2021 Peter Wright (105.90) 18–9 Dimitri Van den Bergh (100.88)
2022 Michael van Gerwen (101.19) 18–14 Gerwyn Price (96.92)
2023 Nathan Aspinall (96.21) 18–6 Jonny Clayton (93.56)
2024 Luke Humphries (100.94) 18–15 Michael van Gerwen (98.74)
2025 Luke Littler (107.24) 18–13 James Wade (101.54)

Nicolas Gayer, Redakteur von DartsNews.DE, setzt in Blackpool auf Luke Humphries.

Vielleicht ist es einfach der Wunsch, nicht den offensichtlichsten Tipp abzugeben. Tatsächlich glaube ich aber, dass Luke Littler das World Matchplay in diesem Jahr nicht gewinnen wird. Und der Grund trägt einen Namen: Luke Humphries.
Es kommt mir fast so vor, als hätte ich diese Worte in den vergangenen Monaten schon mehrfach geschrieben. Schließlich habe ich „Cool Hand Luke“ zuletzt häufig als Turniersieger getippt. Doch ich kann meine Einschätzung nur wiederholen: Die Entwicklung des Engländers in dieser Saison hat mich enorm beeindruckt.
Was zunächst nach einer schwierigen Saison aussah, hat sich für Humphries Schritt für Schritt zu einer weiteren positiven Entwicklung gewandelt. Er hat seine Formschwankungen überwunden und ist meiner Meinung nach als noch kompletterer Spieler daraus hervorgegangen. Ich sage schon seit Längerem: Wer auf diesem Niveau spielt, wird früher oder später wieder einen großen Titel gewinnen. Und ich glaube, genau das wird in Blackpool passieren.
Luke Humphries fokussiert sich.
Luke Humphries ist für unseren Redakteur Nicolas Gayer der Topfavorit auf den Titel beim World Matchplay. Der Weltmeister von 2024 habe rechtzeitig zur heißen Phase der Saison wieder zu seiner Bestform gefunden.
Vor jedem Major richtet sich der Blick natürlich auch auf mögliche Überraschungen – im positiven wie im negativen Sinne. Der große Name, dem ich das früheste Aus zutraue, ist Gerwyn Price. Im Moment wirkt „The Iceman“ auf mich nicht so, als wäre er mit voller Konzentration am Oche. Das hat er vor Kurzem selbst eingeräumt.
Price startet gegen Martin Schindler ins Turnier. Zwar sehe ich den Waliser weiterhin als Favoriten, doch dieses Duell hat auch aus deutscher Sicht eine besondere Bedeutung. Seit 2019 wartet der deutsche Dartsport auf seinen erst zweiten Sieg beim World Matchplay. Sollte Schindler gegen Price verlieren, ruhen alle Hoffnungen auf Niko Springer, der ausgerechnet auf Luke Littler trifft. Das lange Warten könnte sich also fortsetzen.
Als positive Überraschung des Turniers sehe ich Krzysztof Ratajski. Ich traue „The Polish Eagle“ zu, gleich in der ersten Runde den WM-Finalisten und Weltranglistendritten Gian van Veen auszuschalten und anschließend erneut weit zu kommen – so wie schon 2021, als er das Halbfinale in Blackpool erreichte.
Favoriten:
⭐⭐⭐ Luke Humphries
⭐⭐ Luke Littler, James Wade
⭐ Jonny Clayton, Rob Cross, Krzysztof Ratajski

Samuel Gill, Chefredakteur von DartsNews.com, tippt auf Luke Littler.

Im Moment wirkt es fast schon wie ein Klischee, Luke Humphries statt Luke Littler als Turniersieger zu tippen – schließlich hat Humphries zuletzt die bessere Form gezeigt.
Trotzdem glaube ich, dass Littler in Blackpool eine starke Woche spielen wird. Er ist einfach eine Siegermaschine. Darüber hinaus traue ich Luke Woodhouse zu, Josh Rock aus dem Turnier zu werfen und selbst einen guten Lauf hinzulegen. Dasselbe gilt für Niels Zonneveld, den ich gegen Stephen Bunting vorne sehe.
Auch Jonny Clayton, James Wade und Ross Smith sehe ich weit kommen.
Favoriten:
⭐⭐⭐ Luke Littler
⭐⭐ Luke Humphries, Jonny Clayton
⭐ James Wade, Ross Smith, Luke Woodhouse

Lucas Michael, Redakteur von DartsNews.com, setzt auf Luke Humphries.

Die nächste Reise nach Blackpool steht bevor. Beim World Matchplay kämpfen 32 der besten Dartspieler der Welt um einen der prestigeträchtigsten Titel des Jahres. Doch im Mittelpunkt stehen einmal mehr zwei Namen.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass Luke Littler oder Luke Humphries in ihrem Viertel des Turnierbaums ernsthaft in Bedrängnis geraten. Nathan Aspinall könnte den Titelverteidiger in einem möglichen Zweitrunden-Duell zwar fordern, und auch ein Viertelfinale zwischen Humphries und Gerwyn Price wäre alles andere als einfach. Dennoch bin ich überzeugt, dass beide die Qualität besitzen, sämtliche Hürden zu überwinden und um ihren zweiten Titel beim World Matchplay zu spielen.
Außerdem traue ich Wessel Nijman zu, seine starke Form von der Pro Tour auf die große Bühne zu übertragen – ähnlich eindrucksvoll, wie ihm das bereits auf der European Tour gelungen ist. Das bedeutet für mich allerdings auch, dass Gian van Veen diesmal kein besonders tiefes Turnier spielen wird. Von dieser Prognose bin ich derzeit überzeugt.
Am schwierigsten einzuschätzen ist für mich das Viertel von Michael van Gerwen. Der dreimalige Champion kann das Feld jederzeit dominieren, gleichzeitig lassen sich seine Probleme mit der Konstanz nicht ignorieren. Ähnliches gilt für Gary Anderson, auch wenn ein mögliches Halbfinale gegen Luke Littler äußerst reizvoll wäre. Mein Außenseitertipp ist Dirk van Duijvenbode. Ich glaube, dass er für einige Überraschungen sorgen und weit ins Turnier vorstoßen wird.
Damit stünden für mich die Halbfinalisten fest. So vorhersehbar es auch wirken mag: Ich glaube, dass Littler und Humphries am Ende zu stark für ihre niederländischen Gegner sein werden. Bleibt also nur eine Frage: Welcher Luke holt sich seinen zweiten World-Matchplay-Titel? Für mich kommt Humphries genau zum richtigen Zeitpunkt in Topform. Deshalb glaube ich, dass er in Blackpool mit einem Ausrufezeichen seinen zweiten Titel gewinnt – ausgerechnet gegen seinen großen Rivalen Luke Littler.
Favoriten:
⭐⭐⭐ Luke Humphries
⭐⭐ Luke Littler, Wessel Nijman
⭐ Gerwyn Price, Nathan Aspinall, Dirk van Duijvenbode

Bram Coenen, Redakteur von Dartsnieuws.com, setzt dagegen auf Luke Littler.

Das World Matchplay ist eines jener Turniere, auf das sich Dartfans jedes Jahr besonders freuen. Nicht nur, weil es als zweitgrößtes Major im Kalender der PDC gilt, sondern auch, weil das letzte große Ranglistenturnier bereits einige Zeit zurückliegt. Sieht man von der Premier League Darts mit ihrem exklusiven Teilnehmerfeld von acht Spielern ab, liegt das letzte Major bereits seit Anfang März zurück.
Es mag inzwischen etwas vorhersehbar klingen, doch auch diesmal startet Luke Littler als klarer Favorit auf die erfolgreiche Titelverteidigung. Zwar tut sich der junge Engländer bei kleineren Turnieren hin und wieder schwer, auf den größten Bühnen liefert er jedoch fast immer ab. Bei den Major-Turnieren hat Littler eindrucksvoll bewiesen, dass er längst zu den besten Spielern der Welt gehört.
Zusätzliche Motivation erhält Littler in diesem Jahr durch sein großes Ziel, sämtliche Major-Titel der PDC zu gewinnen. Bislang ist er auf dem besten Weg dorthin. Seine Leistungen im bisherigen Saisonverlauf unterstreichen eindrucksvoll seinen Status als der Spieler, den es derzeit zu schlagen gilt. Ein weiterer Triumph beim World Matchplay würde sein ohnehin außergewöhnliches Vermächtnis in so jungen Jahren weiter ausbauen.
Die größte Herausforderung dürfte erneut von Landsmann Luke Humphries ausgehen. „Cool Hand Luke“ hat mehrfach bewiesen, dass er beim Scoring mit Littler mithalten und ihn auf höchstem Niveau fordern kann. Gelegentlich ließ ihn allerdings das Finishing im entscheidenden Moment im Stich – besonders gegen die absolute Weltklasse. Gelingt es Humphries, auf die Doppel konstanter zu agieren, besitzt er alle Voraussetzungen für den nächsten Major-Titel.
Neben diesem englischen Spitzenduo bin ich besonders auf Wessel Nijman gespannt. Der 25-jährige Niederländer war hinter Littler bislang wohl der herausragende Spieler der Saison. Sechs Players-Championship-Titel und zwei Erfolge auf der European Tour sprechen eine deutliche Sprache. Nun stellt sich die Frage, ob er diese Form auch auf das zweitgrößte Major des Jahres übertragen kann. Der Druck wird groß sein, doch das World Matchplay bietet ihm die perfekte Gelegenheit zu beweisen, dass er auf die größten Bühnen gehört.
Als gefährliche Außenseiter sehe ich außerdem Jonny Clayton und James Wade. Sie als Außenseiter zu bezeichnen, wird ihrer beeindruckenden Karriere eigentlich kaum gerecht. Allerdings ist es bereits einige Zeit her, dass einer der beiden einen Major-Titel gewinnen konnte.
Clayton spielt bislang eine starke Saison und beweist auch mit über 50 Jahren, dass er weiterhin um die größten Titel mitspielen kann. Seine Konstanz, seine Erfahrung und seine Nervenstärke machen ihn zu einem gefährlichen Gegner für jeden Spieler im Feld.
James Wade stand in den vergangenen Jahren mehrfach dicht vor einem weiteren Major-Erfolg. Allein in der vergangenen Saison erreichte er zwei Major-Endspiele – beide Male war Luke Littler die Endstation. Auch beim World Matchplay musste sich Wade im vergangenen Jahr erst im Finale geschlagen geben. Nun stellt sich die Frage, ob ihm diesmal der letzte Schritt zum Titel gelingt.
Mit Luke Littler auf der Jagd nach dem nächsten historischen Erfolg, Luke Humphries auf dem Weg zurück an die absolute Spitze, Wessel Nijman als möglichem Shootingstar des Turniers und erfahrenen Spielern wie Jonny Clayton und James Wade, die auf den nächsten Major-Titel hoffen, verspricht das diesjährige World Matchplay erneut ein hochklassiges Turnier zu werden.
Favoriten:
⭐⭐⭐ Luke Littler
⭐⭐ Luke Humphries
⭐ Wessel Nijman, Jonny Clayton, James Wade

Auslosung World Matchplay 2026

Spieler 1vSpieler 2
Luke LittlervNiko Springer
Nathan AspinallvJoe Cullen
Josh RockvLuke Woodhouse
Stephen BuntingvNiels Zonneveld
Michael van GerwenvAndrew Gilding
Chris DobeyvDirk van Duijvenbode
Jonny ClaytonvDamon Heta
Gary AndersonvRyan Joyce
Luke HumphriesvCameron Menzies
Ross SmithvKevin Doets
Gerwyn PricevMartin Schindler
Danny NoppertvRob Cross
Gian van VeenvKrzysztof Ratajski
Wessel NijmanvDave Chisnall
James WadevJermaine Wattimena
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