Cameron Menzies krönt sich zum Doppel-Champion – kein Deutscher im Achtelfinale von Players Championship 29
PDC
Cameron Menzies hat sich bei Players Championship 29 in Den Bosch seinen zweiten Titel des Jahres gesichert. Der Schotte setzt sich im Finale mit 8:4 gegen Lokalmatador Gian van Veen durch und baut damit seine beeindruckende Serie weiter aus: Seit 2024 gewinnt Menzies in jedem Jahr mindestens einen Titel, nun holt er erstmals sogar zwei Trophäen in einer Saison.
Für die deutschen Starter verläuft das Turnier dagegen enttäuschend. Kein einziger Spieler aus dem Aufgebot erreicht das Achtelfinale, auch wenn Max Hopp und Ricardo Pietreczko zumindest zeitweise Hoffnung machen.
Menzies zieht früh davon, Van Veen kämpft vergeblich
Im Finale startet Menzies furios und geht schnell mit 5:0 in Führung. Er pinnt Doppel Acht zum 3:0 und legt mit demselben Feld zum 4:0 nach. Van Veen findet erst spät ins Match und punktet mit einem 41er-Finish zum Anschlusstreffer. Zwischenzeitlich wird die Partie sogar unterbrochen, weil ein Basketballspiel in der Halle nebenan für Lärm sorgt – ein Umstand, der Van Veen sichtlich mehr aus der Ruhe bringt als den ansonsten für seine Emotionalität bekannten Schotten.

Cameron Menzies ist die aktuelle Nummer 26 der Welt
Der Niederländer kämpft sich zwar mehrfach heran und verkürzt zwischenzeitlich auf 6:4, mehr ist aber nicht drin. Menzies nutzt seine Chance auf Doppel Fünf und sichert sich den Titel mit 8:4. Auf dem Weg ins Finale schaltet Menzies unter anderem Kevin Doets, Jeffrey de Graaf und den topgesetzten Wessel Nijman aus – und das bei einem eher moderaten Turnierschnitt von rund 93 bis 94 Punkten. Van Veen wiederum bezwingt auf seinem Weg William O'Connor, Chris Dobey, Nathan Aspinall sowie Daniel Klose und spielt sein bestes Match mit einem Average von 104 gegen Darius Labanauskas.
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Auch andere große Namen erwischen einen schwachen Tag: Michael van Gerwen scheitert bereits in Runde eins am klaren Außenseiter Benjamin Pratnemer und rutscht damit nach seiner Auftaktniederlage bei den World Series of Darts Finals weiter in eine Formkrise. Beau Greaves zeigt zunächst starke Auftritte mit Averages von 101 und 109, verliert dann aber im Achtelfinale gegen Danny Noppert. Die stärkste Leistung des gesamten Turniers liefert Kevin Doets ab, der mit einem Average von fast 114 Henry Coates besiegt – der Engländer selbst spielt mit knapp 106 Punkten alles andere als schwach.
Deutsches Aufgebot bleibt ohne Achtelfinalisten
Für die deutschen Spieler verläuft das Wochenende durchwachsen. Am weitesten kommen Max Hopp und Ricardo Pietreczko, die beide bis in Runde drei vorstoßen. Der Maximiser überzeugt in Runde zwei mit einem starken 101er-Average beim 6:2 gegen Tom Bissell und erreicht damit das Boardfinale. Dort trifft er jedoch auf einen überragenden Oskar Lukasiak und verliert deutlich mit 0:6 – bei einem enttäuschenden Average von nur 76 Punkten.
Pietreczko kämpft sich mit einem 91er-Average knapp mit 6:5 an Mickey Mansell vorbei und gewinnt anschließend im Decider gegen Lewis Pride. In Runde drei ist gegen einen formstarken Jermaine Wattimena, der einen 106er-Average aufruft, dann Schluss – Pietreczko unterliegt mit 3:6. Immerhin bleibt die Chance auf eine Qualifikation für die Players Championship Finals in Minehead theoretisch bestehen, auch wenn ihm aktuell noch rund 7.000 Pfund zum letzten Startplatz fehlen.
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Gabriel Clemens gewinnt sein Auftaktmatch gegen Samuel Price mit 6:4, scheitert aber im Decider knapp an Henry Coates. Lukas Wenig setzt sich mit soliden 90 Punkten im Schnitt gegen Sietse Lap durch, muss sich in Runde zwei jedoch Danny Noppert geschlagen geben. Daniel Klose und Kai Gotthardt sorgen beide für einen Whitewash-Sieg in Runde eins – Klose gegen Stephen Burton, Gotthardt gegen den ehemaligen Topspieler Dimitri van den Bergh – scheitern anschließend aber ebenfalls in Runde zwei, gegen Gian van Veen beziehungsweise Kevin Doets.
Bitter verläuft der Tag für Martin Schindler und Florian Preis. Die deutsche Nummer eins führt gegen Thomas Lovely bereits mit 5:3, lässt in der Folge jedoch mehrere Matchdarts liegen und verliert noch mit 5:6. Preis erwischt es ähnlich hart: Nach einer 5:4-Führung lässt er im Entscheidungsleg gleich sechs Matchdarts aus und muss sich am Ende ebenfalls knapp geschlagen geben. Maximilian Czerwinski und Dominik Grüllich scheiden bereits in Runde eins aus, ohne ernsthaft in die Partien einzugreifen.
Für das deutsche Aufgebot bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass die Breite an der Spitze der Weltrangliste weiter zunimmt – während sich Cameron Menzies mit seinem zweiten Titel des Jahres als einer der Männer der Stunde auf der PDC Pro Tour präsentiert.

Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










