„Sie kommen nicht an ihm vorbei“ - Gabriel Clemens sieht James Wade in der Premier League

PDC
Dienstag, 22 September 2026 um 18:00
Gabriel Clemens ballt die Faust.
James Wade ist aktuell einer der besten Spieler der Darts-Saison 2026. Erst vor einer Woche siegte „The Machine“ auf der European Tour in Antwerpen. Außerdem gelang dem Engländer der Finaleinzug bei den UK Open und er spielte sich sowohl beim World Masters, als auch beim World Matchplay und bei den World Series Finals in das Viertelfinale.
Gabriel Clemens hat Wades Erfolg über das Jahr hinweg aus nächster Nähe auf dem Circuit verfolgt und ist sich sicher: An James Wade führt kein Weg in der kommenden Premier League Saison vorbei.

„Der spielt besser als je zuvor“

Wöchentlich diskutieren die aktuelle Nummer 48 der Weltrangliste Gabriel Clemens, der zweifache WM-Teilnehmer Robert Marijanovic und Bundesligaspieler Marcel Althaus über das aktuelle Geschehen der PDC in ihrem Podcast Darts auf die 1.
James Wade dankt den Fans.
James Wade kann sich nach guten Leistungen in diesem Jahr berechtigte Hoffnungen auf eine Premier League Nominierung machen.
In der aktuellen Folge wurde auf die jüngsten Erfolge von James Wade eingegangen. Dieser hatte wenige Tage vor Aufzeichnung des Podcasts seinen ersten Titel auf der European Tour seit zehn Jahren gewonnen und seine guten Leistungen in diesem Jahr ein weiteres Mal untermauert. Im Podcast entbrannte eine Diskussion über die Wahrscheinlichkeit einer Premier League Nominierung für den 43-Jährigen.
Für Gabriel Clemens ist klar, dass Wade 2027 eingeladen werden wird. „Ich habe es vor zwei Wochen schon gesagt und ich glaube (..) die kommen nicht an ihm vorbei. Also ganz ehrlich.“
In diesem Punkt bekommt er Zustimmung von seinem Podcast-Partner Marcel Althaus für den sogar eine direkte Qualifikation möglich erscheint. „Also wenn der in die Top-4 kommt, dann eh nicht. Aber jetzt müssen wir auch darüber reden, was er sonst für eine krasse Saison abliefert. Er spielt besser als je zuvor.“
Aktuell befindet sich Wade auf Rang sechs der Order of Merit, gute 60.000 Pfund hinter dem Ranglistenvierten Gerwyn Price. Die besten vier Spieler der Welt sind automatisch für die Premier League qualifiziert und müssen nicht auf eine der vier Einladungen warten.
Robert Marijanovic ist vor allem von der Entwicklung Wades beeindruckt: „Er ist vielleicht sogar in seiner Prime im Moment, was die Zahlen angeht, bin ich mir ziemlich sicher, weil James Wade hat in meinem Gedächtnis nie so viele gute Averages hintereinander gespielt.“ Auch die Fähigkeit in den entscheidenden Momenten immer wieder Akzente setzen können, sei bei dem Engländer stärker geworden: „So ein Timing, also es war ja sowieso ein brutales Timing, aber jetzt marschiert er ja einfach nur durch. Also das ist schon heftig.“

„Es gibt diese Average-Range, die James Wade immer besiegt“

Was Marijanovic mit dieser Aussage meint, verdeutlicht Althaus mit einem anschaulichen Beispiel. „Wie krass ist es bitte, dass du vor dem Spiel weißt: 'Wenn ich 95 spiele und James Wade 95 spielt, dann verliere ich.' Das ist doch krank. Und das ist halt wirklich so. Es gibt diese Average-Range, die James Wade immer besiegt“
Die drei Darts-Enthusiasten sehen eine Entwicklung im Spiel von James Wade. „Mittlerweile spielt er sehr oft auch über 100. Also sein Scoring ist total gut, er wirft auch viel mehr 180er gefühlt in diesem Jahr, finde ich“, meint der German Giant.
Althaus führt daraufhin das Argument an, dass es inzwischen auch mehr Spaß mache, ein Spiel von Wade zu schauen. „Es ist ja auch ein Grund für Sky: Wen laden wir da ein, wie machen wir das, wenn der Spieler vielleicht ein bisschen langsamer ist oder so. Aber wenn Wade halt auch so scored, dann ist er auch wieder für die Fernsehkameras deutlich interessanter.“

Mitfavorit beim World Grand Prix

Diese Fernsehkameras werden ab dem 29. September wieder auf den Engländer gerichtet sein. Am Montag startet James Wade mit seinem Auftaktmatch gegen Joe Cullen in den World Grand Prix. Die deutsche Nummer vier attestiert ihm in Leicester sogar Titelchancen. „Man muss jetzt auch sagen: Für den Grand Prix, das nächste große Major, ist James Wade ein Mitfavorit. Double-In, Double-Out, das ist etwas, das ihm liegt. Er ist unheimlich stark auf der Doppel-10 und auf der Doppel-20. Deshalb finde ich ihn dort auch absolut einen Mitfavoriten.“
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