"Das ist ein echter Bonus", sagt Aileen de Graaf nach ihrem ersten Sieg bei der PDC Women's Series nach einem "seltsamen" Finale gegen ihre Freundin Anca Ziljstra
Nach fünf Finalniederlagen in Folge sicherte sich Aileen de Graaf endlich ihren ersten Titel bei der PDC Women's Series. Sie besiegte Anca Zijlstra mit 5-2 bei Event 14 in Niedernhausen.
De Graaf hatte die schwierigste Phase vor dem Finale hinter sich gebracht. Nach Siegen über Sandy Wolf (4-1), Laura Patton (4-0) und Tanja Klueners (4-0) traf die Niederländerin im Achtelfinale auf Beau Greaves.
Die zweimalige Weltmeisterin unterlag jedoch mit 4-3, bevor De Graaf auch Noa-Lynn van Leuven (5-2) und Lisa Ashton (5-2) ausschaltete. Zijlstra wurde die Finalgegnerin, nachdem sie unter anderem Mikuru Suzuki (4-3) und Lorraine Winstanley (5-4) besiegt hatte. Im Finale erarbeitete sich De Graaf schnell einen komfortablen Vorsprung, indem sie die ersten drei Legs gewann. Zijlstra verkürzte den Rückstand auf 4-2, bevor De Graaf das Spiel mit einem 23-Darter entschied.
Es war Ziljstra, die für De Graaf das Problem darstellte. Die beiden sind bekanntlich gut befreundet und hatten zuvor wegen der Aufnahme von Noa-Lynn van Leuven in die niederländische Nationalmannschaft eine gemeinsame Entscheidung getroffen. Der Sieg gegen Greaves auf dem Weg ins Finale war für die Niederländerin ein seltsamer Zeitpunkt.
"Es ist seltsam. Normalerweise spiele ich gegen Beau oder Lisa, und das ist etwas ganz anderes. Ich will gewinnen, bei Anca ist es eher so, dass ich sie mag und es schwierig ist, gegen sie zu spielen. Es war wirklich ein seltsames Finale", sagte De Graaf nach dem Spiel.
"Die Nerven liegen blank, aber wir stehen beide für die gleiche Sache und es ist wirklich ein schwieriges Spiel."
Dass sie auf dem Weg dorthin Greaves besiegt hat, sieht sie auch als großen Bonus an. Es spiegelt sich nicht in ihren Titeln wider, sondern ist eher ein Zusatz in ihrem Lebenslauf.
"Beau ist eine unglaublich tolle Spielerin. Wenn man die Chance hat, gegen sie zu gewinnen, hat sie endlich mal ein paar Doppel verpasst. Normalerweise tut sie das nicht. Ich war wirklich froh, dass ich die Chance hatte, zu gewinnen. Und im nächsten Spiel Noa und dann Lisa, das sind tolle Spielerinnen."
"Ich weiß nicht, welche Titel ich gewonnen habe. Es ist einfach ein Titel. Natürlich gibt es eine Menge guter Spieler, aber ja, ich bin da ein bisschen normal."
"Das ist wirklich ein Bonus, das ist ein schöner Sieg gegen eine Menge guter Spieler, dafür bin ich dankbar. Aber man weiß ja nie, Dart ist ein seltsames Spiel."
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
🗣️ "This is a real bonus. It's a nice win against a lot of good players."
Following five straight defeats in PDC Women's Series finals, Aileen de Graaf reflects on a landmark first title in Niedernhausen! 🏆